Silges
Silges Gemeinde Nüsttal
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(375)&title=Silges 50° 38′ N, 9° 49′ O
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| Höhe: | 300 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,8 km²<ref name="DF" /> | |||||
| Einwohner: | 375 (31. Dez. 2014)<ref name="DF">Einwohnerstruktur. In: Webauftritt. Gemeinde Nüsttal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Oktober 2020; abgerufen im Oktober 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Vorwahl: | 06652 | |||||
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Silges ist ein Ortsteil der Gemeinde Nüsttal im osthessischen Landkreis Fulda. Er liegt am mittleren Lauf der Nüst und hat rund 380 Einwohner sowie eine Fläche von 3,8 km².
Geschichte
Die Ersterwähnung der Ortschaft als Selhees bzw. Selches fiel in das Jahr 1300, als in einer Urkunde die Übertragung von Einkünften an das Klosterkonvent durch den Fürstabt Heinrich V. von Weilnau (1288–1313) protokolliert wurde. Silges war jedoch bereits in der Hallstattzeit um das Jahr 400 v. Chr. bewohnt, was durch ein aus dieser Zeit stammendes Urnenfeld belegt ist. Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht eindeutig geklärt, er könnte entweder Siedlung des Siegwolf bedeuten oder auf Weideland hinweisen.
Die Herren von Wolferts und von Buchenau waren in Silges begütert. Seit dem Jahre 1510 bildete sich die Unterscheidung von Über- und Niedersilges heraus. Die im Frühmittelalter entstandene Straße von Fulda nach Geisa führte durch Silges.
Sowohl verwaltungsrechtlich als auch kirchlich gehörte Silges im Großteil seiner Geschichte zum Ort Hofaschenbach. Die ehemalige Kapelle von Silges, erbaut im Jahre 1656, war eine Filiale der Pfarrei Hofaschenbach. Sie fiel dem Neubau der jetzigen Kirche St. Odilia zum Opfer.
Gebietsreform
Am 1. Februar 1971 fusionierte Silges im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit fünf weiteren Gemeinden freiwillig zur neuen Gemeinde Nüsttal.<ref>Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 26 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,2 MB]).</ref><ref></ref> Für Silges wurde, wie für die übrigen bei der Gebietsreform nach Nüsttal eingegliederten Gemeinden, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 217 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Nüsttal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2020; abgerufen im Oktober 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Einwohnerentwicklung
- 1812: 30 Feuerstellen, 252 Seelen<ref name="lagis" />
| Silges: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 252 | |||
| 1834 | 258 | |||
| 1840 | 266 | |||
| 1846 | 295 | |||
| 1852 | 267 | |||
| 1858 | 256 | |||
| 1864 | 237 | |||
| 1871 | 232 | |||
| 1875 | 241 | |||
| 1885 | 215 | |||
| 1895 | 203 | |||
| 1905 | 220 | |||
| 1910 | 213 | |||
| 1925 | 193 | |||
| 1939 | 238 | |||
| 1946 | 375 | |||
| 1950 | 353 | |||
| 1956 | 309 | |||
| 1961 | 328 | |||
| 1967 | 315 | |||
| 1970 | 322 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 396 | |||
| 2014 | 375 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | ||||
Religionszugehörigkeit
Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
| • 1885: | 3 evangelische (= 1,40 %), 212 katholische (= 98,60 %) Einwohner |
| • 1961: | 19 evangelische (= 5,79 %), 309 katholische (= 94,21 %) Einwohner |
Literatur
- Heimat- und Geschichtsverein Silges (Hrsg.): 700 Jahre Silges: Ein Dorf im Wandel der Zeiten, Nüsttal-Silges 2000.
- Adrian Seib: Kulturdenkmäler in Hessen. Landkreis Fulda II. Burghaun, Eiterfeld, Hünfeld, Nüsttal, Rasdorf. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Herausgeber und Verlag), Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8062-2607-2, S. 444–450.
- Vorlage:HessBib
Weblinks
- Ortsteil Silges. In: Webauftritt der Gemeinde Nüsttal.
- Silges. Ortsgeschichte, Infos. In: www.silges.de. Heimat- und Geschichtsverein Silges e. V.
- Silges, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
<references> <ref name="lagis">Silges, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> </references>
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