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Ligabueino

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Ligabueino
Zeitliches Auftreten
Unterkreide (Barremium bis Unteres Aptium)<ref name="carrano_08"/>
Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert!Vorlage:Erdzeitalter/Wartung/Parameterfehler Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Dinosaurier (Dinosauria)
Echsenbeckensaurier (Saurischia)
Theropoda
Ceratosauria
Abelisauroidea
Ligabueino
Wissenschaftlicher Name
Ligabueino
Bonaparte, 1996
Arten
  • Ligabueino andesi (<templatestyles src="Person/styles.css" />Bonaparte, 1996)

Ligabueino ist eine wenig bekannte Gattung kleiner theropoder Dinosaurier aus der Gruppe der Abelisauroidea. Die sehr unvollständigen Überreste stammen aus Argentinien und werden auf die Unterkreide datiert (Barremium bis frühes Aptium).<ref name="carrano_08"/> Einzige Art ist Ligabueino andesi.

Ligabueino wurde 1996 von José Fernando Bonaparte erstmals wissenschaftlich beschrieben<ref name="bonaparte_96"/> und trägt seinen Namen zu Ehren des italienischen Geschäftsmanns und Gelehrten Giancarlo Ligabue<ref name="creisler"/>.

Merkmale

Der einzige bekannte Fund gehörte zu einem etwa 70 cm langen Tier.<ref name="holtz"/> Dabei handelte es sich wahrscheinlich um ein Jungtier, worauf die von den Wirbelkörpern separierten Neuralbögen hinweisen. Verschiedene Merkmale zeigen die Zugehörigkeit zur Gruppe Abelisauroidea, wie beispielsweise die anteroposterior kurzen Dornfortsätze der Halswirbel.<ref name="carrano_2011"/>

Systematik

Ligabueino könnte der älteste bekannte Vertreter der Noasauridae gewesen sein, einer Gruppe innerhalb der Abelisauroidea. Hierauf deuten die langen Wirbelzentren der Rückenwirbel sowie die Form eines Gelenkknorrens des Oberschenkelknochens. Eindeutige, gemeinsam abgeleitete Merkmale (Synapomorphien) der Noasauridae können jedoch nicht ausgemacht werden, weshalb Ligabueino derzeit als nicht weiter zuzuordnender Vertreter der Abelisauroidea geführt werden muss.<ref name="carrano_08"/>

Fund

Der einzige Fund (Holotyp, Exemplarnummer MACN-N-42) stammt aus dem Departamento Catán Lil im Zentrum der Provinz Neuquén im Süden Argentiniens. Die Gesteine des Fundorts gehören zur La-Amarga-Formation.<ref name="coria_07"/>

Der Fund besteht lediglich aus einer Handvoll fragmentarischer Knochen. So sind der Neuralbogen eines Halswirbels, das Wirbelzentrum eines Rückenwirbels, ein vollständiger Schwanzwirbel, der Großteil des rechten Darmbeins (Ilium), zwei fragmentarische Schambeine (Pubes), ein Oberschenkelknochen (Femur), zwei Zehenglieder (Phalangen) sowie andere, unbestimmbare Fragmente überliefert.<ref name="coria_07"/>

Einzelnachweise

<references> <ref name="carrano_08">Matthew T. Carrano, Scott D. Sampson: The Phylogeny of Ceratosauria (Dinosauria: Theropoda). In: Journal of Systematic Palaeontology. Bd. 6, Nr. 2, 2008, ISSN 1477-2019, S. 183–236, doi:10.1017/S1477201907002246.</ref>

<ref name="bonaparte_96">José F. Bonaparte: Cretaceous tetrapods of Argentina. In: Münchner geowissenschaftliche Abhandlungen. Reihe A: Geologie und Paläontologie. Bd. 30, 1996, ISSN 0177-0950, S. 73–130.</ref>

<ref name="creisler">Ben Creisler: Dinosauria Translation and Pronunciation Guide. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Juli 2011; abgerufen am 7. August 2014.</ref>

<ref name="holtz">Thomas R. Holtz Jr.: Supplementary Information. zu: Thomas R. Holtz Jr.: Dinosaurs. The most complete, up-to-date Encyclopedia for Dinosaur Lovers of all ages. Random House, New York NY 2007, ISBN 978-0-375-82419-7, online (PDF; 184,08 kB).</ref>

<ref name="carrano_2011">Matthew T. Carrano, Mark A. Loewen, Joseph J. W. Sertich: New materials of Masiakasaurus knopfleri Sampson, Carrano, and Forster, 2001, and implications for the morphology of the Noasauridae (Theropoda: Ceratosauria) (= Smithsonian Contributions to Paleobiology. Bd. 95, ISSN 0081-0266). Smithsonian Institution Scholarly Press, Washington DC 2011.</ref>

<ref name="coria_07">Rodolfo A. Coria: Nonavian Theropods. In: Zulma Gasparini, Leonardo Salgado, Rodolfo A. Coria (Hrsg.): Patagonian Mesozoic reptiles. Indiana University Press, Bloomington IN u. a. 2007, ISBN 978-0-253-34857-9, S. 229–256.</ref> </references>