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Conrad Cappi

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Conrad Cappi (auch Konrad, Curd oder Curt Cappi; * 8. Januar 1878 als Conrad Heinrich Paul Lehmann in Weimar, Deutsches Reich; † 7. Oktober 1964 in Linz, Österreich) war ein deutsch-österreichischer Schauspieler.

Leben

Der geborene Conrad Lehmann war ein Sohn des Großherzoglichen Hofschauspielers Guido Lehmann (1826–1909)<ref>Edith Futter: Lehmann, Guido. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 94.</ref> und dessen Ehefrau Marie, geb. Hauser.<ref>Stadtarchiv Weimar, Geburtsregister Standesamt Weimar, Nr. 14/1878 (Online auf Ancestry, kostenpflichtig).</ref> Ab 1896 in Graz wohnhaft, studierte er vier Semester an der Technischen Hochschule. Danach war er als Rechnungsbeamter der steiermärkischen Statthalterei bedienstet.<ref>Ernennungen im politischen Rechnungsdienste. In: Grazer Tagblatt (Abendausgabe), 7. April 1911, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb</ref> Nachdem er bereits 1908 zum Theater gestoßen war, ließ er sich im Oktober 1912 in den zeitlichen Ruhestand versetzen<ref>Von der Statthalterei. In: Grazer Volksblatt, 28. Oktober 1912, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gre</ref> und ging nach Berlin, um sich ganz der Bühne zu widmen. Ab diesem Zeitpunkt führte er den amtlichen Familiennamen Cappi. Im Jahre 1919 übernahm er erstmals eine Filmrolle.

Cappi arbeitete auf der Bühne und vor der Kamera als klassischer Kleindarsteller. Vor allem in den frühen 1920er Jahren und dann erneut im Dritten Reich wirkte er in mehreren Kinofilmen mit, zuletzt mit Auftritten von Sekundenkürze. Er verkörperte einen Drehorgelspieler ebenso wie einen Intendanten, einen Theaterportier ebenso wie einen Büroangestellten.

Von 1940 bis 1943 soll Cappi trotz nachweislich intensiver Filmtätigkeit und fortgeschrittenem Alter in der Wehrmacht gedient haben.<ref>Vgl. dazu Cappis Personalakte der Reichsfilmkammer, Bundesarchiv Berlin.</ref> Anschließend übersiedelte er ins oberösterreichische Linz und zog sich ins Privatleben zurück. Er starb 1964 im Pflegeheim „Haus der Barmherzigkeit“.<ref>Magistrat der Landeshauptstadt Linz, Sterberegister Standesamt Linz, Nr. 2448/1964.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />

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