Zum Inhalt springen

Placide Nicod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. August 2025 um 21:14 Uhr durch imported>Aka (Weblinks: Commons hinzugefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Placide Nicod.jpg
Placide Nicod

Placide Nicod (* 29. Januar 1876 in Bottens; † 1. August 1953 in Evian; heimatberechtigt in Malapalud) war ein Schweizer Orthopäde.

Leben

Placide Nicod war der Urenkel des Politikers François Nicolas Longchamp (1763–1809). Seine Eltern waren der Landwirt Gustave Nicod und dessen Ehefrau Marie geb. Chiffelle.

Er studierte Medizin an der Universität Genf und erlangte 1901 das schweizerische Ärztediplom. Seit 1908 Assistenzarzt bei César Roux in Lausanne, wurde er 1912 promoviert.<ref>Dissertation: Le genu valgum.</ref>

Beruflich war er ab 1903 als Arzt am Hospice orthopédique de la Suisse romande in Lausanne tätig, als dessen Chefarzt und Direktor er von 1905 bis 1948 fungierte. Darüber hinaus lehrte Nicod ab 1913 als Privatdozent für Orthopädie, von 1931 bis 1947 als a.o. Professor für Orthopädie und chirurgische Orthopädie sowie von 1935 bis 1947 für Physiotherapie, an der Universität Lausanne. Zudem eröffnete er im Jahr 1912 ein orthopädisches Privatinstitut, das sich auf die Bewegungstherapie spezialisierte.<ref>Arnd Krüger: Geschichte der Bewegungstherapie, in: Präventivmedizin. Springer, Heidelberg Loseblatt Sammlung 1999, 07.06, S. 1–22.</ref>

Er war katholisch, heiratete 1903 Marie-Madeleine, die Tochter des Tessiner Unternehmers Donato Brazzola, und starb im 78. Lebensjahr.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wirken

Placide Nicod galt als der führende Westschweizer Orthopäde seiner Zeit, der sich besondere Verdienste um die (orthetische) Therapie der Kinderlähmung, die Etablierung der operativen Orthopädie sowie die physiotherapeutische Ausbildung erwarb.

Literatur

  • Beat Rüttimann: Wilhelm Schulthess (1855–1917) und die Schweizer Orthopädie seiner Zeit. Schulthess, Zürich 1983, ISBN 3-7255-2219-7. (Habilitationsschrift Univ. Zürich, 1988), S. 137–143.
  • Michel Gross: Placide Nicod. Un pionnier de l'orthopédie moderne. Editions Cabédita, Yens sur Morges 1993, ISBN 2-88295-112-4.
  • Professeurs Lausanne, S. 918 f.
  • Hubert Steinke: Placide Nicod. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Weblinks

Commons: Placide Nicod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein