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Nordamerikanebel

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Diffuser Gasnebel
Nordamerikanebel
NGC7000 Nordamerikanebel.jpg
Amateurastronomische Aufnahme des Nordamerikanebels

Vorlage:Sternkarte

Sternbild Schwan
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 20h 59m 17,1s<ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Deklination +44° 31′ 44″<ref name="NED">NASA/IPAC EXTRAGALACTIC DATABASE</ref>
Weitere Daten
Helligkeit (B-Band)

4,0 mag<ref name="SEDS"/>

Winkelausdehnung

120′ × 100′<ref name="SEDS">SEDS: NGC 7000</ref>

Geschichte
Entdeckung

William Herschel

Datum der Entdeckung

24. Oktober 1786<ref>https://cseligman.com/text/atlas/ngc70.htm#7000</ref>

Katalogbezeichnungen
NGC 7000 • SH 2-117, H V 37, h 2096, GC 4621, LBN 373, C 20
Vorlage:AladinLite
Datei:Messier39.P1022175.png
Lage des Nordamerikanebels (NGC 7000) im Sternbild Schwan zwischen dem Sternhaufen Messier 39 und Deneb

Nordamerikanebel (auch NGC 7000 genannt) ist die Bezeichnung eines diffusen Gasnebels im Sternbild Schwan am Nordsternhimmel. Er befindet sich östlich des hellsten Sterns Deneb (α Cygni) im Schwanz des Sternbilds Schwan, zwischen den Sternen Nummer 57 und Nummer 62 (<math>\xi</math>).

Seinen Namen erhielt der Nebel aufgrund seiner Form, die an eine Landkarte des nordamerikanischen Kontinents erinnert. Am Himmel ist der Nebel mit 120 mal 100 Bogenminuten sehr ausgedehnt (der Vollmond hat einen Durchmesser von ca. 30').

Cygnus Wall ein Teil von NGC 7000
Cygnus Wall in NGC 7000 durch ein Teleskop

Der Gasnebel ist zwischen 2.000 und 3.000 Lichtjahre entfernt (seine genaue Entfernung ist nur schwer zu bestimmen) und besteht überwiegend aus Wasserstoff, der teilweise in ionisierter Form (HII) auftritt und sichtbares Licht in Form von tiefroter Strahlung emittiert. Auf lange belichteten Fotografien erscheint der Nebel daher intensiv rötlich. Die Ionisationsquelle ist der O5V-Stern 2MASS J02551.25+435224.6.

Die visuelle Beobachtung des Nebels ist allerdings trotz seiner Gesamthelligkeit von 6 mag ziemlich schwierig. Man benötigt einen völlig dunklen, mondlosen Himmel, der durch keine künstliche Lichtquellen gestört wird. Der Nebel kann dann mit einem Prismenfernglas als diffuses Objekt wahrgenommen werden.

Der Nordamerikanebel wurde im Jahre 1786 von William Herschel entdeckt. Im Jahre 1890 beobachtete Max Wolf an seiner privaten Sternwarte in Heidelberg den Nebel mit seinem 6"-Doppelastrografen und fotografierte ihn erstmals. Aufgrund seiner Beobachtung, die eine der ersten mit Hilfe der Astrofotografie war, vergab Wolf auch den Namen „Nordamerikanebel“.

Siehe auch

Literatur

  • König, Michael & Binnewies, Stefan (2023): Bildatlas der Sternhaufen & Nebel, Stuttgart: Kosmos, S. 168
  • O’Meara, Stephen James (2016): The Caldwell Objects. 2. Aufl., Cambridge: Cambridge University Press, ISBN 978-1-107-08397-4, S. 94–99.

Weblinks

Commons: Nordamerikanebel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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