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Joe Montana

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Joe Montana
Datei:Joe Montana ESPN cropped2.jpg
Joe Montana
Position:
Quarterback
Trikotnummern:
16, 19
geboren am 11. Juni 1956 in New Eagle, Pennsylvania
Karriereinformationen
NFL Draft: 1979 / Runde: 3 / Pick: 82
College: Notre Dame
 Teams:
Karrierestatistiken
TDINT     273 – 139
Yards     40.551
Quarterback Rating     92,3
Statistiken bei NFL.com
Statistiken bei pro-football-reference.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen
Pro Football Hall of Fame

Joseph Clifford „Joe“ Montana Jr. (* 11. Juni 1956 in New Eagle, Washington County, Pennsylvania) ist ein ehemaliger US-amerikanischer American-Football-Spieler. Als herausragender Quarterback in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren gilt er als einer der besten Spieler in der Geschichte der National Football League (NFL). Er gewann mit den San Francisco 49ers viermal den Super Bowl und wurde dabei dreimal zum Super Bowl MVP gewählt.

College

Joe Montana spielte von 1975 bis Januar 1978 College Football bei den Fighting Irish an der University of Notre Dame und führte diese in seinem Abschlussjahr zu einem spannenden Sieg im Cotton Bowl Classic und dadurch auch zur nationalen Meisterschaft 1977.

NFL

1979 wurde er jedoch erst in der dritten Runde im NFL Draft von den San Francisco 49ers ausgewählt. Im Trikot mit der Nummer 16 führte er die 49ers zu vier Super-Bowl-Siegen (Super Bowl XVI, XIX, XXIII und XXIV). Er wurde dreimal zum Super Bowl MVP (XVI, XIX, XXIV) gewählt. 1990 wurde er von der Zeitschrift Sports Illustrated zum Sportler des Jahres gewählt. Mit der Sportler-des-Jahres-Auszeichnung von Associated Press wurde er im gleichen Jahr und bereits 1989 geehrt.

Montana ist 1,88 m groß und wog während seiner aktiven Zeit ca. 93 kg. Er besaß eine unterdurchschnittliche Wurfkraft, jedoch hohes Spielverständnis. Er profitierte daher von der West Coast Offense, die Bill Walsh Anfang der 1980er Jahre bei den San Francisco 49ers eingeführt hatte. Da diese Offensiv-Variante in erster Linie auf einem Kurzpassspiel beruht, jedoch ein hohes Spielverständnis des Quarterbacks voraussetzt, passte sie exakt zu Montanas Fähigkeiten.<ref>Holger Korber: Erfolgreiche Offense. Huddle Verlag, 2009, ISBN 978-3-9811390-2-0, S. 17 f.</ref>

Zum Markenzeichen Montanas wurde vor allem seine Nervenstärke, die er häufig auch in fast aussichtslosen Spielsituationen bewies. Mehrfach gelang es ihm, Rückstände aufzuholen und Spiele zu drehen. 31-mal gelang ihm dieses Kunststück noch im letzten Viertel, was ihm die Spitznamen Comeback Kid, Joe Cool und Montana Magic einbrachte.

Am 10. Januar 1982 fand im ausverkauften Candlestick Park eines der berühmtesten Spiele in der Geschichte der 49ers statt, obgleich es sich nicht um einen Super Bowl handelte, es war „nur“ das NFC Championship Game gegen die Dallas Cowboys. Joe Montana führte die 49ers mit diesem Spiel in ihren ersten Super Bowl (Super Bowl XVI) und das Spiel errang durch Montanas Touchdownpass zu Dwight Clark große Bekanntheit. Dieser Touchdown wurde unter dem Namen „The Catch“ berühmt und wurde der Auftakt einer großen Rivalität beider Mannschaften in den 1980ern und 1990ern.

Legendär wurde auch der Sieg gegen die Cincinnati Bengals im Super Bowl XXIII, als sein Team kurz vor Schluss noch 92 Yards erobern und einen Touchdown erzielen musste. Montana führte seine Teamkameraden in aller Seelenruhe zum Sieg (10 Yards Touchdownpass zu John Taylor 39 Sekunden vor Spielende) und hielt dabei noch nach Prominenten im Publikum Ausschau. Durch diese lockere Zuversicht, die durch Erfolge bestätigt wurde, vertrauten ihm seine Mitspieler.

Beim Versuch der erneuten Titelverteidigung wurde er im Januar 1991 verletzt. Die Genesung zog sich über zwei Jahre hin, in denen ihn Ersatzmann Steve Young sehr erfolgreich vertrat. Um wieder spielen zu können, wurde er im April 1993 an die Kansas City Chiefs abgegeben, wo er seine Karriere nach der Saison 1994 beendete. Da in Kansas City seine Nr. 16 nicht verfügbar war, drehte er einfach die 6 zur 9 und spielte für die Chiefs mit der Nr. 19, mit der er bereits als Kind spielte.<ref>Cameron DaSilva: 6 things you didn’t know about the 9th biggest trade in NFL history: Joe Montana to the Chiefs. Montana was unable to wear No. 16 or his college number because both were retired. FOX Sports, 23. Mai 2017, abgerufen am 21. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „He chose 19 after wearing it during his Pop Warner days, going back to his roots.“</ref>

Rekorde und Auszeichnungen

In seiner Karriere bei den 49ers warf er 2.929 vollständige Pässe bei 4.600 Versuchen für 35.142 Yards und 240 Touchdowns. In seiner gesamten Karriere waren es 3.409 vollständige Pässe bei 5.391 Versuchen für 40.551 Yards und 273 Touchdowns. Montana spielte in acht Pro Bowls. Sein Quarterback Rating über seine gesamte Karriere ist mit 92,3 das zweithöchste (nicht mehr aktiver Spieler) aller Zeiten – hinter seinem Nachfolger bei den 49ers, Steve Young. Zum frühest möglichen Zeitpunkt – fünf Jahre nach Ende seiner Karriere – wählte man ihn im Jahr 2000 in die Pro Football Hall of Fame. Er ist Mitglied im National Football League 1980s All-Decade Team und seit 1994 auch in dem National Football League 75th Anniversary All-Time Team. Er gewann zudem zahlreiche andere Auszeichnungen, wie den NFL Comeback Player of the Year Award und den Bert Bell Award während und nach seiner Karriere.

Nach der Karriere

Joe Montana lebt heute in der Nähe von San Francisco. Dort züchtet er Pferde und baut eigenen Wein an, der unter dem Namen Montagia verkauft wird.<ref>Julia Hollister: 49er great Joe Montana tackles Cabernet Sauvignon. San Francisco wine. In: examiner.com. Examiner, 25. Februar 2011, abgerufen am 3. Februar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „San Francisco 49er former super star Joe Montana scored big numbers with his Cabernet Sauvignon blend called “Montagia”.“</ref>

Sonstiges

Montana wirkte als Hintergrundsänger auf dem Album Small World von Huey Lewis & the News mit.<ref name="booklet">Booklet der CD</ref>

Weblinks

Commons: Joe Montana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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