Power Pop
Power Pop ist eine Bezeichnung für einen Musikstil zwischen Rock und Pop, der sich durch kurze „3 1/2-minute pop songs“, einfache Arrangements, starke Melodien und markante Riffs auszeichnet und hauptsächlich von der Popmusik der 1960er Jahre, der Mods, der Beatmusik und teils von amerikanischem Pop der 1960er Jahre inspiriert ist. Der Power Pop der 1970er und 1980er Jahre fiel teilweise mit der Punk- und New-Wave-Bewegung zusammen und hatte hörbaren Einfluss auf den modernen Pop-Punk und Indie-Pop.
Begriffsherkunft und frühe Vorläufer
Der Begriff „Power Pop“ wurde angeblich zum ersten Mal von Pete Townshend von The Who benutzt, als er sich 1967 bezüglich des Stils seiner Band folgendermaßen äußerte:
“Power pop is what we play — what the Small Faces used to play, and the kind of pop the Beach Boys played in the days of ‘Fun, Fun, Fun’ which I preferred.”
„Wir spielen Power Pop — das, was die Small Faces früher gespielt haben, und die Art von Popmusik, die die Beach Boys in den Zeiten von ‚Fun, Fun, Fun‘ gespielt haben, was mir besser gefiel.“
Neben den bereits genannten Beach Boys und The Who gelten die Kinks, The Move und vor allem die Beatles als musikalischer Ursprung des Power Pop, auch die Everly Brothers spielten Mitte der 1960er Jahre bereits einen als Power Pop kategorisierbaren Musikstil. Auch Bands der 1970er Jahre wie die Badfinger, Big Star und die Raspberries wurden nachträglich dem Powerpop zugeordnet.<ref name="power pop">uk.real.com</ref>
Kommerzieller Höhepunkt in den 1970er und 1980er Jahren
Bis etwa 1978 erfuhr der Begriff Power Pop keine sonderliche Verbreitung, bis er von Musikjournalisten wieder aufgegriffen wurde, die ihn als Euphemismus für poppigere Punk-Gruppen verwendeten, um Punk in kommerziellere Bahnen zu lenken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Album Reviews ( vom 19. September 2007 im Internet Archive)</ref> Zu dieser Zeit wurden Künstler wie Elvis Costello, Dave Edmunds, Nick Lowe,<ref name="time">Jay Cocks: Music: Bringing Power to the People, Time, 26. Juni 1978.</ref> aus dem direkten Punk-Umfeld stammende Bands wie die Rich Kids und die Buzzcocks ebenso wie Protagonisten des Mod-Revivals wie The Jam oder die Vapors als Power Pop bezeichnet. Auch bei der Kleidung dieser Gruppen zeigte sich häufig der Einfluss der Mod-Szene oder der British Invasion mit ihren einfarbigen Anzügen, schmalen Krawatten<ref name="power pop" /> und Kurzhaarfrisuren. Einige Bands, wie die Romantics, fielen allerdings auch durch New-Wave-Haarschnitte und Leder-Outfits auf.
Weiterwirken des Stils und Einflüsse auf andere Musikrichtungen
Mit seiner Eingängigkeit schaffte es der Power Pop, zu einem der sich am längsten haltenden Trends der Popmusik zu werden.<ref name="shoes">Ira Robbins: A User's Guide to Shoes, emusic.com</ref> Er übt noch heute großen Einfluss auf viele Gruppen aus, in untereinander verwandten Genres wie Indiepop (Teenage Fanclub<ref name="power pop" />), Alternative Rock (The Cardigans<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>, The Dandy Warhols<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>, Fastball<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Review - Fastball, "Little White Lies" ( vom 1. April 2009 im Internet Archive)</ref>, Maxïmo Park<ref>tagesspiegel.de</ref>), Pop-Punk (Bowling for Soup<ref> (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>, Good Charlotte, Jimmy Eat World<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 30. Dezember 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>, Simple Plan, Weezer<ref>laut.de</ref>) und Britpop (Babyshambles, The Libertines, Supergrass<ref>laut.de</ref>).
Weitere Bands
<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />
- 20/20<ref name="history"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />— ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Dezember 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Paul Collins’ Beat (aka The Beat)
- Big Star
- Blondie
- The Boys
- Buzzcocks
- The Cars
- Cheap Trick<ref name="power pop" />
- The Chords
- The dB’s
- The Easybeats<ref name="history" />
- The Innocents
- The Jam
- The Knack<ref name="power pop" />
- Matthew Sweet<ref name="power pop" />
- Merrymakers
- The Not Amused
- The Pleasers
- The Plimsouls<ref name="power pop" />
- The Posies<ref name="power pop" />
- The Records
- Redd Kross
- Rockpile<ref name="time" />
- The Romantics<ref name="history" />
- Shoes<ref name="shoes" />
- Squeeze
- Teenage Fanclub
- Bram Tchaikovsky
- The Vapors
- The Wannadies
- XTC
- Snow Patrol
Einzelnachweise
<references />
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-08
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-12
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2022-12
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-08
- Stilrichtung der Rockmusik