Zum Inhalt springen

Patrick Bruel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Dezember 2025 um 21:40 Uhr durch imported>Dentalum (Charts upd).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Patrick Bruel Cabourg 2012.jpg
Patrick Bruel (2012)

Patrick Bruel [<templatestyles src="IPA/styles.css" />patʁik bʁyɛl] (* 14. Mai 1959 in Tlemcen, Algerien als Patrick Benguigui) ist ein französischer Sänger, Schauspieler und professioneller Pokerspieler. Nach einem französischen Dekret im Jahre 2003 durfte Patrick Bruel offiziell den Namen Patrick Bruel-Benguigui annehmen.

Leben

Patrick Bruels Eltern Pierre Benguigui und Augusta Kammoun, die sich 1960 scheiden ließen, verließen wie fast alle algerischen Juden Algerien 1962 nach der Unabhängigkeit des Landes. Patrick Bruel wuchs bei seiner Mutter auf, die sich in den sechziger Jahren in Argenteuil, einem Vorort von Paris, niederließ. 1979 hatte er seine erste Rolle in einem französischen Kinofilm. Seitdem steht er regelmäßig in französischen Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. 2001 erhielt er für seine Rolle in dem Film Le lait de la tendresse humaine in Locarno eine Auszeichnung und 2013 eine Nominierung für einen César in Der Vorname.

Von 2004 bis 2007 war Patrick Bruel mit der französischen Autorin und Filmregisseurin Amanda Sthers (alias Amanda Maruani) verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne.

Bruel engagiert sich seit Beginn seiner Karriere politisch. In den 1980er Jahren unterstützte er die Organisation S.O.S. racisme,<ref>Bruel demission, humanite.fr, abgerufen am 6. Mai 2019 (französisch)</ref> 1995 verlegte er geplante Konzerte in Orten mit Bürgermeistern der rechten Partei Front national in benachbarte Städte.<ref>Abstieg in die Hölle. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1995 (online26. Juni 1995).</ref> Im Jahr 1998 erhielt er für sein Engagement den Nationalverdienstorden Ordre national du Mérite.

Musik

Sein erstes Album Vide hatte 1981 keinen Erfolg. 1984 machte er mit dem Chanson Marre de cette nana-là auf sich aufmerksam, insbesondere auch mit seinem ersten Fernsehauftritt in La Chance aux chansons von Pascal Sevran. Sein zweites Album kam 1987 heraus, in jenem Jahr gab er auch ein Konzert im Pariser L’Olympia. 1989 wurde sein Chanson Casser la voix ein großer Erfolg. Mit dem zugehörigen Album Alors regarde brach er in Frankreich alle Rekorde und versetzte die französische Musikwelt ins Staunen. Gleich die erste ausgekoppelte Single landete auf Platz eins der Hitparade, das Album wurde drei Millionen Mal verkauft. Bruels Konzerttournee 1990/1991 hatte über eine Million Zuhörer.

Mit seinen romantischen Chansons, die von Liebe, Kraft und Ehrlichkeit handelten, traf er den Nerv der Jugend, vor allem der weiblichen. In Frankreich prägte sich auf Grund des Verhaltens der jugendlichen Fans der an die Beatles angelehnte Begriff „Bruelmania“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 4. November 2014 im Internet Archive)</ref> Mit mehr als acht Millionen verkauften Tonträgern ist Bruel einer der erfolgreichsten französischsprachigen Musiker.

Bruel nimmt regelmäßig an dem jährlichen Wohltätigkeitskonzert der Enfoirés, dem größten Medienereignis in der francophonen Welt, teil.

Diskografie

Studioalben

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Studioalben

  • 1995: Placa de los héroes

Livealben

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Livealben

  • 1987: Live Olympia ’87
  • 1991: Si ce soir … (FR: Vorlage:Schallplatte)
  • 1995: On s’était dit …
  • 1996: Si ce soir … Vol. 1
  • 1996: Si ce soir … Vol. 2

Kompilationen

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Kompilationen

  • 2002: Patrick Bruel
  • 2007: S’laisser aimer

EPs

  • 1982: Vide

Singles

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Singles

  • 1991: Casser la voix (Live)
  • 1992: J’te l’dis quand même… (Live)
  • 1999: J’te mentirais…

Gastbeiträge

Boxsets

  • 2015: Des souvenirs devant/Lequel de nous

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

Platin-Schallplatte

  • EuropaDatei:Flag of Europe.svg Europa
    • 1991: für das Album Alors, regarde<ref>European Top 100 Albums. Music & Media, 14. Dezember 1991, S. 35, abgerufen am 8. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • 2000: für das Album Juste avant

2× Platin-Schallplatte

Diamantene Schallplatte

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Filmografie (Auswahl)

  • 1979: Wirbelstürme des Lebens (Le Coup de sirocco)
  • 1980: Un pas dans la forêt (TV)
  • 1980: La Mort en sautoir (TV)
  • 1981: Le Rembrandt de Verrières (TV)
  • 1982: Ma femme s'appelle reviens
  • 1982: Paris-Saint-Lazare (TV)
  • 1982: Les Diplômés du dernier rang
  • 1983: Le Bâtard.
  • 1983: Le Grand carnaval
  • 1984: Les Malheurs de Malou (TV)
  • 1984: Zwei Fische auf dem Trockenen (Marche à l’ombre)
  • 1984: Ein Mann um die 50 (La Tête dans le sac)
  • 1985: P.R.O.F.S... und die Penne steht Kopf (P.R.O.F.S.)
  • 1985: Le Mariage blues (TV)
  • 1986: Bitterer Champagner (Champagne amer)
  • 1986: Ein Tag in Paris (Suivez mon regard)
  • 1987: Die Zeit des Verbrechens (Attention bandits!)
  • 1988: Das ermordete Haus (La Maison assassinée)
  • 1989: Waffenbrüder (L’Union sacrée)
  • 1989: Der Preis der Freiheit (Force majeure)
  • 1990: So sind die Tage und der Mond (Il y a des jours… et des lunes)
  • 1992: Sweetheart (Toutes peines confondues)
  • 1993: Doppelte Tarnung (Profil bas)
  • 1995: Hundert und eine Nacht (Les Cent et une nuits de Simon Cinéma)
  • 1995: Sabrina

Poker

Neben seinen beruflichen Erfolgen ist Bruel auch erfolgreicher Pokerspieler. Er gewann bei der World Series of Poker in Las Vegas im Mai 1998 ein Bracelet in der Variante Limit Hold’em sowie ein Preisgeld von 224.000 US-Dollar.<ref>29th World Series of Poker – WSOP 1998 ($ 5,000 Limit Hold’em) in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 16. August 2019 (englisch).</ref> Anfang März 2014 erreichte er beim Main Event der World Poker Tour in Los Angeles den Finaltisch und belegte den mit mehr als 330.000 Dollar dotierten vierten Platz.<ref>World Poker Tour – WPT L.A. Poker Classic ($ 10,000 No Limit Hold’em – WPT LA Poker Classic Main Event) in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 16. August 2019 (englisch).</ref> Insgesamt erspielte sich Bruel bisher über 1,5 Millionen US-Dollar an Live-Preisgeldern.<ref>Patrick Bruel in der Hendon Mob Poker Database, abgerufen am 19. Juni 2018 (englisch).</ref> Er wird vom Onlinepokerraum Winamax gesponsert.<ref>Patrick Bruel auf winamax.fr, abgerufen am 3. Dezember 2019.</ref>

Auf dem französischen Sender canalplus präsentiert Bruel gelegentlich die Übertragung der World Poker Tour.<ref>Le WPT et Patrick Bruel reviennent sur Canal Plus !, hold-em-poker.eu, abgerufen am 16. August 2019 (französisch).</ref>

Weblinks

Quellen

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein