Kverneland
| Kverneland AS
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Kverneland 201x logo.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1879 |
| Sitz | Kvernaland, Norwegen |
| Leitung | Yasukazu Kamada, Präsident und Chief Executive Officer<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New CEO & President of Kverneland Group, auf www.kvernelandgroup.com ( vom 12. März 2015 im Internet Archive), abgerufen am 12. Januar 2015</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 2.859 (2022)<ref>About Kverneland Group, auf www.kvernelandgroup.com, abgerufen am 12. Januar 2015</ref> |
| Branche | Maschinen- und Fahrzeugbau |
| Website | www.kvernelandgroup.de |
Die Kverneland Group ist ein norwegisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Anbaugeräten spezialisiert hat. Der Name des Unternehmens geht auf den Gründer, Ole Gabriel Kverneland, zurück, der 1879 in Norwegen seine Schmiede eröffnete. Seit 2012 ist Kverneland mehrheitlich im Besitz von Kubota.
Geschichte
1879 gründete Ole Gabriel Kverneland in Kvernaland die „O.G. Kvernelands Fabrik“ zur maschinellen Produktion von Sensen. 1894 firmierte das Unternehmen zur „Kvernelands Fabrikk A/S“ um. Zu diesem Zeitpunkt produzierte Kverneland hauptsächlich mit Pferden betriebene Pflüge und Eggen.
1928 wurde neben einer neuen Serie von Heugabeln und Eggen auch der erste Traktorpflug des Unternehmens vorgestellt. 1955 übernahm Kverneland das Brumunddaler Unternehmen Globus Maskinfabrikk AS, das vorrangig Dreschmaschinen produzierte.
1993 folgte die Übernahme des dänischen Landmaschinenproduzenten Taarup. Drei Jahre später wurde Accord aus Soest übernommen. 1998 wurde die niederländische Greenland Group übernommen, die die beiden Marken Vicon und Deutz-Fahr (nur die Futtererntetechnik) in den Konzern brachte. Ein Jahr später wurde Rau Landtechnik, ein Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten und Spritzen, übernommen.
1997 übernahm man die Firma Silo-Wolff.<ref>Torsten Wegener: Wolff kauft Immobilie zurück. In: Neue Westfälische. Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 22. Dezember 2009, abgerufen am 14. Juni 2020.</ref>
2009 wurde der Bereich für Ballenpressen zusammen mit dem Werk in Geldrop an das Unternehmen Kuhn Landmaschinen verkauft.<ref>http://www.landtechnikmagazin.de/Landtechnik-allgemein-Artikel-KUHN-Gruppe-uebernimmt-Ballenpressenbereich-der-Kverneland-Group-1052.php</ref>
2009 wurden die Entwürfe, Patente und Produkte für die Raufuttergewinnung der Firma Veenhuis der Kverneland Group übertragen. Diese wird die Produktreihe unter den Namen Vicon und Kverneland Taarup führen. In den Jahren 2010 und 2011 werden die Produkte im Auftrag von Kverneland noch von Veenhuis hergestellt, später wird die Produktion an einen anderen Ort verlegt. Veenhuis wird die Lieferung von Ersatzteilen sowie Servicearbeiten für seinen bestehenden Kundenkreis fortsetzen.<ref>Landtechnikmagazin über Zusammenarbeit mit Veenhuis</ref> 2018 wurde die Partnerschaft zwischen Kverneland und Veenhuis beendet.<ref>Alfons Deter: Veenhuis und die Kverneland Group beenden Partnerschaft. In: top agrar. Landwirtschaftsverlag Münster, 22. November 2018, abgerufen am 14. Juni 2020.</ref>
Ende Dezember 2011 wurde Kubota mit rund 32 % der Aktien einer der größten Aktionäre von Kverneland.<ref>Kubota übernimmt 31,8% von Kverneland. In: Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben. Landwirtschaftsverlag Münster, 21. Dezember 2011, abgerufen am 14. Juni 2020.</ref> 2012 sicherte sich die Kubota Corporation ein weiteres Aktienpaket. Kubota ist seither Mehrheitsaktionär.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />KUBOTA kauft Kverneland Group, auf www.landwirt.com ( vom 20. Januar 2021 im Internet Archive), abgerufen am 11. Juli 2015</ref> Im Mai 2012 wurde das Unternehmen von der Börse genommen.<ref>Kverneland delisting from Oslo Børs, auf www.oslobors.no, abgerufen am 30. Juli 2017</ref>
2012 wurde der italienische Hersteller Gallignani übernommen. Im ehemaligen Gallignani-Werk in Russi werden seither Rundballenpressen gefertigt, in Lizenz auch für den AGCO-Konzern mit dessen Marken Fendt und Massey Ferguson.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kverneland Group übernimmt Gallignani, auf www.kvernelandgroup.com ( vom 21. November 2015 im Internet Archive), abgerufen am 20. November 2015</ref>
2015 stellte Kverneland auf der Agritechnica eine Baureihe von selbstfahrenden Feldspritzen vor.<ref>http://www.landwirt.com/Kverneland-iXdrive-Selbstfahrer,,16573,,Bericht.html</ref>
Produkte und Produktion
Produktionsstandorte
Daqing, Volksrepublik China
2010 eröffnete das Werk in Daqing. Dort werden Mulcher und Anbaukultivatoren gebaut. Zukünftig soll die Produktion auf das gesamte Produktprogramm von Kverneland ausgebaut werden.<ref>Kverneland Agricultural Equipment Daqing Co. Ltd., auf www.kvernelandgroup.de, abgerufen am 30. Juli 2017</ref>
Geldrop, Niederlande
1937 gründete Petrus Zweegers in Geldrop das Unternehmen PZ. Das Unternehmen wurde 1982 von Greenland und schließlich 1998 von Kverneland übernommen. 2009 wurde der Standort an Kuhn verkauft.<ref>KUHN übernimmt Ballenpressenbereich der Kverneland Group, auf www.landwirt.com, abgerufen am 30. Juli 2017</ref>
Kerteminde, Dänemark
In Kerteminde werden Produkte der Futtererntetechnik, wie z. B. Schwader und Ladewagen, produziert. Der Standort wurde 1877 von der Taarup Maskinfabrik gegründet. Taarup wurde 1993 von Kverneland übernommen. 2006 wurde der Standort umorganisiert und ist seither für die Produktion von Futtererntetechnik der Marken Vicon, Kverneland und in Auftragsfertigung für Deutz-Fahr zuständig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kverneland Group investiert Millionen in Vicon-Futtererntetechnik, auf www.profi.de ( des Vorlage:IconExternal vom 30. Juli 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 30. Juli 2017</ref> Die Produktion von Deutz-Fahr-Geräten wird zum 1. September 2017 mit Auslaufen des Lizenzvertrages beendet werden.<ref>Lizenzvertrag zwischen SDF Group und Kverneland Group endet am 1. September 2017, auf www.kvernelandgroup.de, abgerufen am 30. Juli 2017</ref>
Klepp, Norwegen
Das Stammwerk des Unternehmens befindet sich seit 1879 in Klepp. Neben dem Unternehmenssitz befindet sich hier auch die Produktion von Pflügen.
Les Landes-Genusson, Frankreich
In Les Landes-Genusson werden Grubber gebaut.
Lipetsk, Russland
Seit 2006 werden im russischen Lipetsk Bodenbearbeitungsgeräte und Sähmaschinen gefertigt.<ref>KVERNELAND GROUP: Montage in Russland. In: Eilbote online. Eilbote Boomgaarden Verlag GmbH, 18. Mai 2006, abgerufen am 14. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nieuw-Vennep, Niederlande
Das Werk in Nieuw-Vennep wurde 1955 von Vicon gegründet,<ref>VICON. Abgerufen am 14. Juni 2020.</ref> 1990 wurde Vicon von Thyssen Bornemisza in die neugeschaffene Greenland integriert und 1998 mit dieser von Kverneland übernommen.<ref>https://www.kvernelandgroup.de/Marken-und-Produkte/Vicon/Vicon-Geschichte</ref> In Nieuw-Vennep werden heute Pflanzenschutzgeräte und Düngerstreuer gebaut.
Russi, Italien
Durch die Übernahme der Produktion von Rundballenpressen des italienischen Herstellers Gallignani ist Kverneland seit 2012 im Besitz einer Fabrik in Russi.
Soest, Deutschland
Das Werk in Soest wurde von der Maschinenfabrik Accord errichtet. Über diese kam das Werk 1996 an Kverneland. Nach wie vor werden in Soest Sähmaschinen produziert, seit 2016 auch Maschinen unter der Marke Kubota. In Oestinghausen befindet sich das Werk Soest II.<ref>Kverneland Group Soest GmbH, auf www.kvernelandgroup.de, abgerufen am 30. Juli 2017</ref>
Marken
- Kverneland für die Bodenbearbeitung
- Kverneland Accord für die Aussaat- und Düngetechnik
- Kverneland Rau für die Pflanzenschutzspritzen
- Kverneland Taarup für die Futtererntetechnik
- Vicon, die weiterhin die Bereiche Futterernte, Pressen und Düngerstreuer abdeckt.
Ehemalige Marken sind PZ Zweegers, die 2008 zusammen mit dem Werk in Geldrop für 115 Millionen Euro an das Unternehmen Kuhn weiterverkauft wurde,<ref>Roman Hünefeld: Kuhn übernimmt Kverneland Ballenpressen. In: profi online. Landwirtschaftsverlag Münster, 20. September 2010, abgerufen am 14. Juni 2020.</ref> sowie Fähse aus dem rheinländischen Düren, die bereits in den 1990er Jahren von dem damals eigenständigen Unternehmen Accord übernommen wurde.<ref>Klaus Dreyer: Fähse. In: Geschichte der Landtechnik. Klaus Dreyer, abgerufen am 14. Juni 2020.</ref>
Produkte
Düngerstreuer Vicon
In Deutschland wurde überwiegend das Unternehmen Vicon durch seine Düngerstreuer bekannt. Diese bestanden – abgesehen vom Tragrahmen – vollkommen aus Kunststoff, der Behälter war glasfaserverstärkt. Es wurden keine üblichen Streuscheiben, sondern ein pendelndes Kunststoffrohr verwendet. Korrosive Düngemittel können diesen Düngerstreuermodellen nichts anhaben, sodass viele dieser Geräte auch nach 30 Jahren noch im Einsatz sind. Begrenzend wirkt hier jedoch die geringe Wurfweite des Pendelrohres gegenüber Streuscheiben sowie das geringe Behältervolumen.
Weblinks
Belege
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-01
- Maschinen- und Gerätehersteller
- Landmaschinenhersteller
- Produzierendes Unternehmen (Norwegen)
- Wirtschaft (Rogaland)
- Klepp
- Unternehmensgründung 1879
- Ehemals börsennotiertes Unternehmen
- Landwirtschaft (Norwegen)