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Haisterbach

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Haisterbach
Stadt Erbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(413)&title=Haisterbach 49° 38′ N, 8° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(413) 49° 37′ 39″ N, 8° 58′ 37″ O
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Höhe: 325 (306–367) m ü. NHN
Fläche: 5,88 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 413 (31. Dez. 2014)<ref>Einwohnerstatistik. In: Webauftritt. Stadt Erbach, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen im Mai 2016.</ref>
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 64711
Vorwahl: 06062


Haisterbach ist ein Stadtteil von Erbach im südhessischen Odenwaldkreis. Zu Haisterbach gehört der Weiler Marbach.

Geographie

Datei:Eberbach Haisterbach Marbach Stausee.JPG
Marbachsee. Rückhaltestausee beim Weiler Marbach. Beliebtes Ziel für Badefreunde und Wassersportler. (Juni 2011)

Das offenes Dorf Günterfürst mit unregelmäßigem Grundriss liegt bei doppelseitiger Gehängelage im Buntsandstein-Odenwald, ca. 3,5 km südöstlich von Erbach. Es ist umgeben von einer hochgelegenen Rodungsinsel zwischen Mümling und Mossaubach.<ref name="lagis" /> Das Gebiet des Stadtteils besteht aus der Gemarkung Haisterbach mit einer Fläche von 588 Hektar,<ref name="Gindex">Gemarkung Haisterbach. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2025.</ref> auf 320 bis 430 1234 m ü. NHN, davon sind 301 Hektar Wald. In der Gemarkung liegen die folgenden aktuellen bzw. historischen Siedlungsplätze:<ref name="lagis" />

Die Ortslage befindet sich auf 306 bis 367 m ü. NHN und der höchste Punkt der Gemarkung ist ca. 440 m ü. NHN.

In der Ortslage befindet sich die Quelle eines kleinen Bachs, der nach Osten zur gut einen Kilometer entfernten Mümling fließt. Die Mümling im Osten und der Marbach mit dem Marbach-Stausee im Süden bilden die Gemarkungsgrenze. An den Stadtteil Haisterbach grenzen, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, die Erbacher Stadtteile Günterfürst, Schönnen und Ebersberg, der Ortsteil Hetzbach der Gemeinde Oberzent und der Ortsteil Hüttenthal der Gemeinde Mossautal. Der Ort ist über die Kreisstraße 46 erreichbar. Diese zweigt von der Bundesstraße 45 zwischen Schönnen und Lauerbach in westlicher Richtung ab und führt über Günterfürst nach Haisterbach, wo sie endet.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1353.<ref name="lagis" /> In erhaltenen Urkunden wurde Haisterbach unter den folgenden Namen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung)<ref name="lagis" />: Heysterbuch (1353), Heisterbuch (1414), Hesterbuch (1434), Heysterbuch (1443) und Heisterbach (1484).

Haisterbach gehörte zum Amt Erbach der Grafschaft Erbach, die mit der Mediatisierung 1806 Teil des Großherzogtums Hessen wurde. Ab 1822 gehörte Haisterbach zum Landratsbezirk Erbach, ab 1852 zum Kreis Erbach (ab 1939: „Landkreis Erbach“), der – mit leichten Grenzberichtigungen – seit 1972 Odenwaldkreis heißt. Nach Auflösung des Amtes Erbach 1822 nahm die erstinstanzliche Rechtsprechung für Haisterbach das Landgericht Michelstadt wahr, ab 1879 das Amtsgericht Michelstadt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Haisterbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Kreisstadt Erbach eingegliedert.<ref name="DEZ-1071">Gemeindegebietsreform Hessen; Zusammenschlüsse und Eingliederung von Gemeinden vom 29. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84 ff., Punkt 94, Abs. 75 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Haisterbach wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 16 kB) § 4. In: Webauftritt. Kreisstadt Erbach, abgerufen im Januar 2025.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Haisterbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

  • 1717: 8 wehrfähige Männer<ref name="lagis" />
  • 1961: 192 evangelische (= 87,67 %), 24 katholische (= 10,96 %) Einwohner<ref name="lagis" />
Haisterbach: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2023
Jahr  Einwohner
1829
  
135
1834
  
140
1840
  
175
1846
  
181
1852
  
198
1858
  
195
1864
  
219
1871
  
225
1875
  
255
1885
  
245
1895
  
228
1905
  
221
1910
  
226
1925
  
263
1939
  
232
1946
  
334
1950
  
319
1956
  
253
1961
  
219
1967
  
248
1970
  
239
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
417
2014
  
432
2023
  
394
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; Stadt Erbach

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Haisterbach 417 Einwohner. Darunter waren 21 (5,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 69 Einwohner unter 18 Jahren, 180 zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 64 und 78 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 177 Haushalten. Davon waren 51 Singlehaushalte, 57 Paare ohne Kinder und 57 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 117 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Politik

Ortsbeirat

Für Haisterbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Haisterbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher, nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung gebildet. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Haisterbach 65,00 %. Alle Kandidaten gehörten der Haisterbacher Liste an.<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbezirk Haisterbach. In: Votemanager. Kreisstadt Erbach, abgerufen im Februar 2025.</ref> Der Ortsbeirat wählte Ulrich Brunner zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Haisterbach. In: Ratsinfosystem. Kreisstadt Erbach, abgerufen im Februar 2025.</ref>

Verkehr

Haisterbach wird für den überörtlichen Verkehr durch die Kreisstraße K 46 erschlossen, die von der Bundesstraße 45 im Mümlingtal über Günterfürst zu diesem Ort hinaufführt und hier endet. Die Buslinie 48 der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) stellt den öffentlichen Personennahverkehr sicher.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Haisterbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juli 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 36 und 90, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Bullau mit Bullauer Eutergrund | Dorf-Erbach mit Habermannskreuz | Ebersberg | Elsbach | Kernstadt Erbach (**) | Erbuch (*) | Erlenbach | Ernsbach (*) | Günterfürst | Haisterbach mit Marbach | Lauerbach | Weiler Roßbach (**) | Schönnen

Anmerkung: (*) gemeinsamer Ortsbezirk Ernsbach-Erbuch | (**) gemeinsame Gemarkung ohne Ortsbeirat

Vorlage:Klappleiste/Ende