Renate Finke-Osiander
Renate Finke-Osiander, geborene Osiander (* 4. Mai 1926 in Berlin; † 17. April 2025<ref>Traueranzeige im General-Anzeiger Bonn vom 3. Mai 2025, abgerufen am 3. Mai 2025</ref>), war eine deutsche Botschafterin.
Leben
Unter Walter Scheel und Hans-Dietrich Genscher war Renate Finke-Osiander Vortragende Legationsrätin I. Klasse und Leiterin des Referats Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, Albanien im Auswärtigen Amt.<ref>Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1976. Oldenbourg Verlag, München 2007, ISBN 978-3-486-58040-2, oldenbourg-wissenschaftsverlag.de (PDF).</ref>
Zu dem von Ursula Müller und Christiane Scheidemann im Jahr 2000 herausgegebenen Band<ref>https://d-nb.info/960091866/04</ref> Gewandt, geschickt und abgesandt. Frauen im diplomatischen Dienst steuerte sie einen Erfahrungsbericht mit dem Titel Ostpolitik – erste Schritte mit Willy Brandt bei.
In einem Leserbrief an den das Magazin Der Spiegel kritisierte sie 2005, dass Bundesaußenminister Joschka Fischer im Zusammenhang der vom Auswärtigen Amt in Auftrag gegebenen zeithistorischen Erforschung personeller Kontinuitäten der deutschen Diplomatie zwischen NS-Zeit und Bundesrepublik „die Mitgliedschaft in der NSDAP zum Kriterium der persönlichen Verstrickung“ gemacht habe. „Ein Freund meines Vaters schreibt in einem 1968 erschienenen Bericht über seine Tätigkeit im Auswärtigen Dienst zwischen 1920 und 1945, Reichsaußenminister von Neurath habe den Beamten nahe gelegt, nach Möglichkeit in die NSDAP einzutreten, damit ein Stand von etwa 60 bis 70 Prozent Parteigenossen erreicht und vermieden werde, dass die Partei ihre Leute ins Amt setze.“<ref>Das kleinere Übel. In: Der Spiegel. 24. April 2005, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. Mai 2025]).</ref>
Renate Finke-Osiander war ab 1959 mit dem promovierten Volkswirt und Ministerialdirektor Wolfgang Finke-Osiander (* 1925 in Sörnewitz), geborenem Finke, verheiratet. Sie hatten drei Kinder<ref>Zur Karriere wirst du nicht geküßt. In: Der Spiegel. Nr. 45, 1988 (online).</ref> (Andreas, Anja und Daniela).<ref>Finke, Wolfgang. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 305.</ref>
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Christian Feit | Deutsche Botschafterin in Brüssel 1987–1988 | Christoph Jessen |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Finke-Osiander, Renate |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Diplomatin |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1926 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 17. April 2025 |