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Hans vom Kothen

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Hans vom Kothen, auch Hans von Kothen<ref name=":0">Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue, 1928-1945: die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. M. Rademacher, 2000, ISBN 978-3-8311-0216-7, S. 344 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref><ref>Dušan Nećak: Die österreichische Legion II: nationalsozialistische Flüchtlinge in Jugoslawien nach dem misslungenen Putsch vom 25. Juli 1934. Böhlau, 1996, ISBN 978-3-205-98318-7, S. 68 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref><ref name=":1">Curt Vinz: Dokumentation deutschsprachiger Verlage. Günter Olzog Verlag, 1962, S. 14 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> (* 1. Dezember 1894<ref name=":0" /> in Neuss; † 23. November 1969 in Pfullingen<ref>Materialdienst–Längsschnitt durch die geistige Strömungen und Fragen der Gegenwart. 33. Jahrgang, Nr. 1, 1. Januar 1970, S. 9.</ref>) war ein deutscher Politiker und Gauleiter (NSDAP).

Leben

Hans vom Kothen besuchte die Volksschule und schloss das Gymnasium mit dem Abitur ab.<ref name=":2">Karl Höffkes: Hitlers politische Generale: die Gauleiter des Dritten Reiches : ein biographisches Nachschlagewerk. Grabert-Verlag, 1986, ISBN 978-3-87847-082-3, S. 190 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> Anschließend begann er ein Psychologiestudium, welches er abschloss.

Am 3. November 1923 trat er kurz vor dem Parteiverbot Ende des gleichen Monats in die NSDAP ein. Zum 1. Dezember 1930 schloss er sich erneut der neu gegründeten NSDAP an (Mitgliedsnummer 378.102).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22531345</ref><ref name=":2" />

Ab Juli 1931 war er zunächst Kreisleiter im Untertaunuskreis<ref>Alfred Elste, Siegfried Pucher: Kärntens braune Elite. Hermagoras/Mohorjeva, 1997, ISBN 978-3-85013-476-7, S. 92 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> und wurde im November 1932 als stellvertretender Gauleiter nach Kärnten versetzt.<ref name=":2" /> Am 1. Februar 1933 wurde er auf Initiative von Theodor Habicht<ref>Alfred Elste, Dirk Hänisch: Auf dem Weg zur Macht: Beiträge zur Geschichte der NSDAP in Kärnten von 1918 bis 1938. Braumüller, 1997, ISBN 978-3-7003-1153-9, S. 358 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> als Nachfolger des von Habicht enthobenen Hugo Herzog Gauleiter der NSDAP des Reichsgaues Kärnten. Aufgrund des Politikwechsels Deutschlands gegenüber Österreich nach dem Röhm-Putsch musste er im Juli 1934 nach Deutschland zurückkehren.

Später ließ er sich in Garmisch, Wachsensteinstraße 13, nieder und kandidierte auf dem Wahlvorschlag der NSDAP auf dem Listenplatz mit der Nummer 483 bei der Wahl zum Deutschen Reichstag am 29. März 1936,<ref>Statistik des Deutschen Reichs. Statistisches Reichsamt., 1936, S. 15 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> zog aber nicht in den nationalsozialistischen Reichstag ein.

Am 16. Dezember 1939 erfolgte sein Ausschluss aus der NSDAP. Ihm wurde der Verstoß gegen das Arbeitsethos und die guten Sitten zur Last gelegt, weswegen er zusätzlich zum Parteiausschluss drei Monate Haft erhielt. Ein Einspruch gegen den Parteiausschluss vor dem Obersten Parteigericht scheiterte am 22. Januar 1940.<ref name=":2" />

Anschließend war er als freier Handelsvertreter tätig und betätigte sich in den der SS unterstellten Deutschen Erd- und Steinwerke.

Nach dem Krieg bemühte er sich, nachdem er bereits unter Otto Orlowsky beim Verlag gearbeitet hatte, den esoterischen, okkulten Baum-Verlag gemeinsam mit Karl Otto Schmidt, welcher den Verlag bis zum Verbot 1941 gemeinsam mit Orlowsky geleitet hatte,<ref>Michael Niehaus, Wim Peeters, Horst Gruner, Stephanie Wollmann: Erfolg: Institutionelle und narrative Dimensionen von Erfolgsratgebern (1890-1933). transcript Verlag, 2021, ISBN 978-3-8394-5573-9, S. 271 (google.de [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> wieder aufzubauen. 1949/50 konnte er die Wiederzulassung des Verlags erreichen<ref name=":1" /> und die Hauptpublikation Die weiße Fahne erschien wieder. Nach seinem Tod 1969 konnte kein Nachfolger an der Verlagsspitze gefunden werden, sodass der Verlag an den Hermann Bauer Verlag verkauft werden musste.

1955 erwarb er einen weiteren Verlag. Der Verlag erhielt den Namen Einhorn-Verlag Hans von Kothen und Kothen verlegte den Verlagssitz nach Pfullingen, wo er wohnte. 1957 strukturierte er den Verlag um und gab das Verlagsgeschäft auf, um sich nur noch als Versandbuchhandlung zu positionieren.<ref>Ottilie Thiemann-Stoedtner: Dachauer Maler: der Künstlerort Dachau von 1801-1946. Verlagsanstalt "Bayerland", 1981, ISBN 978-3-922394-02-0, S. 214 (google.com [abgerufen am 3. März 2022]).</ref> Mitte März 1970 wurde der Einhorn-Verlag Hans von Kothen durch die Erben an Eduard Dietenberger verkauft, der fortan offiziell den Namen Einhorn-Verlag führen konnte.<ref>Chronik • einhorn-Verlag+Druck GmbH. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. März 2022; abgerufen am 3. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/einhornverlag.de</ref>

Literatur

  • Protokolle des Ministerrates der Ersten Republik, 1918-1938, Teil 8, Band 5, S. 647
  • Alfred Elste, Siegfried Pucher: Kärntens braune Elite. 1997, diverse Seiten.

Einzelnachweise

<references />

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