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Hans-Ulrich Spohn

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Hans-Ulrich Spohn (* 23. Januar 1938 in Münsingen; † 28. März 2026 in Berlin<ref>Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts vom 9. April 2026, Archiv Ref. 102-S 110(101) SP</ref>) war ein deutscher Diplomat.

Leben

Hans-Ulrich Spohn studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten in Tübingen und Berlin. Er legte beide juristischen Staatsprüfungen ab und absolvierte ein Ergänzungsstudium an den Universitäten in Straßburg und Nancy.<ref name="Bulletin">Agrément für Botschafter Dr. Spohn. In: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. 19. September 1995 (Nr. 70), Deutscher Bundes-Verlag, Bonn 1995, S. 700.</ref> 1967 wurde er an der Universität Nancy mit dem Thema La protection de l'intimité de la personne par le droit de la personnalité en France et en Allemagne zum Doktor der Rechte promoviert. Im Anschluss war er bei der Gesellschaft für Weltraumforschung tätig.<ref name="Bulletin" /> 1969 trat er in den Auswärtigen Dienst ein und durchlief den diplomatischen Vorbereitungsdienst.<ref name="Bulletin" /> Von 1970 bis 1974 war er an der Botschaft in La Paz, von 1974 bis 1977 als Leiter des Wirtschaftsdienstes an der Botschaft in Lagos und von 1977 bis 1980 in der Zentrale des Auswärtigen Amtes in Bonn tätig. Er wechselte 1980 als Leiter des Wirtschaftsdienstes an die Botschaft in Lissabon und wirkte von 1983 bis 1987 erneut in der Zentrale des AA.<ref name="Bulletin" />

Spohn war von 1987 bis 1990 ständiger Vertreter des Leiters der Botschaft Santiago de Chile.<ref name="Bulletin" /> 1988 recherchierte er in der Umgebung der Colonia Dignidad.<ref>E. Lauterpacht, C. J. Greenwood: International Law Reports. Band 89, S. 50 (Digitalisat)</ref> 1990 fand Spohn eine diplomatische Erklärung für eine Einlassung von Augusto Pinochet zum deutschen Militär.<ref name=tnyt19900909>Pinochet Irks Bonn With Potshots at Army. In: The New York Times. 9. September 1990</ref> Im selben Jahr wechselte er als Referatsleiter in die Politische Abteilung des Auswärtigen Amtes.<ref name="Bulletin" />

Ab 1995 war Spohn als Botschafter Leiter der Botschaft La Paz.<ref name="Bulletin" /> Im Anschluss daran übernahm er die Leitung des Referats Brasilien im Auswärtigen Amt.<ref name=br><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 23. August 2009 im Internet Archive)</ref> Von 2000 bis 2003 war er als Botschafter Leiter der Botschaft Buenos Aires. In dieser Funktion bot er 2001 an, das Kernkraftwerk Atucha I für Laufzeitverlängerung durch die Firma Siemens ertüchtigen zu lassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ambassador: Germany Would Assist Atucha Extentension. (Memento vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive) In: Business News Americas. 1. Februar 2001</ref> 2003 trat er in den Ruhestand ein.

Ab Januar 2007 war Spohn mit Harald Ganns, Peter C. Hauswedell Sonderbotschafter für die Einrichtung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien.<ref>Der lange Weg zu IRENA – Eine Chronologie 19 Jahre nach der ersten Idee und vielen Vorstößen steht die Gründung dieser neuen Weltorganisation bevor. Eurosolar, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. November 2012; abgerufen am 11. April 2026.</ref> Bis 2008 war er Vorsitzender der Deutsch-Lateinamerikanischen Juristenvereinigung TRIANA. Er war mit der Malerin und Bildhauerin Diana Mendes Pimentel verheiratet und Mitglied der Deutsch-Brasilianischen-Gesellschaft in Rio de Janeiro.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Poesie der Materialien. (Memento vom 8. Oktober 2007 im Internet Archive) In: Argentinisches Tageblatt. 22. März 2003</ref>

Spohn war Mitglied der Akademischen Gesellschaft Stuttgardia Tübingen.

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Adolf von WagnerBotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Buenos Aires
2000–2003
Rolf Schumacher

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