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Steinitz (Lohsa)

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Steinitz
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch
Gemeinde Lohsa
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(304)&title=Steinitz 51° 21′ N, 14° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(304) 51° 20′ 39″ N, 14° 22′ 43″ O
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Höhe: 131 m ü. NN
Fläche: 9,89 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Steinitz Flur 1 bis 3, Gemeinde Lohsa. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 304 (31. Dez. 2016)<ref>Meldeamt der Gemeinde Lohsa.</ref>
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 02999
Vorwahl: 035724
Datei:Steinitz zweisteinkreuze.JPG
Steinkreuze in Steinitz

Steinitz, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf in der Oberlausitz und Ortsteil der Gemeinde Lohsa im sächsischen Landkreis Bautzen. Der Ort zählt offiziell zum sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.

Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 154 kB) § 17. In: Webauftritt. Gemeinde Lohsa, abgerufen im März 2026.</ref>

Geographie

Steinitz befindet sich zwischen Friedersdorf im Norden und Weißig im Süden. Im Westen befindet sich das Dorf Caminau mit dem Kaolinwerk Caminau. Der Ort ist umgeben von mehreren großen Wäldern. Östlich von Steinitz beginnt die Driewitz-Milkeler Heiden, mit etwa 20 Quadratkilometern eines der größten unbesiedelten Waldgebiete der Lausitz. Der Eichberg befindet sich unweit des Dorfes.

Rund 1 km südwestlich befindet sich die zu Steinitz gehörende Ortslage Neu-Steinitz und 1 km östlich jenseits der Kleinen Spree die Ortslage Kolbitz.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1306 als Steinicz. Der Ort ist aber vermutlich wesentlich älter, was durch Ausgrabungsfunde bei Lohsa vermutet wird. Für das Jahr 1563 ist ein Rittergut belegt. Noch um 1900 ist Steinitz ein Straßendorf mit gewannähnlicher Block- und Streifenflur mit Gutsblöcken.

Auf dem Eichberg fand im Jahr 1813 ein Gefecht mit dem Truppen von Napoleon statt, ein Denkmal erinnert noch heute daran.

Nach dem Wiener Kongress wurden die Grenzen Europas neu gezogen, dadurch befand sich das sächsische Steinitz nun in Preußen. Die evangelische Pfarrei Königswartha befand sich im Ausland. Nach dem Zweiten Weltkrieg strömten sehr viele Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten in die sorbisch geprägte Region. Dadurch wurde im Laufe der Zeit immer mehr deutsch gesprochen und die sorbische Sprache verdrängt. In den 1930/40er Jahren wechselte der Ort mehrmals die Gemeindezugehörigkeit. Seit dem 1. Januar 1994 gehört der Ort zur Gemeinde Lohsa.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</ref>

Rittergut Steinitz

Im Jahr 1410 befand sich das Gut Steinitz im Besitz der Familie von Schreibersdorff, die es bis auf eine kurze Unterbrechung in der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts besaß. Noch vor 1672 erwarb Hans von Dallwitz das 1563 urkundlich als Rittergut erwähnte Gut Steinitz und veräußerte es 1693 an den Herrn von Schönburg. Es blieb in Familienbesitz, bis es 1803 von dem Herrn von Schkopp erworben wurde. Nach nur dreijährigem Besitz wurde das Rittergut wieder verkauft und wechselte in der Folgezeit häufig seine Besitzer. 1921 erwarb der Prinz Ulrich von Schönburg-Waldenburg das Rittergut. Dr. Adolf Oeren war seit 1933 der letzte Besitzer und wurde 1945 enteignet. Nur zwei Jahre später wurde das Schloss Steinitz abgerissen. Erhalten ist noch ein ruinöses Wirtschaftsgebäude.

Ortsname

Urkundlich überlieferte Formen des Ortsnamens sind Steinicz (1306), Steynicz (1410), Steynicz (1469) und schließlich Steinitz (1622). Noch später als beim deutschen Ortsnamen setzt die schriftliche Überlieferung des sorbischen Ortsnamens ein.

Bevölkerung und Sprache

Datum Einwohner
1825<ref name="HOV">Steinitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> 234
1871 267
1885 249
1900 244
1905 237
1925 289
1939 305
1946 728
1950 482
1964 404
1990 358
2007 349
2009 331

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 281, darunter 278 Sorben (99 %) und nur drei Deutsche.<ref>Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> Gemäß Volkszählung 1910 waren damals 80,3 % der Steinitzer Bevölkerung Sorben; 1925 waren es noch immer 79,9 %.<ref>Michael Richter: Wendische/sorbische Mehrheiten? Umstrittene Volkszählungen zwischen 1925 und 1951. In: Lětopis 1/2018, S. 21–46.</ref> Ernst Tschernik zählte 1956 in der Gemeinde Steinitz einen sorbischsprachigen Anteil von noch 53,2 % der Bevölkerung.<ref>Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 250.</ref> Seitdem ist der Gebrauch des Sorbischen im Ort weiter stark zurückgegangen.

Wirtschaft

In der Nähe gibt es zahlreiche Teiche, die zur Fischzucht genutzt werden. Des Weiteren gibt es sehr viel Wald, der forstwirtschaftlich genutzt wird. Die Forstwirtschaft spielt nach wie vor noch eine große Rolle, aber sie beschäftigt, wie der entstehende Tourismus, nur wenige Menschen. Des Weiteren spielt auch die Landwirtschaft eine wichtige Rolle.

Auch im Dorf gibt es kleine Unternehmen, z. B. eine Obstmosterei, eine Pension, eine Tischlerei und eine Gaststätte.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Steinitz/Šćeńca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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