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Extended Version

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. April 2026 um 09:55 Uhr durch imported>Thomas Dresler (Typografie).
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Extended Version (engl. erweiterte Fassung), seltener Extended Edition (erweiterte Ausgabe) oder Extended Cut und häufig auch Special Edition, ist die Bezeichnung einer meist auf DVD oder Blu-ray Disc veröffentlichten Fassung eines Films, die gegenüber der ursprünglichen Kinofassung zusätzliche Szenen enthält.

Allgemeines

Die Idee einer erweiterten Fassung von Kinofilmen besteht zumeist darin, bei der ersten oder zweiten Heimvideo-Veröffentlichung den Film mit zusätzlichen Szenen zu versehen, um den Absatz zu steigern, in Einzelfällen aber auch (wie bei beispielsweise Krieg der Sterne),<ref>Weitere Bezeichnungen für Extended Version sind Neufassung und Neuveröffentlichung. Die Neuveröffentlichung von Krieg der Sterne ist also nichts anderes als eine Extended Version.</ref> um eine neue Kinofassung herzustellen. Für diesen Zweck werden nach Drehschluss weitere Szenen mittels Nachdreh oder durch den Einsatz von Computern erstellt. Außerdem existieren zu Filmen, die aus politischen oder gesellschaftlichen Gründen oder wegen Überlänge gekürzt wurden, sogenannte „unzensierte Fassungen“ oder „ungekürzte Filmfassungen“. Diese werden häufig ebenfalls als Extended Versions bezeichnet oder das entsprechende Material wird bei der Erstellung einer Extended Version verwendet. Im Fernsehen werden Extended Versions nur in Ausnahmefällen gezeigt.

Beispiele für bekannte Kinofilme, von denen eine Extended Version existiert, sind Krieg der Sterne<ref>Internet Movie Database - Star Wars (1977)</ref>, E. T. – Der Außerirdische<ref>Internet Movie Database - E.T.: The Extra-Terrestrial (1982)</ref>, die Filmtrilogie Der Hobbit, die Filmtrilogie Der Herr der Ringe<ref>The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring (2001) und The Lord of the Rings: The Two Towers (2002) und The Lord of the Rings: The Return of the King</ref>, Big<ref>Internet Movie Database - Big (1988)</ref> und Alien – Die Wiedergeburt<ref>Internet Movie Database - Alien: Resurrection (1997)</ref>.

Zu den ersten beiden Harry-Potter-Filmen existiert eine sogenannte Ultimate Edition auf Blu-ray Disc, womit gleichfalls eine Extended Version gemeint ist.<ref>Vgl. flimmerBlog - Extended Versions aller “Harry Potter”-Filme?</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Film - Harry Potter Movies To Get Extended Edition Re-Releases? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. April 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.slashfilm.com</ref>

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Im Gegensatz zu Filmen, von denen eine Extended Version existiert, ist die Produktion eines Amphibienfilms schon während der Dreharbeiten darauf ausgelegt, zwei Filmfassungen zu produzieren und auf dem Filmmarkt zu verwerten. Bei Extended Versions (beispielsweise bei Krieg der Sterne) ist dies eher nicht der Fall. Nur wenn ein Kinofilm sehr erfolgreich ist und sich damit die weitere DVD-Vermarktung lohnt, wird eine entsprechende Fassung im Nachhinein produziert. Da jedoch bei einigen Kinofilmen der Erfolg zu erwarten ist, wird in neuerer Zeit häufig schon während der Dreharbeiten entsprechendes Material produziert, das dann neben entfallenen Szenen bei der Zweitverwertung auf dem DVD-Markt in Form einer Extended Version zum Einsatz kommt.<ref>siehe: Welt Online, 25. Juli 2007, Amphibienfilme - Baader und die Päpstin</ref><ref>siehe: Klaus Raab: „Debatte um Filmqualität. Kann Fernsehen Kino sein?“ die tageszeitung, 22. Dezember 2008, zum Streit über „Amphibenfilme“</ref>

Nicht zu verwechseln ist die Extended Version mit dem Director’s Cut. Dabei handelt es sich um eine neue Schnittversion eines bereits veröffentlichten Spielfilms, die der Filmregisseur ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) nachträglich als die von ihm selbst favorisierte Endfassung erstellt hat. Eine Extended Version entsteht dagegen unter Umständen ohne Zutun des Regisseurs und manchmal sogar gegen dessen Willen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen von dieser Regel. So ist beispielsweise der Director’s Cut des Films John Rambo zu Recht als solcher bezeichnet, weil es die Wunschfassung des Regisseurs Sylvester Stallone ist. Die offizielle Veröffentlichung auf dem US-Markt fand jedoch sinnwidriger Weise unter dem Titel Rambo – Extended Cut statt.<ref>Mike Lowrey: Vergleich Kinofassung - Extended Cut. schnittberichte.com, 4. August 2010, abgerufen am 15. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weitere Verwendung des Begriffs

Der populäre Begriff wird, wenn auch seltener, auf andere Medien angewendet, vor allem in der Musik (zum Beispiel beim ersten Soloalbum Mr. Bad Guy von Freddie Mercury) oder im Softwarebereich (beispielsweise bei einer Version von Adobe Photoshop).

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references />

Weblinks