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Schwelentrup

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Schwelentrup
Gemeinde Dörentrup
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1638)&title=Schwelentrup 52° 3′ N, 9° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1638) 52° 2′ 55″ N, 9° 1′ 28″ O
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Höhe: 175 m
Fläche: 12,46 km²
Einwohner: 1638 (31. Dez. 2000)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Datei:Ortsteile von Dörentrup - Schwelentrup.svg
Karte
Lage von Schwelentrup in Dörentrup
Datei:Steinberg mit Alt-Schwelentrup.JPG
Ortsteil Alt-Schwelentrup am Steinberg

Schwelentrup ist ein Ortsteil der Gemeinde Dörentrup im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen.

Geografische Lage

Schwelentrup liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Lemgo, im Herzen des Lipper Berglands zwischen Weser und dem Teutoburger Wald.

Auf dem Steinberg, im Norden von Schwelentrup, befindet sich mit 396 m ü. NHN die höchste Erhebung in Nordlippe.<ref>Lippische-Landeszeitung: Neue Plattform auf dem Steinberg ist Nordlippes höchste Erhebung</ref>

Geschichte

Datei:Werwolf.png
Werwolf, Lucas Cranach der Ältere, Holzschnitt, 1512

Schwelentrup wurde 1151 erstmals urkundlich als Suitherdincthorpe erwähnt.<ref>Der Ort Schwelentrup - Das Dorf der Tiere In: Lippe-Magazin Nr. 2, 2014, S. 38.</ref> In Urkunden aus dem Jahr 1350 hieß der Ort Swederinctorpe, als Graf Heinrich von Sternberg den Jordan von Kalldorf von Abgaben aus der Ansiedlung befreite. Laut Eintragung im Landesschatzregister des Amtes Sternberg gab es um 1535 elf Höfe und Stätten in Schwelentrup. Um diese Zeit lag der Ort inmitten von ausgedehnten Wäldern, die zum Besitz der Grafen von Sternberg gehörten. Die Bewohner hatten die Erlaubnis, die Wälder zur Waldmast ihrer Schweine zu nutzen. Das Fleisch und der Schinken dieser Tiere galt als besonders schmackhaft und war sehr gefragt. Die offizielle Zuteilung der Hude und der dorfnahen Waldungen an die Bauern erfolgte erst 1712. Im Ortsgebiet Schwelentrups liegen auch die Domäne Oelentrup aus dem Jahr 1550 und die Domäne Göttentrup, die ab 1589 herrschaftliche Meierei wurde. Oelentrup wird heute vom Landesverband Lippe verwaltet, während Göttentrup im Jahr 2000 verkauft wurde.<ref name="kuhnke">Christian Kuhnke: Lippe Lexikon. Detmold 2000, ISBN 3-935454-00-7.</ref> Schwelentrup wurde während der Lemgoer Hexenprozesse zwischen 1660 und 1670 durch Gerüchte bekannt, dass in diesem Ort Werwölfe ihr Unwesen treiben sollten. Der Bauerrichter Jasper Schoef wurde in der Voruntersuchung beschuldigt, ein Werwolf zu sein, der 60 von 100 Schafen des Schafmeisters Johan Lüeking getötet habe. Dieser Vorwurf galt damals als schwerwiegende Beleidigung und gefährliche Anklage. Die Gogerichtsprotokolle geben allerdings keine Auskunft darüber, wie der Streit um die Werwolfgerüchte ausgegangen ist.<ref name="knese">Louis Knese: Werwölfe in Alt-Schwelentrup. In: Heimatland Lippe. Heft 1, 1981.</ref>

Das älteste noch erhaltene Gebäude in Schwelentrup ist das Leibzuchthaus des Hofes Pampel von 1586/87. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Ort verkehrstechnisch schwer zu erreichen. Dennoch gab es schon um 1920 die erste Bauernhofpension und damit den Beginn des Fremdenverkehrs. Erst 1963 wurde die Landstraße nach Schwelentrup zur Anbindung der Nato Raketen- und Radarstellung Linderhofe ausgebaut.<ref name="kuhnke" />

Am 1. Januar 1969 wurde Schwelentrup ein Teil der Gemeinde Dörentrup.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 66.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1860 1939 1962 2000
Einwohner<ref>Werner Kuhlemann: Die 70 Landgemeinden. In: Herbert Stalling AG in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung (Hrsg.): Landkreis Lemgo - Landschaft, Geschichte, Wirtschaft. Wirtschaftsverlag, Oldenburg (Oldb) 1963, S. 348. (Einwohnerzahlen für 1860, 1939 und 1962)</ref> 698 754 1218 1638

In Schwelentrup geboren

  • Ludwig Koch (1858–1941), Oberlehrer und Mitglied des Lippischen Landtags

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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