Igal Talmi
Igal Talmi (* 31. Januar 1925 in Kiew, Ukrainische SSR, Sowjetunion; † 4. Februar 2026<ref>Prof. Igal Talmi, 1925–2026. In: Weizmann Wonder Wander. Abgerufen am 8. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein israelischer theoretischer Kernphysiker.
Leben
Talmis Familie wanderte 1925 ins damalige Palästina ein. Sie lebten in der 1921 gegründeten landwirtschaftlichen Siedlung („Moschav“) Kfar Yehezkel bei Afula in der Jesreelebene. Talmi besuchte das Hebräische Herzlia-Gymnasium in Tel Aviv (Abschluss 1942) und studierte ab 1943 Physik bei Giulio Racah an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo er 1947 seinen Abschluss machte. Von 1947 bis 1949 kämpfte er in der Hagana (Palmach) im israelischen Unabhängigkeitskrieg.
1949 ging Talmi an die ETH Zürich, wo er 1952 bei Wolfgang Pauli promovierte. Von 1952 bis 1954 war er als Post-Doc an der Princeton University bei Eugene Paul Wigner. Ab 1954 war er wie sein Kollege Amos de-Shalit am Weizmann-Institut für Wissenschaften, wo er 1958 Professor wurde.
Ab 1963 gehörte Talmi der Israelischen Akademie der Wissenschaften an, wo er 1974 bis 1980 Vorsitzender der Wissenschafts-Abteilung (Chairman of the Division of Science) war. 1972 wurde er Fellow der American Physical Society.
Von 1967 bis 1976 leitete Talmi die Abteilung Kernphysik am Weizmann-Institut (als Nachfolger von de Shalit, der Direktor wurde, aber schon 1969 verstarb). Von 1970 bis 1984 war er Dekan der Physik-Fakultät am Weizmann-Institut. 1994 wurde er emeritiert.
Er war unter anderem Gastprofessor an der Princeton University, der Stanford University, am Massachusetts Institute of Technology, der Yale University und der State University of New York (SUNY).
Er war seit 1949 verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Im Februar 2026 starb er kurz nach seinem 101. Geburtstag.
Arbeiten
Talmi wurde vor allem für Arbeiten über das Schalenmodell der Atomkerne bekannt, über das er gemeinsam mit de Shalit ein Lehrbuch verfasste.<ref name=":0">In a Nuclear Shell - Weizmann Wonder Wander - News, Features and Discoveries. Weizmann Institute of Science, 4. Januar 2021, abgerufen am 8. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den 1980er Jahren beschäftigte er sich mit der Schalenmodell-Basis der Interacting Boson Approximation.<ref></ref><ref></ref>
Er war auch am israelischen Kerntechnikprogramm beteiligt<ref>Israel and the Bomb : Principal Players. National Security Archive, abgerufen am 8. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Mitglied der israelischen Atomenergiekommission.<ref name=":0" />
Auszeichnungen
- 1962: Weizmann Preis der Stadt Tel Aviv
- 1965: Israel-Preis für Arbeiten zum Schalenmodell (mit Amos de-Shalit)
- 1971: Rothschild-Preis
- 2000: Hans-A.-Bethe-Preis der American Physical Society
- 2003: EMET-Preis
Schriften (Auswahl)
Fachartikel und Kapitel
Monographien
Weblinks
- Profil und CV am Weizmann-Institut (archiviert, Stand 2021)
- Eintrag zu Igal Talmi in der Datenbank zbMATH
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Talmi, Igal |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer theoretischer Kernphysiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1925 |
| GEBURTSORT | Kiew |
| STERBEDATUM | 4. Februar 2026 |
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