Allylthioharnstoff
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allylthioharnstoff | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Allylthioharnstoff | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H8N2S | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer, unangenehm riechender Feststoff<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 116,18 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,22 g·cm−3 (25 °C)<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
70–72 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Brechungsindex |
1,5936 (78 °C)<ref name="CRC90_3_12">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-12.</ref> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | |||||||||||||||||||
Allylthioharnstoff ist ein Harnstoff-Derivat, das aus Allylisothiocyanat und Ammoniak hergestellt werden kann.<ref name="Römpp">Eintrag zu Allylthioharnstoff. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Es wurde Ende 19. Jahrhunderts zuerst von Dumas und Pelouze durch Einwirkung von Ammoniak auf Senföl synthetisiert.<ref>E. Schmidt, J. Gadamer: Ueber das Thiosinamin und seine Halogenadditionsprodukte. In: Archiv der Pharmazie, 1895, 233 (9), 646–684. doi:10.1002/ardp.18952330903.</ref>
Eigenschaften
Allylthioharnstoff ist ein weißer, unangenehm (etwas nach Knoblauch) riechender, bitter schmeckender, brennbarer Feststoff.<ref name="Hager">Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Band 4, S. 52.</ref> Er ist mäßig löslich in Wasser, aber löslich in Ethanol.<ref name="Merck" /> Die Verbindung besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/a (Raumgruppen-Nr. 14, Stellung 3) mit vier Molekülen in einer Zelle (Z = 4) mit den Abmessungen a = 9,819 Å, b = 8,553 Å, c = 9,170 Å uns β = 127,3°.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Crystal and Molecular Structure of Thiosinamine ( vom 26. Juni 2006 im Internet Archive).</ref>
Verwendung
Bei der Analyse von Abwasser wird Allylthioharnstoff als Nitrifikationshemmstoff eingesetzt. Die Mikroorganismen werden gehemmt, so dass der vorhandene Sauerstoff nicht zur Nitrat-Produktion verwendet wird, sondern zur Oxidation von Kohlenstoff zu Kohlendioxid zur Verfügung steht. Solche Substanzen sind bei der biologischen Abwasserreinigung in der Regel unerwünscht. Bei der Analyse (z. B. bei der BSB-Analyse) des Abwassers können sie zugegeben werden, um einen zusätzlichen Verbrauch von Sauerstoff zu unterbinden. Aus einer Analyse mit und einer Analyse ohne Zugabe von Allylthioharnstoff kann der Sauerstoffverbrauch für die Nitrifikation abgeschätzt werden.<ref>Allylthioharnstoff (Wasser-Wissen).</ref>
Allylthioharnstoff wird in der Analogfotografie als Lösungsmittel für Silberhalogenide sowie zur Empfindlichkeitssteigerung durch chemische Sensibilisierung verwendet.<ref>Thiosinamin (Fotolabor.de).</ref><ref name="Hager" />
Da es nach älteren Untersuchungen bei lokaler Applikation auf Narbengewebe einen narbenaufweichenden Effekt besitzt, wurde es entsprechend eingesetzt. Wegen des unsicheren Nachweises dieses Effekts wird es aktuell nicht mehr verwendet.<ref name="Hager" />
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Thioharnstoff
- Allylverbindung