Zum Inhalt springen

Bob Hayes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 15:01 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Bob Hayes Vorlage:SportPicto
Nation Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Geburtstag 20. Dezember 1942
Geburtsort Jacksonville, Florida
Sterbedatum 18. September 2002
Sterbeort ebenda
Karriere
Disziplin Sprint
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Tokio 1964 100 m
Gold Tokio 1964 4 × 100 m
Bob Hayes
Datei:FAMU athlete Robert Hayes practices running on the track.jpg
Bob Hayes
Position:
Wide Receiver
Trikotnummer:
22
geboren am 20. Dezember 1942 in Jacksonville, Florida
gestorben am 18. September 2002, ebenda
Karriereinformationen
NFL Draft: 1964 / Runde: 7 / Pick: 88
College: Florida A&M
 Teams:
Karrierestatistiken
Passfänge     371
damit erzielter Raumgewinn     7.414 Yards
Touchdowns     71
Statistiken bei NFL.com
Statistiken bei pro-football-reference.com
Karrierehöhepunkte und Auszeichnungen
Pro Football Hall of Fame

Bob Hayes (eigentlich: Robert Lee Hayes; * 20. Dezember 1942 in Jacksonville, Florida; † 18. September 2002, ebenda) war ein US-amerikanischer Leichtathlet und American-Football-Spieler. Hayes ist der einzige Sportler, der sowohl Olympiasieger wurde als auch den Super Bowl gewann.

Karriere

Hayes zeigte bereits in seiner Jugend außergewöhnliches Talent für Sprint und American Football.

Sprinter

Datei:Olympics End. U.S. Teams Win Medal Honors, 1964-10-26.ogv
Der Weltrekordlauf der 4-mal-100-Meter-Staffel, bei dem Hayes die Staffel deutlich zurückliegend zum Sieg lief

1963 stellte er über 100 Yards mit 9,1 Sekunden einen Weltrekord auf. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio feierte Hayes seinen größten Erfolg als Sprinter. Zuerst gewann er den Lauf über 100 Meter und egalisierte dabei mit der Zeit von 10,06 Sekunden (Handgestoppt: 9,9) den Weltrekord über diese Strecke. Später errang er als Schlussläufer der US-amerikanischen Mannschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel zusammen mit Paul Drayton, Gerry Ashworth und Richard Stebbins in 39,0 Sekunden seine zweite Goldmedaille und seinen zweiten Weltrekord. Dieses Staffelrennen war die letzte Leichtathletik-Konkurrenz, die Hayes bestritt. Fortan konzentrierte er sich ausschließlich auf seine Karriere als American-Football-Spieler.

Karriere als American-Football-Spieler

Noch Ende 1964 unterzeichnete er einen Vertrag bei den Dallas Cowboys. Hayes spielte auf der Position des Wide Receivers. Seine ersten beiden Saisons waren die erfolgreichsten. In beiden Jahren führte er die Ligastatistik über die meisten gefangenen Touchdowns an. 1971 gewann er mit den Dallas Cowboys den Super Bowl. 1974 wechselte Hayes zu den San Francisco 49ers. Dort spielte er noch eine Saison und zog sich dann vom aktiven Leistungssport zurück. Hayes spielte dreimal im Pro Bowl, dem Auswahlspiel der besten Spieler einer Saison.

Hayes, der für seine einmalige Schnelligkeit „Bullet Bob“ (dt.: „Bob, die Gewehrkugel“) genannt wurde, galt als einer der effektivsten Punt Returner der NFL und sorgte indirekt für die Verbreitung der Zonenverteidigung im American Football. Da kein Cornerback schnell genug war, um ihn in Manndeckung nehmen zu können, waren gegnerische Coaches gezwungen, ihn im Raum decken zu lassen. So beschäftigte Hayes nicht nur einen Cornerback, sondern auch einen Safety, und die Gegner erlernten die damals unübliche Bump-and-Run-Deckung (dt.: Stoß-und-Renn-Deckung), um ihn in den ersten 5 Yards seines Laufweges anzurempeln.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Class of 2009 announced (Memento vom 4. Oktober 2015 im Internet Archive), profootballhof.com</ref> Trotzdem verbuchte Hayes in seiner Karriere 71 Touchdowns, 371 Catches, erzielte damit im Durchschnitt fast 20 Yards Raumgewinn und hatte vier Fänge von 82, 95, 89 and 85 Yards.<ref>Hayes deserves better place in history, ESPN.com.</ref>

Sportliche Ehrungen

Am 31. Januar 2009 wurde Hayes in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen. Er ist Mitglied im Dallas Cowboys Ring of Honor und in der Texas Sports Hall of Fame. Ferner spielte er dreimal im Pro Bowl und wurde dreimal zum All Pro gewählt.

Privatleben

Hayes hatte vier Töchter und einen Sohn.<ref>Lucille Hester: Half the Truth is a Total Lie, Dallas Observer</ref> Hayes wurde 1978 des Drogenhandels überführt<ref>Spalte 3, Mitte: «Zuerst Olympiagold, jetzt Rauschgift». In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 20. April 1978, S. 27.</ref>, verbrachte zehn Monate im Gefängnis und kämpfte zeit seines Lebens gegen Drogenabhängigkeit und Alkoholismus. Am 18. September 2002 starb Hayes im Alter von 59 Jahren in seiner Heimatstadt Jacksonville an Nierenversagen, nachdem er zuvor bereits an Prostatakrebs und einem Leberleiden erkrankt war. Er war zum Zeitpunkt seines Todes völlig verarmt und wurde auf dem Edgewood Cemetery in Jacksonville beerdigt.<ref>Bob Hayes in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>

Sieben Jahre nach seinem Tod wurde Hayes in die Pro Football Hall of Fame eingeführt. Im Vorfeld kam es zu einer Kontroverse, als Hayes’ angebliche Schwester in seinem Namen vor versammelter Öffentlichkeit Hayes’ „Abschiedsbrief“ vorlas. Der Brief enthielt mehrere Fehler (u. a. bezeichnete er seinen Quarterback Roger Staubach als „Roger Stauback“) und war in der Schriftart Calibri verfasst, die zu Hayes’ Lebzeiten noch nicht existierte. Die Frau wurde von der Ehrung ausgeschlossen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.dallasobserver.comHayes’ Family Feud Tarnishes a Long-Awaited Hall of Fame Entry for the Cowboys Great (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ), Dallas Observer</ref>

Weblinks

Commons: Bob Hayes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Thomas Burke | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Frank Jarvis | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Archie Hahn | Zwischenspiele 1906: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Archie Hahn | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Reggie Walker | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ralph Craig | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Charles Paddock | 1924: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Harold Abrahams | 1928: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Percy Williams | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Eddie Tolan | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Jesse Owens | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Harrison Dillard | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Lindy Remigino | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Bobby Morrow | 1960: Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Armin Hary | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Hayes | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jim Hines | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walerij Borsow | 1976: Trinidad und TobagoDatei:Flag of Trinidad and Tobago.svg Hasely Crawford | 1980: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan Wells | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carl Lewis | 1992: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Linford Christie | 1996: KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Donovan Bailey | 2000: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maurice Greene | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Gatlin | 2008: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2012: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2016: JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Usain Bolt | 2020: ItalienItalien Marcell Jacobs | 2024: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Noah Lyles

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Dallas Cowboys Super Bowl VI Champions<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

1975: Bob Lilly | 1976: Don Meredith | 1976: Don Perkins | 1977: Chuck Howley | 1981: Mel Renfro | 1983: Roger Staubach | 1989: Lee Roy Jordan | 1993: Tom Landry | 1994: Tony Dorsett | 1994: Randy White | 2001: Bob Hayes | 2003: Tex Schramm | 2004: Cliff Harris | 2004: Rayfield Wright | 2005: Troy Aikman | 2005: Emmitt Smith | 2005: Michael Irvin | 2011: Charles Haley | 2011: Larry Allen | 2011: Drew Pearson | 2015: Darren Woodson | 2018: Gil Brandt;| 2023: DeMarcus Ware;| 2023: Jimmy Johnson

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Herb Adderley (1980) | Troy Aikman (2006) | Larry Allen (2013) | Lance Alworth (1978) | Gil Brandt (2019) | Harold Carmichael (2021) | Tony Dorsett (1994) | Mike Ditka (1988) | Forrest Gregg (1977) | Charles Haley (2015) | Cliff Harris (2021) | Bob Hayes (2009) | Chuck Howley (2023) | Michael Irvin (2007) | Jimmy Johnson (2021) | Jerry Jones (2017) | Tom Landry (1990) | Bob Lilly (1980) | Tommy McDonald (1998) | Terrell Owens (2018) | Bill Parcells (2013) | Drew Pearson (2021) | Mel Renfro (1996) | Deion Sanders (2011) | Tex Schramm (1991) | Emmitt Smith (2010) | Jackie Smith (2001) | Roger Staubach (1985) | Zach Thomas (2023) | DeMarcus Ware (2023) | Randy White (1994) | Rayfield Wright (2006)

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Larry Allen (2013) | Isaac Bruce (2021) | Roger Craig (2026) | Fred Dean (2008) | Edward DeBartolo Jr. (2016) | Richard Dent (2011) | Chris Doleman (2012) | Kevin Greene (2016) | Charles Haley (2015) | Bob Hayes (2009) | Rickey Jackson (2010) | Jimmy Johnson (1994) | John Henry Johnson (1987) | Ronnie Lott (2000) | Hugh McElhenny (1970) | Joe Montana (2000) | Randy Moss (2018) | Leo Nomellini (1969) | Terrell Owens (2018) | Joe Perry (1969) | Deion Sanders (2011) | O. J. Simpson (1985) | Bob St. Clair (1990) | Y. A. Tittle (1971) | Jerry Rice (2010) | Bill Walsh (1993) | Dave Wilcox (2000) | Patrick Willis (2024) | Rod Woodson (2009) | Bryant Young (2022) | Steve Young (2005)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein