Zum Inhalt springen

Liben-Zone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 08:36 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Liben-Zone (Somali: Liibaan, Ge'ez: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Libän) ist eine Verwaltungszone der Somali-Region in Äthiopien. Sie liegt im Süden der Somali-Region und wird durch den Fluss Ganale von der übrigen Region abgegrenzt. Im Süden grenzt sie an Kenia, im Westen innerhalb Äthiopiens an die Region Oromia.

Laut Volkszählung von 2007 hatte die Zone 539.821 Einwohner, von denen 46.892 in städtischen Gebieten lebten.<ref name="CSA07">Central Statistical Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Population and Housing Census Report – Somali Region – 2007 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.csa.gov.et (PDF; 1,9 MB), S. 8</ref> 1997 waren von 476.881 Einwohnern 99,04 % Somali, 97,78 % sprachen Somali als Muttersprache. 7,72 % (12.085) konnten lesen und schreiben.<ref name="CSA97">CSA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />1994 Population and Housing Census of Ethiopia: Results for Somali Region, Vol. 1 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.csa.gov.et (PDF; 49,4 MB) 1998</ref>

Liben, Liban oder Libin ist der Name eines Gebietes in Südäthiopien, das sich über die Liben-Zone hinaus auf das Gebiet der Borana-Oromo in Oromia erstreckt und von diesen zusammen mit Dirre als Kerngebiet und Ursprungsland angesehen wird.<ref>Paul T. W. Baxter, Jan Hultin, Alessandro Triulzi (Hrsg.): Being and Becoming Oromo. Historical and Anthropological Enquiries. Nordiska Afrikainstitutet, Uppsala 1996, ISBN 978-91-7106-379-3 (S. 20, 120, 148f., 198)</ref><ref>Günther Schlee: Changing Alliances among the Boran, Gabra and Garre in Northern Kenya and Southern Ethiopia, in: Günther Schlee, Elizabeth E. Watson (Hrsg.): Changing Identifications and Alliances in North-East Africa: Ethiopia and Kenya, ISBN (203f.)</ref> Bis zur Neuordnung der Verwaltungsgliederung Äthiopiens 1991 gehörte dieses Gebiet zur Provinz Sidamo. Seine Aufteilung zwischen den ethnisch definierten Regionen Oromia und Somali bleibt umstritten. Auch zwischen den verschiedenen Somali-Gruppen gab es Differenzen um die Wahl des Hauptortes. Der Aufbau einer funktionierenden Verwaltung der Zone verzögerte sich daher.<ref name="UNDP" />

Die Zone ist gemäß den Dokumenten der Zentralen Statistikagentur Äthiopiens von 2007<ref name="CSA07" /> in die vier Woredas Filtu, Dolo Odo, Moyale und Udet (Hudet) eingeteilt. In den Dokumenten von 1998<ref name="CSA97" /> und 2005<ref name="CSA05">Central Statistical Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />2005 National Statistics, Section–B Population (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.csa.gov.et (PDF; 1,7 MB) Tables B.3, B.4 (PDF)</ref> werden hingegen nur die drei Woredas Liben/Filtu,<ref name="UNDP">UNDP Emergencies Unit for Ethiopia: Socio-economic conditions of the population in Liben zone, Ethiopian Somali National Regional State, 1996</ref> Dolo Odo und Moyale genannt. Die Einteilungen innerhalb der Somali-Region sind, oftmals im Kontext lokaler Machtkämpfe, verschiedentlich geändert worden.<ref>Tobias Hagmann: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beyond Clannishness and Colonialism: Understanding political disorder in Ethiopia’s Somali Region, 1991–2004 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tobiashagmann.freeflux.net (PDF; 154 kB) In: Journal of Modern African Studies 43(4), 2005, S. 12</ref> Auf etlichen Karten sind zudem die Grenzen zwischen der Somali- und der Oromia-Region so dargestellt, dass nur Dolo Odo die Liben-Zone von Somali bildet, während die übrigen Gebiete zu Oromia gehören.<ref>UN OCHA Ethiopia: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Somali Region (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive) (PDF) 2005, Datei:Ethiopia-Somali.png, Datei:Ethiopia location map.svg; für die Liben-Zone mit vier Woredas vgl. Disaster Prevention and Preparedness Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Administrative Region and Woreda Map of Somali (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. März 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dppc.gov.et (PDF; 150 kB) 2006</ref>

Größere Orte in Liben sind Doolow (Dolo Odo), Softu und Filtu. Der äthiopische Teil der Stadt Moyale gehört administrativ zur Woreda Moyale in der Borena-Zone von Oromia.<ref name="CSA05" />

Die wichtigsten Volksgruppen in der Zone sind die Somali-Clans der Degodia und Marehan-Darod, die Garri (Garre) und Gurra sowie als kleinere Gruppen Garri Maro, Gabbra, Karanle und Ajuran. Die Garre dominieren in der Woreda Moyale südlich des Flusses Dawa, ihr Gebiet ist relativ fruchtbares und bewaldetes Grasland. Zwischen dem Dawa und dem Ganale ist das Land karger, hier dominieren in Dolo Odo die Degodia und in Filtu leben Degodia, Gurre und Marehan. Degodia und Garre leben hauptsächlich als Nomaden und halten Kamele, Schafe, Ziegen und Rinder, die ebenfalls nomadischen Gabbra halten vorwiegend Kamele. Vor allem die Garri Maro betreiben an den Flüssen Dawa und Ganale als sesshafte Bauern Maisanbau mit Rinderhaltung, zudem Fischerei und Jagd. Sie unterscheiden sich äußerlich von den übrigen Gruppen und sind mit den Degodia verbunden. Sie entsprechen damit den Rer Bare am Shabelle. In der weiteren Umgebung der Flüsse und in einigen kleineren Gebieten verbinden Agropastoralisten den Anbau von Mais mit der Haltung von Rindern und Kleinvieh. Der Ackerbau hat sich in jüngerer Zeit ausgeweitet.<ref name="UNDP" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Somali Regional State Summary (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dppc.gov.et (PDF; 282 kB) 2004</ref><ref name="LZ1">Save the Children/Disaster Prevention and Preparedness Agency: @1@2Vorlage:Toter Link/www.dppc.gov.etLiban (Afder) Agropastoral Livelihood Zone (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF; 854 kB), 2002</ref><ref name="LZ2">Save the Children/DPPA: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Moyale-Wayamo Pastoral Livelihood Zone (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. November 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dppc.gov.et (PDF; 915 kB), 2001</ref>

Zur lokalen Bevölkerung kamen seit Anfang der 1990er Jahre Rückkehrer und Flüchtlinge aus Somalia hinzu, die vor dem dortigen Bürgerkrieg flohen.<ref name="UNDP" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Afder | Degehabur | Fiq | Gode | Jijiga | Korahe | Liben | Shinile | Warder

Vorlage:Klappleiste/Ende