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Bananas (Fernsehsendung)

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Produktionsland Deutschland
Genre Musiksendung
Erscheinungsjahre 1981–1984
Länge 45 Minuten
Episoden 28 in 4 Staffeln
Ausstrahlungs­turnus monatlich dienstags um 20:15 Uhr
Titelmusik Hubba Hubba Zoot Zoot der schwedischen Gruppe Caramba (ab Folge 7 im Abspann), bzw. eine Coverversion davon
Produktions­unternehmen WDR
Idee Rolf Spinrads
Regie Rolf Spinrads
Musik Lonzo Westphal, Caramba
Premiere 24. März 1981 auf Das Erste
Moderation Hans Herbert, Herbert Fux, Gerd Leienbach, Olivia Pascal und Frank Zander
Datei:Bananas(gwz).jpg
Herbert Fux, Gerd Leienbach, Olivia Pascal und Hans Herbert (v. l.) bei den Dreharbeiten zu Bananas 1984 in Ratingen

Bananas war eine Musik- und Comedyshow des WDR, die von März 1981 bis November 1984 im ersten Programm der ARD lief.

Titel und Musik

Der Titel leitet sich vom englischen Ausdruck going bananas für Spaß haben ab.<ref name="Hans">Hans Herbert Böhrs in Lachgeschichten – Bananas</ref> Im Vorspann gab es dazu eine Zeichentrick-Sequenz mit einem Luftschiff, dessen Auftriebskörper eine Banane ist und das Bananen aus seiner Gondel fallen ließ.

Die für alle Folgen verwendete Titelmelodie komponierte Lonzo Westphal. Im Abspann ab Folge sieben kam der Titel Hubba Hubba Zoot Zoot der schwedischen Gruppe Caramba zum Einsatz, der in einer fiktiven Sprache produziert war – zunächst im Original, später in einer Coverversion von Gerd Leienbach.

Aufzeichnung

Bananas ging die Plattenküche voraus:

„Für mich war die Plattenküche der Kreißsaal von Bananas.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Rüdiger Pohl, Produktionsleiter<ref name="Pohl">Rüdiger Pohl, Produktionsleiter in Lachgeschichten – Bananas</ref>

Dabei hatte erneut Rolf Spinrads die Idee zur Sendung. Die Neuerung bestand darin, dass Klaudi Fröhlich nicht mehr Regie führte:

„Die Änderung war natürlich, dass der Spinrads beschlossen hat, selber Regie zu führen, also er war Redakteur und Regisseur, was einmalig war im WDR.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Karin Zahn, Regie-Assistentin<ref name="Zahn">Karin Zahn, Regie-Assistentin in Lachgeschichten – Bananas</ref>

Inhaltlich bestand der größte Unterschied darin, dass Musikdarbietungen und Sketche aufeinanderfolgten, also die Musik nicht mehr durch Sketche unterbrochen wurden.

Bananas baut im Grunde genommen in ihrer Art auf Plattenküche auf. Plattenküche war noch mehr Anarchie.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Thilo Spinrads, Sohn von Rolf Spinrads<ref name="Thilo">Thilo Spinrads, Sohn von Rolf Spinrads in Lachgeschichten – Bananas</ref>

Die Produktion fand unverändert bei der Bavaria Film statt, es gab aber keine einheitliche Studiodekoration mehr, sondern eine an den jeweiligen Musiktitel angepasste Dekoration. Die Sketche waren für sich abgeschlossen und spielten in einer eigenen, zum Thema passenden Dekoration. Außerdem gab es nun viele Außenaufnahmen, die zum großen Teil außerhalb des Bavaria-Geländes gedreht wurden.

Darsteller

Die Darsteller hatten keine festen Rollen wie bei der Plattenküche, sondern spielten in jedem Sketch jemand anderes und dabei mitunter auch sich selbst.

Frank Zander war der einzige Darsteller, den Spinrads von der Plattenküche übernommen hatte. Er kam aber nur in den sechs Folgen des Jahres 1981 vor, da er dann zum ZDF wechselte, wo er Vorsicht, Musik präsentierte:

Olivia Pascal hatte als Schauspielerin bereits in einigen Kinofilmen mitgewirkt, sie war Bravo-Girl des Jahres und die einzige Frau unter den Darstellern.

Herbert Fux war vor allem dafür vorgesehen, um Bösewichte wie Bankräuber zu spielen.<ref name="Inge">Inge Spinrads, Ehefrau von Rolf Spinrads in Lachgeschichten – Bananas</ref> Er kam wie Olivia Pascal vom Kinofilm.

Gerd Leienbach kam vom Radio. Er hatte das Programm SWF3 mit aufgebaut und dabei den „Schwarzwaldelch“ erfunden.

Hans Herbert Böhrs stellte sich in der Sendung immer nur mit Hans Herbert vor, er kam durch einen gemeinsamen Freund von ihm und dem Regisseur zur Show:

„Ich bin ja noch immer sehr eng mit Otto Waalkes befreundet. Und Spinrads hatte ja dann die ersten Otto-Shows gedreht. Und dann hatte Spinrads zu dem Manager von Otto gesagt: Was ist das denn für ein Freak hier, der ist ja ganz lustig. Wir wollen da eine neue Sendung machen, kann der nicht mal nach Düsseldorf kommen?“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Hans Herbert Böhrs<ref name="Hans" />

Musik

Die Musikauswahl entsprach die der Plattenküche, es gab unverändert deutsche und internationale Interpreten, wobei Spinrads erneut dafür sorgte, dass italienische und niederländische Künstler eine erhöhte Bedeutung hatten. In der 11. Folge fand der erste Auftritt von Joseph Beuys als Sänger mit dem Titel Sonne statt Reagan statt.

Einige Musiktitel wurden als Video-Clip gedreht, was zu dieser Zeit im europäischen Fernsehen neu war. Darin kamen häufig die Mitarbeiter als Statisten vor, beispielsweise die Bildmischerin, die Produktionsassistentin und die Ehefrau von Spinrads als Nonnen verkleidet bei Alkohol von Herbert Grönemeyer. Es gab auch Titel, die als Außenaufnahme vom Studio weit entfernt aufgenommen wurden:

„Es haben sich auch viele Leute immer gewundert, weil wir so tolle Kulissen hatten, wo einige Gruppen eigentlich so gar nicht richtig hinein gehörten. Depeche Mode hatte dann plötzlich Hühner im Arm.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Hans Herbert Böhrs<ref name="Hans" />

Laufzeit

  • 24. März 1981 bis 19. November 1984 („Best of“)
  • Nachfolgereihe mit demselben Regisseur: Känguru

Weblinks

Fernsehdokumentation

Lachgeschichten – Bananas, ein Film von Winni Gahlen, 45 Min., WDR, 2013

Einzelnachweise

<references />