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Mauritius-Grabfledermaus

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Mauritius-Grabfledermaus
Datei:Mauritian Tomb Bat.jpg

Mauritius-Grabfledermaus (Taphozous mauritianus)

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Familie: Glattnasen-Freischwänze (Emballonuridae)
Unterfamilie: Taphozoinae
Gattung: Grabfledermäuse (Taphozous)
Art: Mauritius-Grabfledermaus
Wissenschaftlicher Name
Taphozous mauritianus
É. Geoffroy, 1818

Die Mauritius-Grabfledermaus<ref>Theodor C. H. Cole: Wörterbuch der Säugetiernamen – Dictionary of Mammal Names. 1. Auflage. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2015, ISBN 978-3-662-46269-0.</ref> (Taphozous mauritianus), auch Mauritianischer Grabflatterer,<ref name="Wrobel"/> ist eine afrikanische Fledermaus aus der Familie der Glattnasen-Freischwänze. Sie gehört zur Gattung Taphozous (Grabfledermäuse).

Die Art ist häufig, von der IUCN wird sie auf Grund der weiten Verbreitung, der Toleranz gegenüber Lebensraumveränderungen und der vermutlich großen Population als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft.<ref name="IUCN"/>

Merkmale

Diese Fledermaus hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 7,5 bis 9,5 cm und eine Schwanzlänge von 2 bis 3 cm. Die Gesamtlänge beträgt somit 9,5–12,5 cm. Mauritius-Grabfledermäuse erreichen ein Gewicht von 15 bis 30 g.<ref name="animaldiversity"/> Ihr Fell erscheint glatt, da die Haare am Körper anliegen. Das Fell an der Oberseite erscheint grau, die einzelnen Haare sind hellbraun an der Basis, graubraun in der Mitte und weiß an der Spitze. Ihre Unterseite ist weiß, die Flughaut pergamentfarben.<ref name="Skinner_und_Chimimba" /> Die Flügel sind lang und schmal, die Flügelspannweite beträgt 18 bis 20,4 cm.<ref name="animaldiversity"/>

Die Augen sind mit 2 bis 3 mm Durchmesser recht groß, die Spitzen der kurzen, breiten<ref name="Skinner_und_Chimimba" />, aufrechten, dreieckig geformten Ohren sind abgerundet. Die Schnauze ist kegelförmig. Alle männlichen Tiere haben eine Drüse, die eine sexuelle Funktion haben könnte, an der Kehle. Bei den weiblichen Tieren in Nigeria und Mosambik fehlt sie, in anderen Verbreitungsgebieten ist sie bei den weiblichen Tieren weniger stark ausgeprägt.<ref name="Mammalogists"/> Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen.<ref name="Skinner_und_Chimimba" />

Verbreitung und Lebensraum

Datei:Mauritian Tomb Bat area.png
Verbreitungsgebiet der Mauritius-Grabfledermaus

Taphozous mauritianus ist in nahezu ganz Afrika südlich der Sahara verbreitet mit Ausnahme der Namib-Wüste im Südwesten Afrikas und der angrenzenden Kalahari. Auch auf Madagaskar, Réunion und auf ein paar weiteren Inseln im Indischen Ozean wie den Komoren ist die Art anzutreffen.<ref name="IUCN"/><ref name="animaldiversity"/>

Dabei bewohnt sie offene Lebensräume, Savannen-Regionen und offene, tropische Wälder, z. B. Regenwälder. Die Mauritius-Grabfledermaus meidet allerdings das Innere dichter Wälder. Man findet diese Fledermaus auch entlang großer Flüsse, in Kakaoplantagen, Felswänden und in der Nähe menschlicher Siedlungen.<ref name="IUCN"/>

Lebensweise und Sozialstruktur

Die zu den Grabfledermäusen zählende Fledermaus erkennt man an ihren Klicks, ihrem Quietschen und anderen Lauten, die gerade noch im Hörbereich des Menschen liegen. Während Taphozous mauritianus sich bei Tageslicht auf das Sehen verlässt, orientiert sie sich bei Dunkelheit mit Hilfe der Echoortung.<ref name="animaldiversity"/> Die nachtaktiven Tiere sind sehr wachsam, wenn sie tagsüber auf Baumstämmen oder in Wandnischen ruhen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Motten, die sie in der Nähe ihrer Schlafplätze jagen, sowie von Termiten, Schmetterlingen und einer Vielzahl anderer Insekten.<ref name="animaldiversity"/><ref name="Mammalogists"/>

Diese Fledermaus lebt in Gruppen. Einmal, in Teilen des Verbreitungsgebietes auch bis zu zweimal im Jahr, bringen die Weibchen ein einzelnes Junges zur Welt, das sich an den Bauch der Mutter klammert, bis es selbst fliegen kann.<ref name="animaldiversity"/>

Literatur

  • David Burnie (Hrsg.): Tiere – Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten. Dorling Kindersley, 2001.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Wrobel">Murray Wrobel: Elsevier’s Dictionary of Mammals. Elsevier 2006, ISBN 978-0-444-51877-4.</ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010.4. Eingestellt von: A.M. Hutson, P. Racey, J. Ravino, S. Mickleburgh, W. Bergmans, J. Fahr, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="animaldiversity">Francis, C. and C. Yahnke. 2007. Taphozous mauritianus (On-line), Animal Diversity Web. Accessed May 13, 2010 at https://animaldiversity.org/site/accounts/information/Taphozous_mauritianus.html. (englisch)</ref> <ref name="Mammalogists">Carol A. Dengis: Taphozous mauritianus. Mammalian Species Nr. 522. S 1–5. American Society of Mammalogists, 1996. (Online; PDF; 662 kB)</ref> <ref name="Skinner_und_Chimimba">J. D. Skinner, Christian T. Chimimba: The Mammals of the Southern African Subregion. Cambridge University Press, 2005, ISBN 978-0521844185, S. 274</ref> </references>

Weblinks

Commons: Mauritius-Grabfledermaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien