Zum Inhalt springen

Aafia Siddiqui

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. November 2025 um 08:54 Uhr durch imported>Cluas fhada (Änderung 261620154 von ~2025-34063-25 rückgängig gemacht; Beleg? Außerdem stimmt das Tempus nicht.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Afia-grad-01a.jpg
Aafia Siddiqui (2007)

Aafia Siddiqui ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 2. März 1972 in Karatschi) ist eine pakistanische Neurowissenschaftlerin. Am 3. Februar 2010 wurde sie in Manhattan wegen versuchten Mordes verurteilt, nachdem sie auf Soldaten geschossen hatte, die sie in ihrer Gefangenschaft bewachen sollten.

Familiärer Hintergrund

Aafias Vater, Muhammad Siddiqui, war Arzt. Aafia hat zwei Geschwister: ihr Bruder lebt als Architekt in Houston; ihre Schwester Fowzia arbeitete nach ihrem Harvard-Abschluss als Neurologin am Sinai-Krankenhaus in Baltimore, bis sie nach Pakistan zurückkehrte.<ref name="ozment">Katherine Ozment: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Who's Afraid of Aafia Siddiqui? (Memento vom 25. Januar 2009 im Internet Archive) - Boston Magazine vom Oktober 2004</ref>

Ausbildung

Aafia zog 1990 zu ihren Geschwistern nach Texas und absolvierte an der University of Houston ihr erstes Studienjahr; anschließend wechselte sie ans Massachusetts Institute of Technology,<ref name="ozment" /><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The Grey Lady of Bagram: Dr. Aafia Siddiqui.] In: MuslimMatters.org. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. August 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> wo sie 1995 ihren ersten Abschluss erhielt.<ref name="alumna">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Reported Capture of MIT Alumna Denied by FBI.] The Tech, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Februar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tech.mit.eduVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im selben Jahr wurde sie über das Telefon mit dem Anästhesisten Amjad Mohammed Khan verheiratet.<ref name="guardian1">Declan Walsh: The mystery of Dr Aafia Siddiqui. In: The Guardian. 24. November 2009, abgerufen am 22. Januar 2025 (englisch).</ref> Aafia Siddiqui schrieb sich an der Brandeis University für kognitive Neurowissenschaften ein und wurde 2001 für ihre Dissertation Separating the Components of Imitation zur Ph.D. promoviert.

Im Mai 2002 befragte das FBI Aafia Siddiqui und ihren Mann, nachdem diese für 10.000 Dollar Nachtsichtgeräte, schusssichere Westen und militärische Handbücher gekauft hatten, darunter The Anarchist's Arsenal.<ref name="guardian1" /><ref name="ozment" /> Im Juni 2002 kehrte das Paar nach Pakistan zurück.<ref name="DerSpiegel">Juliane von Mittelstaedt: Die gefährlichste Frau der Welt. In: Der Spiegel. Nr. 48, 2008, S. 130–136 (online).</ref><ref name="guardian1" /> Ihre Ehe wurde im Oktober geschieden.

Im Dezember 2002 kehrte Aafia Siddiqui in die USA zurück, angeblich zur Stellensuche. Sie eröffnete ein Postfach auf den Namen des Terrorverdächtigen Majid Khan, wobei sie diesen als ihren Ehemann ausgab.<ref name="Harpers">Petra Bartosiewicz: The Intelligence Factory. In: Harper’s Magazine. 1. November 2009, abgerufen am 22. Januar 2025 (englisch).</ref>

Vor ihrem Verschwinden war Aafia Siddiqui zuletzt an der Aga Khan University in Karatschi tätig. Im März 2003 gab das FBI eine weltweite Fahndung nach ihr und ihrem Ex-Mann heraus. Während Khan vom FBI befragt und wieder entlassen wurde, blieb Siddiqui verschwunden.<ref name="guardian1" /> Im April 2003 setzte das FBI sie auf die Liste der sieben meistgesuchten al-Qaida-Flüchtigen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Dawn, 16. April 2003. Abgerufen am 4. Februar 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="guardian1" /><ref name="alumna" />

Festnahme und Prozess

Nach Angaben der US-Regierung wurde Siddiqui im Juli 2008 von US-Kräften im afghanischen Ghazni festgenommen,<ref name="guardian1" /> in Begleitung ihres ältesten Sohnes Achmed.<ref name="DerSpiegel" /> Nach Darstellung der Anklage soll sie bei einem Verhör ein Sturmgewehr ergriffen und damit mindestens zwei Mal auf US-Amerikaner geschossen haben.<ref name="mystery">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Guardian, 6. August 2006 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Beim anschließenden Gerichtsprozess in New York bemängelte die Verteidigung widersprüchliche Darstellungen des Geschehens sowie das Fehlen von Kugeln oder Patronenhülsen; auch gebe es keine Einschusslöcher am Tatort.<ref></ref> Ein FBI-Beamter sagte aus, die Fingerabdrücke auf der Tatwaffe stammten nicht von Aafia.<ref>Witnesses’ accounts differ at Dr. Aafia’s trial. In: Dawn. 24. Januar 2010, abgerufen am 17. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Guardian, 4. Februar 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Jury verurteilte sie schließlich zu 60 Jahren Haft.<ref name="nydailynews">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 'Lady Al Qaeda' Aafia Siddiqui convicted of attempted murder.] In: NYDailyNews.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. Februar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Urteil im September 2010 lautete schließlich auf 86 Jahre Haft.

Siddiqui ist, gemäß den Angaben des Federal Bureau of Prisons, mit der Registrierungsnummer 90279-054 im Federal Medical Center, Carswell in Fort Worth, Texas inhaftiert. Ihr Entlassungsdatum wurde auf den 22. September 2083 datiert.

Petition zu ihrer Freilassung

Im Februar 2009 brach ihr Ex-Mann Muhammad Amjad Khan sein Schweigen und bezeichnete die Medienberichte als größtenteils falsch.<ref name="TNI1">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Pakistan Press Foundation, 18. Februar 2009. Abgerufen am 22. Januar 2025 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Der Barrister Javed Iqbal Jaffree behauptete im Januar 2010, die CIA habe Aafia bereits 2003 in Karatschi verhaftet und dabei einen ihrer Söhne getötet; seine Petition wurde am 25. Januar 2010 vor dem Höchsten Gericht in Lahore angehört, eine Entscheidung steht aus.<ref>Proof of Dr Aafia`s arrest submitted to court. 22. Januar 2010, abgerufen am 17. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hohe pakistanische Politiker, darunter Ministerpräsident Yousaf Raza Gilani, erklärten nach dem Urteilsspruch gegen Siddiqui, sich für ihre Überstellung nach Pakistan einsetzen zu wollen.

Freipressungsversuche

Die Geiselnehmer von In Aménas forderten im Januar 2013 im Austausch mit zwei US-Geiseln ihre Freilassung und die des ebenfalls in den Vereinigten Staaten inhaftierten Omar Abd al-Rahman.<ref>Entführer wollen Islamisten aus US-Haft freipressen. In: Der Spiegel. 17. Januar 2012, abgerufen am 22. Januar 2025.</ref>

2014 forderten Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Staat, die die 26-jährige Kayla Mueller im Jahr 2013 entführt hatten, die Freilassung von Siddiqui.<ref>ISIS Demands $6.6M Ransom for 26-Year-Old American Woman. In: ABC News. 26. August 2014, abgerufen am 22. Januar 2025 (englisch).</ref>

Am 15. Januar 2022 gab es einen weiteren Freipressungsversuch durch eine Geiselnahme in einer Synagoge im texanischen Colleyville. Der Geiselnehmer wurde von der Polizei erschossen und die Geiseln befreit.<ref>Großeinsatz in Synagoge in Texas: Spezialkräfte befreien vier Menschen – Geiselnehmer stirbt. In: Tagesspiegel. 16. Januar 2022, abgerufen am 22. Januar 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Aafia Siddiqui – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein