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Mensdorf

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Mensdorf
Gemeinde Doberschütz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Mensdorf 51° 30′ N, 12° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 30′ 5″ N, 12° 38′ 37″ O
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Eingemeindung: 1936
Eingemeindet nach: Mörtitz
Postleitzahl: 04838
Vorwahl: 034244

Mensdorf war ein Dorf nördlich der Stadt Eilenburg und wurde 1936 zum Einheitsdorf Mörtitz vereinigt. Der Ort gehört heute zur Gemeinde Doberschütz im Landkreis Nordsachsen des Freistaates Sachsen.

Geografische Lage

Mensdorf liegt nördlich von Eilenburg. Im Westen fließt die Mulde am Ort vorbei und im Osten führt die Staatsstraße 11 (Eilenburg–Bad Düben) vorbei. Der Ortsteil Mörtitz besteht aus den Siedlungsbereichen Mörtitz, Mensdorf und Rote Jahne.

Geschichte

Mensdorf

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen „Mezdorf“ stammt aus dem Jahre 1314. Seit 1404 wurde Mensdorf erstmals Rittersitz genannt.<ref name="hov">Angaben zur Geschichte von Mensdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen</ref> Im Jahre 1678 wurden in Mensdorf an der Mulde zahlreiche uralte Urnen gefunden.<ref>Zeitschrift für Ethnologie, Band 11, 1879 (Online)</ref><ref>Jeremias Simon: Eilenburgische Chronica, oder Beschreibung der sehr alten Burg, Schlosses und Stadt Eilenburg, 1696 (Online)</ref> Mensdorf gehörte bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Eilenburg.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam es zu Preußen und wurde 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem es bis 1952 gehörte.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref>

Rote Jahne

Das Dorf Rothejane nordöstlich von Mensdorf ist um 1350 belegt. Um 1529 wird der Ort als Wüstung bezeichnet. Rothejane gehörte wie Mensdorf bis 1815 zum sächsischen Amt Eilenburg und kam durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 zu Preußen und 1816 zum preußischen Landkreis Delitzsch. 1822 ist das Vorwerk Rothejane belegt.<ref>Rothejane im Historischen Ortsverzeichnis Sachsen</ref><ref>Rothejane im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> 1936 eröffnete der Flugplatz Eilenburg in Rothejane unter dem Decknamen „Maas“ für die militärische Nutzung. Nach einer Unterbrechung von 14 Jahren wurde dieser ab 1959 bis 1990 wieder militärisch genutzt. Nach 1990 war am Flugplatz Eilenburg für kurze Zeit eine Ausbildungsstätte für die zivile Luftfahrt eingerichtet worden. Seit dem 8. November 2002 ist Rote Jahne als neuer Gemeindeteil von Doberschütz ausgewiesen.

Geschichte seit der Eingemeindung nach Mörtitz 1936

Am 1. April 1936 wurden Mensdorf und Rote Jahne nach Mörtitz eingemeindet. Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde Mörtitz mit Mensdorf und Rothejane dem Kreis Eilenburg im Bezirk Leipzig angeschlossen, welcher 1994 im Landkreis Delitzsch aufging. 1996 erfolgte die Eingemeindung von Mörtitz mit fünf weiteren Gemeinden zur Gemeinde Doberschütz.

Datei:Fotothek df rp-b 0240054 Doberschütz-Mensdorf. Ehem. Windmühlengehöft, Dorfstraße 11.jpg
Ehem. Windmühlengehöft, Dorfstraße 11 am 8. Aug. 1975

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1818 223
1829<ref>Carl Geißler: Chronik der Stadt Eilenburg und der Umgebung. Meyner, 1829. (Online)</ref> 270
1880 367
1895 412
1910 425
1925 398
1939 297

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Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Siehe auch

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