Zum Inhalt springen

Domenico Ferrari

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. August 2025 um 05:54 Uhr durch imported>Robertk9410 (Lit. erg, WL, korr.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Domenico Ferrari (* 1722 in Piacenza; † 1780 in Paris) war ein italienischer Komponist und Violinist der Vorklassik.

Leben

Seine Lehrer waren die Komponisten Andrea Zani<ref name="NG">Michael Talbot: Stichwort Zani, Andrea in „Grove Dictionary of Music and Musicians“ („The New Grove“) 2nd ed. (Taschenbuch), Band 20, London und New York 2001, S. 641</ref> und Giuseppe Tartini, zu dessen besten italienischen Schülern er gezählt haben soll. Nach Beendigung seiner Studien ließ er sich in Cremona nieder. 1749 hatte er einen ersten Auftritt am Kaiserhof in Wien, wo er als erfolgreicher Violinvirtuose gefeiert wurde. 1753 nahm er eine Stellung am Württembergischen Hof in Stuttgart an, wo er gemeinsam mit Pietro Nardini solistische Auftritte hatte. Mit großem Erfolg spielte Ferrari 1754 bei den Concerts spirituels in Paris, wo er sich definitiv niederließ.

Das bekannte kompositorische Schaffen Ferraris besteht ausschließlich aus Instrumentalmusik. Der Gebrauch des bezifferten Basses ist für seine Violinsonaten charakteristisch, dies gibt seinen Werken einen barocken Charakter. Seine Harmonien und die dreisätzige Form seiner Sonaten entsprechen hingegen eher dem klassischen Stil. In manchen Werken ersetzt er den barocken Laufbass durch eine sich langsam bewegende Basslinie. Der Gebrauch von Flageoletttönen ist von historischem Interesse, da deren Vorkommen in den Sonaten Ferraris zu den frühen Beispielen dieser Technik gehören.

Sein älterer Bruder Carlo Ferrari (1714–1790), war Cellist in der Capella ducale in Parma und veröffentlichte in Paris unter anderem zwei Sammlungen Cellosonaten und zwei Sammlungen zu je sechs Streichersinfonien.

Werke

  • 6 Triosonaten (London, 1757)
  • op. 1-6 36 Sonaten für Violine und Bass (Paris, 1758–1762)
  • op. 2 6 Duo-Sonaten für zwei Violinen Nr. 1 und 2 von Nardini (London, um 1765)
  • op. 2 6 Sonaten für Violine, Cembalo oder Bass, Autorenschaft ungesichert (Amsterdam, c1766–74)
  • Concerto für Violine und Streicher
  • Sonatenfragment für Flöte und Bass
  • 6 nouvelles romances (Paris)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein