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Majorana-Effekt

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Der Majorana-Effekt (benannt nach dem italienischen Physiker Quirino Majorana<ref>Q. Majorana: Nuovi fenomeni magneto-ottici presentati da speciali soluzioni magnetiche. In: Il Nuovo Cimento (1901–1910). Band 4, Nr. 1, 1902, S. 44–52, doi:10.1007/BF02709462.</ref><ref>Q. Majorana: Bimagnetische Rotation der Polarisationsebene. In: Physikalische Zeitschrift. Band 4, 1902, S. 145.</ref>) beschreibt in der Magnetooptik die Doppelbrechung kolloidaler Lösungen in einem Magnetfeld; Majorana entdeckte den Effekt an ferromagnetischen Eisenoxid-Solen. Die Doppelbrechung wird durch die Richtwirkung des Magnetfeldes (Wirkung auf die Ausrichtung) auf die magnetisch anisotropen Kolloidteilchen verursacht und erfolgt auf Licht, das sich senkrecht zum Magnetfeld ausbreitet. Dabei liegt die optische Achse des Materials parallel zu den magnetischen Feldlinien.

Der Majorana-Effekt tritt auch in diamagnetischen Solen auf, deren Teilchen sich senkrecht zum Magnetfeld einstellen.

Ähnliche Effekte sind der Cotton-Mouton-Effekt (Doppelbrechung durch die Ausrichtung von Molekülen im Magnetfeld)<ref>S. Kielich: Nonlinear Magnetooptics of Colloids. In: Journal of Colloid and Interface Science. Band 30, Nr. 2, 1969, S. 159 (PDF).</ref> und der Voigt-Effekt (Doppelbrechung in der Nähe von intensiven Absorptionslinien aufgrund der Beeinflussung der Elektronenbewegung).

Literatur

  • Wilfried Heller: Magnetooptische Untersuchungen an Eisenoxydsolen I. In: Fortschrittsberichte über Kolloide und Polymere. Band 39, Nr. 1, Dezember 1933, S. 1–57 (Abstract).
  • Susamu Taketomi, Nobuyuki Inaba, Hiromasa Takahashi, Hideki Miyajima: Field Dependence of Magnetic Birefringence of Magnetic Fluid in Low-Magnetic-Field Region. In: Journal of the Physical Society of Japan. Band 59, 1990, S. 3077–3080 (Abstract [abgerufen am 31. Oktober 2009]).
  • E. D. Palik, B. W. Henvia: A bibliography of magnetooptics of solids. In: Applied Optics IP. Band 6, Nr. 4, 1967 (PDF [abgerufen am 31. Oktober 2009]).

Einzelnachweise

<references />

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