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Garnkasten

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Datei:Garnkasten aus Barmen-Oehde 64 2130.jpg
Garnkasten aus Barmen-Öhde (zweite Hälfte 18. Jahrhundert)

Ein Garnkasten (im Dialekt: Gaankassen) ist ein solide gebauter, kleiner Holzschuppen, der im 15. bis 18. Jahrhundert im Bergischen Land zur Aufbewahrung des Garns der Garnbleicher diente.<ref name="Aus dem Bergischen Garnkasten">Hans Geib, Kurt Schnöring: Aus dem Bergischen Garnkasten. Histörchen und Schmunzelgeschichten 1993, ISBN 3-89355-087-9</ref><ref name="Heckinghauser Bleicher"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Heckinghauser Bleicher (Memento vom 16. Dezember 2008 im Internet Archive) heckinghausen.net; abgerufen im Februar 2010</ref>

Garnkasten

Das Lagerhaus, ähnlich einem Haferkasten, sollte das Garn vor Diebstahl und Feuer schützen. Aufbewahrt wurde das gebleichte oder zu bleichende Garn, das die Haupterwerbsquelle der Garnbleicher darstellte. Erbaut waren die Gebäude als Holz- bzw. Fachwerkhäuser.

Ein ehemals bekannter Garnkasten stand in den Barmer Anlagen, er war ehemals der letzte erhaltene Garnkasten und wurde Ende der 1860er Jahre infolge der Erweiterung der Bahnanlagen<ref name="50 Jahre Barmer Verschönerungsverein"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />50 Jahre Barmer Verschönerungsverein. (Memento vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) barmen-200-jahre.de; abgerufen im Februar 2010</ref> in Rosenau (Barmen-Rittershausen) zu den Barmer Anlagen, nahe der Lönsstraße transloziert. Er ist in der Nachkriegszeit verrottet und wurde demoliert, er wurde dann abgerissen.<ref>Gerhard Dabringhausen: Heckinghausen: 1300 Jahre an der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen, S. 76</ref> Ein weiterer Garnkasten stand im Wuppertaler Ortsteil Kothen, er wurde um 1920 abgetragen. Ein weiterer Garnkasten aus der Öhde wurde dann unter Vermittlung des Historikers Klaus Goebel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klaus Goebel. (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) barmen-200-jahre.de; abgerufen im Februar 2010</ref> 1958 ins Freilichtmuseum Kommern in der Eifel transloziert.<ref name="Aus dem Bergischen Garnkasten" /><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.kommern.lvr.deFreilichtmuseum Kommern, Baugruppe Bergisches Land: Garnkasten aus Barmen-Öhde (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot PDF-Datei</ref>

Garnkammer

Datei:Wuppertal Öhder Str 0016.jpg
Eine ehemalige Garnkammer in der Öhde im Erdgeschoss des Bleicherhaus Tönnies

Eine besondere Bauart des Garnkastens ist die Garnkammer (im Dialekt: Gaankamer), die Teil eines Gebäudes ist und aus gemauerten Wänden besteht.

Einzelnachweise

<references />