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Wedeler TSV

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Wedeler TSV
Vereinswappen
Basisdaten
Name Wedeler Turn- und Sportverein
von 1863 e. V.
Sitz Wedel, Schleswig-Holstein
Gründung 1863
Farben grün-weiß
Website wedeler-tsv.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Christian Buhrke
Spielstätte Elbestadion
Plätze 3.000
Liga Kreisliga 1
2024/25 3. Platz

Der Wedeler TSV ist ein Mehrspartensportverein aus der 33.000-Einwohnerstadt Wedel, die vor den Toren Hamburgs im Kreis Pinneberg liegt. Die 1. Fußballmannschaft spielte bis 2019 in der Oberliga Hamburg.

Geschichte

Der Ursprungsverein Wedeler Männer-Turnverein (Wedeler MTV) wurde im Jahr 1863 gegründet. 1873 erfolgte die Einstellung des Turnbetriebs, nachdem es bei der Turnausübung in einem Gasthof an der Austraße zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen war. Erst 1880 wurde der Turnbetrieb wiederaufgenommen. 1903 entstand der Wedeler Arbeiter-Turn- und Sportverein.

Laut Einigung zwischen dem Wedeler MTV und der Stadt, die im Jahr 1911 in einem Erbbauvertrag festgehalten wurde, wurde in der Nähe der Wedeler Windmühle ein Gelände für den Turnbetrieb abgestellt. Dort fand am 29. Juni 1914 ein Gauturnfest statt.

Im September 1927 wurde am Rosengarten eine zu großen Teilen in Eigenarbeit entstandene Turnhalle des Wedeler Turnvereins eingeweiht, 1930 fand die Eröffnung einer in der Bergstraße gelegenen Halle des Arbeiter-Turn und Sportvereins statt. Im Mai 1933 wurde der Arbeiter-Turn und Sportverein von den Nationalsozialisten verboten, die Turnhalle von der SA beschlagnahmt<ref name=":1">Wedeler Sportvereine ehrten ihre Toten von 1914 bis 1918 am Elbestadion - Eine Spurensuche von Dr. Thies Bitterling. In: Stadt Wedel. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> und der Vorsitzende Johann Ehlers durch das NSDAP-Mitglied Hans Blohm ersetzt.

Am 26. April 1947 schlossen sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Sportvereine der Stadt zum Wedeler Turn- und Sportverein (Wedeler TSV) zusammen.<ref name=":3">Wolfgang Helm: Mein Verein … ist eine runde Sache. (PDF) In: Pinneberger Zeitung. 17. November 2012, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Die Genehmigung der Vereinssatzung durch die Militärregierung erfolgte im April 1947, Vereinsvorsitzender wurde Heinrich Jens. 1953 wurde das Elbestadion an der Bekstraße fertiggestellt.<ref name=":0">Vom Männer-Turnverein zum TSV. (PDF) In: Sport-Blick 2013. Stadt Wedel, Fachdienst Bildung, Kultur und Sport, 2013, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref>

Ein 1921 auf dem TSV-Vereinsgelände am Rosengarten errichtetes Denkmal in Gedenken an die während des Ersten Weltkriegs gefallenen Mitglieder des Wedeler Turnvereins wurde 1963 umgestaltet, eine zuvor 15 Jahre verschollene Gedenkplatte in Erinnerung an die gefallenen ATSV-Mitglieder wurde ebenfalls in dem Ehrenhof aufgebaut. Diese Gedenkstätte wich später wie das gesamte Vereinsgelände am Rosengarten einer Neubebauung.<ref name=":1" /> Diesem Schritt fiel auch der dortige Sportplatz zum Opfer, der veräußert wurde, um den Neubau einer Halle an der Bekstraße bestreiten zu können.<ref name=":5">Michael Rahn: Die alte Turnhalle – jetzt in Bronze. (PDF) In: Pinneberger Zeitung. 14. Mai 2009, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Anstatt der Gedenkstätte am Rosengarten wurde 1996 am Elbestadion eine Gedenkstele eingerichtet.<ref name=":1" /> Die 1927 eingeweihte Halle am Rosengarten, die lange von der Boxabteilung genutzt wurde, wurde 2005 abgerissen. An ihrem vormaligen Standort erinnert eine verkleinerte Nachbildung aus Bronze an das Gebäude.<ref name=":5" />

Nach dem Ableben des TSV-Vorsitzenden Heinrich Jens im Jahr 1961 trat Carlheinz Böttcher ein Jahr später dessen Nachfolge an. Im Jahr 1975 zählte der Verein 3000 Mitglieder.<ref name=":0" /> 1978 wurde Arno Barnick neuer Vereinsvorsitzender, der zuvor unter anderem Jugendwart sowohl des Gesamtvereins als auch der Fußballabteilung gewesen war. Unter Barnicks Leitung stieg die Mitgliederzahl auf mehr als 3400, der Wedeler TSV wurde damit zu einem der größten Sportvereine im Land Schleswig-Holstein. In Barnicks Amtszeit fiel die Einweihung des Vereinsheims an der Bekstraße mit Geschäftsstelle, Übernachtungszimmern, Veranstaltungssaal, Sporteinrichtungen und Gaststätte.<ref name=":2">Kreispräsident ehrt Arno Barnick posthum. In: Kreis Pinneberg. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Amtsinhaber Barnick (seit 2004 Träger der Wedeler Ehrennadel)<ref>Verleihung der Wedeler Ehrennadel 2019. (PDF) In: Stadt Wedel. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> starb im Dezember 2008,<ref>Wedel: TSV-Chef Arno Barnick gestorben. In: Hamburger Abendblatt. 12. Dezember 2008, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> kurz zuvor wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, konnte die Ehrung aber nicht mehr entgegennehmen.<ref name=":2" />

Barnicks Nachfolgerin im Amt wurde Anja Schuster, die im März 2009 zur neuen TSV-Vorsitzenden gewählt wurde. Sie wurde die erste Frau im Amt, zuvor war Schuster im Vorstand für Jugendfragen zuständig.<ref>Jörg Frenzel: Neue TSV-Vorsitzende will Negativ-Trend stoppen. (PDF) In: Pinneberger Zeitung. 27. März 2009, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Bereits im Frühjahr 2010 gab es wieder einen Wechsel im Amt, Jürgen Brenker wurde zum Vereinsvorsitzenden gewählt.<ref name=":3" /> Der Verein geriet Mitte der 2010er Jahre in eine finanzielle Schieflage, mit Stand Sommer 2015 klaffte ein Minus von rund 95 000 Euro. Es drohte die Insolvenz.<ref name=":4">Wedeler TSV: Vorstand legt Ämter nieder. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Der TSV verschaffte sich durch die Vermietung des kostspieligen Vereinsheims an die Stadt Wedel Linderung. Des Weiteren wurde eine erhebliche Anhebung des Mitgliedsbeitrags beschlossen.<ref>Neue Zuversicht beim Wedeler TSV. (PDF) In: Pinneberger Zeitung. 5. Januar 2016, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> 2015 wurde Matthias Dugaro neuer Vereinsvorsitzender.<ref>Frederik Büll, Katy Krause: Der Kampf um Wedels Sportverein. In: Hamburger Abendblatt. 7. August 2015, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Bis Januar 2016 fiel die Mitgliederanzahl auf rund 2500.<ref>Bastian Fröhlig: Finanzexperte mit Stallgeruch: Wolfgang Kärgel ist der neue Geschäftsstellenleiter des Wedeler TSV. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Bei der Vorstandsneuwahl im Frühjahr 2019 trat Dugaro nicht wieder an.<ref name=":4" /> Da sich niemand um die Nachfolge bewarb, übernahm eine fünfköpfige Gruppe die Leitung als geschäftsführender Vorstand.<ref>Neuer Vorstand beim Wedeler TSV. In: Stadt Wedel. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Im März 2020 wurde die Vereinsgeschäftsstelle in Räume der Stadtsparkasse Wedel im Moorweggebiet verlegt. Dort befand sich früher eine Zweigstelle der Bank, die später in eine Selbstbedienungsfiliale umgewandelt wurde, wodurch Räume leerstanden.<ref>Grün-weiß-rote Partnerschaft. (PDF) In: Stadtsparkasse Wedel. März 2020, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Die TSV-Turnhalle und das Vereinsheim an der Bekstraße gingen im Juli 2021 in den Besitz der Stadt Wedel über, um den wirtschaftlich angeschlagenen Verein zu entlasten.<ref>Stadt hat TSV-Immobilien übernommen – Bestandsaufnahme läuft. In: Stadt Wedel. 18. Juli 2021, abgerufen am 18. Juli 2021.</ref>

Im September 2021 wurde Alexa Fresch Vereinsvorsitzende.<ref>Oliver Gabriel: Corona-Pandemie kostet den Wedeler TSV 400 Mitglieder. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. 17. September 2021, abgerufen am 24. Februar 2023.</ref> Sie gab das Amt im Mai 2023 ab, zu ihrem Nachfolger wurde Michael Schleef gewählt.<ref>Mitgliederversammlung 2023 am 24.05.2023. In: Wedeler TSV. 24. Mai 2023, abgerufen am 1. September 2023.</ref>

Fußball

Eine Mannschaft „Wedel“ taucht im Bezirk III des NFV erstmals 1920/21 in der Gruppenklasse auf.<ref>Neue Hamburger Zeitung (NHZ) vom 5. August 1920, Seite 9 f.; es handelt sich um die 4. Ligastufe</ref> Vor den folgenden beiden Spielzeiten wird sie als „Sülldorf-Wedel“ angekündigt.<ref>NHZ vom 4. Juli 1921 und 7. August 1922, jeweils Seite 5. Ein oder eine SpV. Sülldorf war dem NFV 1920 beigetreten, siehe Turnen, Spiel und Sport vom 4. August 1920, Seite 14. Der Nachbarort Sülldorf wurde 1927 nach Altona eingemeindet.</ref> Der Aufstieg in die 1. Kreisklasse (3. Liga) gelang der Mannschaft als Wedeler TV erstmals 1936.<ref>Hamburger Fußball-Verband (Hrsg.): 100 Jahre Fußball in Hamburg, daselbst 1994, statistischer Anhang unter dem betreffenden Jahr (es gibt keine Seitenzahlen)</ref> Zur Spielzeit 1938/39 gelang der Aufstieg in die zweitklassige Fußball-Bezirksklasse Groß-Hamburg, in der der Verein bis zum Aufstieg in die Gauliga 1944 spielte. Ab 1943 bildete der TV zusammen mit der SpVgg Blankenese die KSG Blankenese-Wedel, die zur Spielzeit 1944/45 den Aufstieg in die erstklassige Gauklasse Hamburg erreichte.

1975 veranstaltete der Verein erstmals sein Hallenfußballturnier,<ref>Norbert Scheid: Temperamentvoll und rasant wie eh und je. In: Hamburger Abendblatt. 28. Dezember 2009, abgerufen am 20. Februar 2021.</ref> welches bis 2016 jeweils am 2. Weihnachtstag stattfand, ehe es in den Januar verlagert wurde.<ref>Hallenfußball: FCE bittet zum Turnier an Weihnachten. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 22. Dezember 2017, abgerufen am 20. Februar 2021.</ref> In der Saison 1975/76 schloss die Wedeler Mannschaft in der Hamburger Landesliga Hammonia als Spitzenreiter ab, unterlag jedoch in einem Entscheidungsspiel dem punktgleichen Klub Viktoria Wilhelmsburg-Veddel und verpasste den Aufstieg in die höchste Amateurklasse. Ein Jahr später wurde der TSV Vizemeister hinter dem Harburger TB 1865. In der Spielzeit 1979/80 folgte der Abstieg aus der Landesliga. Die Damen des TSV gewannen 1980 den Hamburger Pokalwettbewerb und zogen damit in den DFB-Pokal ein.<ref>Wedels Damen siegten 1:0. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 22. September 1980, abgerufen am 19. April 2021.</ref>

Den TSV-Herren gelang die Rückkehr in die Landesliga erst in der Saison 1993/94. Schon zwei Jahre später, 1995/96, wurde der Wedeler TSV Meister der Landesliga Hammonia und feierte den Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg. Das Spieljahr 1995/96 in der Landesliga Hammonia schloss der TSV mit einem Torverhältnis von 105:32 (30 Spiele) ab.<ref>Landesliga Hammonia-Staffel. In: Hamburger Abendblatt. 20. Mai 1996, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Am vorletzten Spieltag gelang Wedel im Mai 1996 ein 18:0-Sieg gegen Komet Blankenese.<ref name=":6">Möhlmann: „Züge fahren jeden Tag ab“. In: Hamburger Abendblatt. 13. Mai 1996, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Trainer der Meistermannschaft war Carrel Segner,<ref>Szenen aus dem Hamburger Amateurfußball. In: Hamburger Abendblatt. 6. November 1995, abgerufen am 21. September 2023.</ref> der den Verein im Anschluss an den Erfolg verließ.<ref name=":6" /> Anschließend wurde die Mannschaft<ref>Barsbüttels böser Bube drehte zweimal durch. In: Hamburger Abendblatt. 25. März 1996, abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> bis 2000 von Trainer Carstens Böttcher betreut.<ref>Ein "Pfundstyp", der entschlossen gehandelt hat. In: Hamburger Abendblatt. 3. Januar 2000, abgerufen am 21. September 2023.</ref>

In der Verbandsliga hielt sich die Mannschaft bis zum Jahr 2000. Nach dem Abstieg wurde 2001 unter dem im Sommer 2000 als Trainer geholten Michael Fischer<ref>Verjüngung wichtiger als Aufstieg. In: Hamburger Abendblatt. 2. August 2000, abgerufen am 12. Januar 2021.</ref> der direkte Wiederaufstieg in die Verbandsliga geschafft. In der Saison 2002/03 errang der Verein ebenfalls unter Trainer Fischer, der mit Thomas Vogel einen ehemaligen Bundesliga-Spieler zu seinem Aufgebot zählte,<ref>Wedel gut in Schuss, HR nur mühsam 2:1. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 7. Juli 2003, abgerufen am 12. Januar 2021.</ref> durch einen vierten Tabellenplatz und den Weg der Aufstiegsspiele erstmals den Aufstieg in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Mit nur zwei Siegen und einer 0:8-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft von Holstein Kiel musste der TSV aus der Oberliga als Vorletzter sofort wieder absteigen.<ref>Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 24. Mai 2004, abgerufen am 12. Januar 2021.</ref> 2004 beendete Fischer seine Trainertätigkeit bei dem Verein,<ref>Wolfgang Helm: "Es waren schöne vier Jahre". In: Hamburger Abendblatt. 1. Juni 2004, abgerufen am 21. September 2023.</ref> sein Nachfolger wurde Peter Ehlers, der den TSV im Spieljahr 2004/05 betreute.<ref>Kurz notiert. In: Hamburger Abendblatt. 8. Januar 2004, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Im Sommer 2005 trat Michael Noffz das Traineramt beim weiterhin der Verbandsliga zugehörigen Wedeler TSV an.<ref>Wedeler nach 1:1 bester Stimmung zum Hafenfest. In: Hamburger Abendblatt. 6. Juni 2005, abgerufen am 21. September 2023.</ref> 2006 stieß Detlef Kebbe als Manager zum TSV.<ref>Andre Bolke vom HSV zum TSV Wedel. In: Hamburger Abendblatt. 19. August 2006, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Im Januar 2007 kam es zur Trennung zwischen Wedel und Trainer Noffz, als Nachfolger wurde Andreas Reinke geholt.<ref>Wolfgang Helm: So kam das Aus für Michael Noffz. In: Hamburger Abendblatt. 19. Januar 2007, abgerufen am 21. September 2023.</ref> 2007 erfolgte der Abstieg in die Landesliga, Reinke verließ den TSV am Ende des Spieljahres 2007/08.<ref>Reinke verlässt das Elbestadion. In: Hamburger Abendblatt. 4. Februar 2008, abgerufen am 21. September 2023.</ref>

Der Wedeler TSV verpflichtete im Sommer 2008 Peter Nogly als Trainer. Unter der Leitung des früheren Bundesliga-Spielers errang der TSV 2009 erneut die Meisterschaft der Landesliga Hammonia. Ende März 2010 verließ Nogly den Verein,<ref>Fußball: Peter Nogly hört in Wedel auf. In: Hamburger Abendblatt. 26. März 2010, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Kebbe ging im selben Jahr.<ref name=":7">Fußball: Detlef Kebbe kehrt zum Wedeler TSV zurück. In: Hamburger Abendblatt. 4. Juni 2018, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Neuer Trainer und damit Nogly-Nachfolger wurde Frank Pagenkopf.<ref>Wolfgang Helm: 1:0 - auch ein Triumph für den neuen Coach Frank Pagenkopf. In: Hamburger Abendblatt. 29. März 2010, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Während der Winterpause 2010/11 legte dieser das Amt nieder, der TSV holte Berkan Algan als Spielertrainer,<ref>Norbert Scheid: Das Schlitzohr und seine Lehrlinge. In: Hamburger Abendblatt. 5. April 2011, abgerufen am 21. September 2023.</ref> der die Wedeler im Frühling 2011 aber nicht vor dem Abstieg aus der Oberliga Hamburg bewahren konnte. Im Sommer 2011 kam Oliver Berndt als neuer Trainer nach Wedel.<ref>Wolfgang Helm: Torhüter beharken sich - sonst Harmonie. In: Hamburger Abendblatt. 21. Juli 2011, abgerufen am 21. September 2023.</ref> 2012 gab Berndt das Amt ab, im Sommer 2012 wurden Heiko Barthel und Thorsten Zessin als gleichberechtigtes TSV-Trainergespann eingesetzt.<ref>Wedel: Plewka erster Neuer. In: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. 3. Juni 2012, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Im März 2016 zog sich Zessin zurück,<ref>Thorsten Zessin gibt Traineramt beim Wedeler TSV ab. In: Hamburger Abendblatt. 23. März 2016, abgerufen am 21. September 2023.</ref> nachdem Barthel und er sich entzweit hatten.<ref>Wolfgang Helm: Nur Carsten Jancker kam an ihm vorbei. In: Hamburger Abendblatt. 26. Januar 2017, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Im Frühling 2016 gelang als Landesliga-Zweiter die erneute Rückkehr in die Oberliga, danach trennte sich der Verein von Barthel.<ref>Heiko Barthel sucht eine neue Aufgabe. In: Hamburger Abendblatt. 31. August 2016, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Jörn Großkopf kam mit Beginn des Spieljahres 2016/17 als Trainer nach Wedel,<ref>Wedel-Hammer – Großkopf wird neuer Trainer! In: FussiFreunde Hamburg. 19. April 2016, abgerufen am 21. September 2023.</ref> bat aber noch in der Vorbereitung um die Freigabe, um zum SV Eichede zu wechseln.<ref>Thomas Jaklitsch: Jörn Großkopf: „Fußball ist mein Leben“. In: Hamburger Abendblatt. 4. Juli 2016, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Co-Trainer Daniel Domingo wurde nach Großkopfs Weggang zum TSV-Cheftrainer befördert. Im Januar 2017 kam Großkopf dann nach Wedel zurück, nachdem er bereits im November 2016 in Eichede entlassen worden war. Domingo rückte ins Co-Traineramt zurück.<ref>Hallenturnier wird Nebensache: Großkopf kommt nun doch. In: Hamburger Abendblatt. 13. Januar 2017, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Mitte April 2018 wurde Großkopf vom TSV freigestellt, die Mannschaft befand sich in Abstiegsgefahr,<ref>Niklas Heiden: Wedel zieht die Reißleine – Großkopf muss gehen. In: Amateur-Fußball-Hamburg. 16. April 2018, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Daniel Domingo kehrte nach Wedel zurück und wurde Großkopfs Nachfolger.<ref>Niklas Heiden: Exklusiv: Domingo kehrt zu Wedel zurück. In: Amateur-Fußball-Hamburg. 20. April 2018, abgerufen am 21. September 2023.</ref>

2018 begann Detlef Kebbe seine zweite Amtszeit als Wedeler Manager.<ref name=":7" /> In der Winterpause 2018/19 trat Trainer Domingo von seinem Amt zurück.<ref>Oberliga: Domingo wirft in Wedel hin. In: Sport Nord. 1. Januar 2019, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Anđelko Ivanko kam als Domingo-Nachfolger nach Wedel<ref>Wedel mit Zu- und Abgang. In: FussiFreunde Hamburg. 6. Januar 2019, abgerufen am 21. September 2023.</ref> und führte den TSV im weiteren Saisonverlauf 2018/19 knapp zum Klassenerhalt in der Oberliga Hamburg, doch zog der Verein die Mannschaft im Sommer 2019 aus der Liga zurück.<ref>Wedeler TSV überrascht mit Rückzug. In: Hamburger Abendblatt. 2. Juni 2019, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Der TSV begann anschließend in der A-Klasse (9. Liga) einen neuen Anfang in einer Spielgemeinschaft mit den neu gegründeten Sportfreunden Holm.<ref>Staffeleinteilung des HFV 2019/20, aufgesucht am 18. Juli 2019</ref>

Boxen

1954 bildete sich eine Boxabteilung,<ref name=":0" /> die von 1955 bis 1995 unter der Leitung von Günther Wilke (1930–2019) stand und die Boxer wie Roland Gier,<ref>Kämpfer Ali boxt sich durchs Leben. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 28. Februar 2015, abgerufen am 15. März 2021.</ref> Hans-Georg Pillarz und Reinhard Eichberger hervorbrachte. Wilke, Träger der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Amateur-Box-Verbands, war zwischen 1967 und 1978 auch stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Amateurboxverbands sowie 25 Jahre lang Inhaber einer Kampfrichterlizenz für internationale Kämpfe.<ref>Hamburgs Boxsport trauert um Günther Wilke. In: Hamburger Amateurboxverband. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Wilkes Nachfolger als Abteilungsleiter wurde der ebenfalls über eine internationale Kampfrichterlizenz verfügende<ref>Kampfrichter. In: Hamburger Amateurboxverband. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Herbert Offermanns,<ref>Schlaglichter zum 50. In: Hamburger Abendblatt. 4. Dezember 2004, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> Neffe des ehemaligen Berufsboxers Hubert Offermanns.<ref>Neuss: Hubert Offermanns – Box-Legende. In: Rheinische Post. 5. November 2011, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> Die TSV-Boxabteilung entwickelte sich unter Trainer Bruno Moldt<ref>Boxen. In: Wedeler TSV. Abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref> in den 1960er und 1970er Jahren zu einer Hochburg im Amateurboxsport des Großraums Hamburg.<ref>Nostalgie – manchmal schmerzhaft. In: Hamburger Abendblatt. 2. September 2000, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>

In den 1990er und 2000er Jahren knüpfte der gebürtige Albaner Igli Kapllani, der 1999 die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt,<ref>Endlich: Der Paß ist da. In: Hamburger Abendblatt. 21. Juli 1999, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> an die erfolgreiche Vergangenheit der TSV-Kämpfer an, wurde zweimal norddeutscher Amateurmeister und sechsmal Hamburger Meister.<ref>Norbert Scheid: Sein schwerster Kampf war der gegen die Abschiebung. In: Hamburger Abendblatt. 7. November 2015, abgerufen am 2. Dezember 2020.</ref>

Leichtathletik

1975 tat sich die Leichtathletikabteilung des Wedeler TSV mit jener des VfL Pinneberg zusammen, gemeinsam wurde die LG Wedel-Pinneberg gegründet. Bei den Olympischen Sommerspielen 1984 gewann der für die LG startende Rolf Danneberg die Goldmedaille im Diskuswurf<ref name=":02">Norbert Scheid: Die Glanzzeit lebte noch mal auf. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 26. September 2015, abgerufen am 12. September 2020.</ref> und wurde daraufhin als Ehrenmitglied des Wedeler TSV ausgezeichnet. 1988 gewann Danneberg Olympiabronze.<ref name=":0" /> Ab dem Jahr 2000 stieß mit Markus Münch erneut ein Mitglied des TSV und LG-Starter in die deutsche Diskusspitze vor und nahm später ebenfalls an Olympischen Spielen teil.<ref name=":3" /> Bis Ende Oktober 2010 war Bernd Smrcka jahrzehntelang zunächst als Läufer (1975 Zweiter der deutschen Jugendmeisterschaft über 800 Meter,<ref>Marc Renner: Bernd Smrcka - seit 40 Jahren ist Leichtathletik sein Leben. In: Hamburger Abendblatt. 1. Februar 2010, abgerufen am 23. November 2022.</ref> 1977 Dritter der Deutschen Meisterschaft mit der 4 × 800-m-Staffel,<ref>4x800 m - Männer (eingestellt). In: sport-record.de. Abgerufen am 23. November 2022.</ref> Teilnehmer an Junioren-Länderkämpfen),<ref>Bestenlisten. In: LG Wedel-Pinneberg. Abgerufen am 23. November 2022.</ref> dann als Trainer (unter anderem von André Green) und Leichtathletik-Abteilungsleiter für den Verein tätig.<ref>Lauftrainer Bernd Smrcka hört als Leichtathletik-Abteilungsleiter auf. In: Hamburger Abendblatt. 14. Oktober 2010, abgerufen am 23. November 2022.</ref>

Weitere Sportarten

Neben Boxen, Fußball und Leichtathletik werden beim Wedeler TSV auch Aikido, Badminton, Einrad, Fitness & Gesundheitssport, Handball (in der HSG Rissen/Wedel), Judo, Karate, Kegeln, Klettern, Rollsport, Schwimmen, Tanzen, Tischtennis, Turnen und Volleyball angeboten.

Bekannte Vereinspersönlichkeiten

Weblinks

Einzelnachweise

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