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Assmann & Stockder

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Assmann & Stockder
Rechtsform KG, später GmbH
Gründung 1872
Auflösung 1989
Sitz Cannstatt, Stuttgart-Münster, Deutschland
Datei:Kuernbach-lokomobil.jpg
Lokomobil von Assmann & Stockder aus dem Jahr 1912
Datei:Assmann-und-stockder-1912.jpg
Typenschild des Lokomobils
Datei:(1913) CANNSTADT Lokomobilfabrik Assmann u. Stockder.jpg
Industrie-Lokomobil mit einer Leistung von 400/630 PS und Eigengewicht von 78.500 kg – war es bei der Markteinführung Weltrekordhalter.

Assmann & Stockder war eine Maschinenfabrik in Cannstatt, Münster am Neckar und Stuttgart. Sie existierte von 1872 bis 1989.

Firmengeschichte

Gust. Bausch

Das Unternehmen wurde 1872 in Cannstatt in der Hallstraße 65 von dem Ingenieur Gustav Bausch gegründet (Gust. Bausch) und stellte die Produktion von Dampflokomobilen in den Fokus seiner wirtschaftlichen Tätigkeit. Es produzierte stationäre Lokomobile von 2 bis 15 PS.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heißdampflokomobile (Memento vom 10. März 2009 im Internet Archive)</ref>

Assmann & Kettner

Zwischen 1886 und 1893 wechselte der Besitz der Firma auf einen der Namensgeber Assmann und dessen Partner Kettner. Die Produktion konzentrierte sich auf fahrbare elektrische Beleuchtungsmaschinen.<ref>Dampfmaschinen</ref>

Datei:Assmann-und-Stockder-1909.jpg
Assmann & Stockder in Münster 1909

Assmann & Stockder, Cannstatt a.N.

Nach Eintritt des Ingenieurs Hugo Stockder als Teilhaber änderte sich 1898 die Firmierung in Assmann & Stockder. Zwischen 1901 und 1907 wurde die Fabrik ins benachbarte Münster am Neckar verlegt, der Neubau entstand 1907 in der Murgtalstraße 60. Heute beherbergt die Fabrikhalle in Stuttgart-Münster unter anderem das private Feuerwehrmuseum Stuttgart.<ref>Feuerwehr-Museum in Stuttgart-Münster</ref>

Datei:Feuerwehrmuseum Stuttgart-Muenster.jpg
Das Fabrikgebäude in Stuttgart-Münster

Assmann & Stockder und Friedrich Stein

Während des Ersten Weltkriegs wurde die Kältemaschinenfabrik Stein aus Cannstatt übernommen. Nunmehr stellte das Unternehmen auch Großkälteanlagen her. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Betrieb durch Luftangriffe schwere Schäden. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte der Betrieb noch 110 Mitarbeiter.

Das Produktionssortiment verengte sich in der Nachkriegszeit zunehmend. In den 1950er Jahren stellte man noch eigene Verdichter und Wärmeaustauscher her. In den 1960er Jahren sollen Komponenten dann nur noch zugekauft worden sein. In den 1970er Jahren übernahm der britische Kälte- und Klimatechnikspezialist, das Familienunternehmen J & E Hall (Hall Thermotank Dartford), seinerseits in einer grundlegenden Neuausrichtung begriffen, die später aufgegebene Firma.<ref>J & E HALLS LTD. AND THE REFRIGERATION REVOLUTION</ref><ref>Unternehmensgeschichte Assmann & Stockder, Stuttgart. (PDF) Historische Kälte- und Klimatechnik e. V., abgerufen am 15. August 2023.</ref>

APV Assmann & Stockder

1987 wird die Firma von Stuttgart nach Lübeck verlegt und umfirmiert. 1987 folgt eine erneute Umfirmierung in APV Gaulin. Die letzten Eigentümer liquidierten das Unternehmen 1989.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg. (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks