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Schafferinnenmahl

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Das Schafferinnenmahl in Bremen ist ein jährlich im Haus der Bremischen Bürgerschaft stattfindendes Forum für frauenpolitische Themen. Ziel der Veranstaltung ist es nach eigenem Verständnis, parteiübergreifend Netzwerke unter Frauen zu entwickeln.

Zu diesem Festmahl werden an einem Tag im Herbst etwa 100 Frauen eingeladen sowie ein Ehrengast als Referentin zu einem frauenpolitischen Thema. Ausgerichtet wird die als bundesweit einmalig geltende Veranstaltung von „SPD FRAUEN – Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einzigartige Veranstaltung Schafferinnenmahl findet heute in Bremen statt. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. November 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.radiobremen.de Radio Bremen, 26. November 2009</ref>

Gegründet wurde das Schafferinnenmahl 1975 als Protestveranstaltung gegen die renommierte, auf die Renaissancezeit zurückgehende Schaffermahlzeit der Bremischen Wirtschaftsspitzen und Kapitäne der Stiftung Haus Seefahrt, die Frauen bei der als Networking der Bremischen Wirtschaftselite<ref>Reine Männersache. In: Berliner Zeitung, 13. Februar 2009</ref> und Aushängeschild der Hansestadt<ref>Kommentar. Mahlzeit zusammen. In: Bremer Anzeiger, 15. Februar 2009.</ref> geltenden Veranstaltung bislang fast völlig ausschlossen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.weser-kurier.deSchaffermahl bleibt reine Männerveranstaltung. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Weser Kurier, 7. Januar 2010</ref>

Politisches Umfeld der Gründung 1975

Im Jahr 1975, dem Internationalen Jahr der Frau und ein Hochpunkt<ref>Ursula G. T. Müller: Die Wahrheit über die lila Latzhosen. Höhen und Tiefen in 15 Jahren Frauenbewegung. Psychosozial-Verlag, Gießen 2004, ISBN 3-89806-259-7, S. 133–163.</ref><ref>Bascha Mika: Alice Schwarzer. Eine kritische Biographie. Rowohlt, Hamburg 1998, ISBN 3-498-04390-0, S. 133ff.</ref> der Neuen Frauenbewegung in Deutschland und der Bremer Frauenbewegung, wurde in Bremen von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) das Schafferinnenmahl ins Leben gerufen. Die Frauen der ASF waren es leid, vergeblich die Berücksichtigung von Frauen auf der Gästeliste der exklusiv mit männlicher Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur besetzten Schaffermahlzeit einzufordern. Das Schafferinnenmahl findet seither als festliches Mahl in jedem Herbst im Haus der Bremischen Bürgerschaft statt, was als eine bewusste Ortswahl verstanden wird, da dort politische Entscheidungen gefällt werden und die demokratischen und sozialen Rechte der Bürgerinnen Gesetzesform erhalten.

Zielsetzungen und Öffentlichkeitswahrnehmung

Ziele der Schafferinnen sind es, frauenpolitischen Themen ein Forum zu geben, auch durch die Wahl namhafter Ehrengäste als Referentinnen, aber gerade auch auf gesellschaftlich wichtige Beiträge von Frauen mit geringerem Bekanntheitsgrad aufmerksam zu machen. Grundlegende Zielsetzung ist ein Networking zur Förderung der Solidarität unter Frauen durch Gedankenaustausch, gegenseitige Ermutigung und gemeinsames Handeln.<ref name="AsFHomepage">Politische Arbeit: Schafferinnenmahl. asf.spd-land-bremen.de; abgerufen am 28. März 2012</ref>

Die Medienwahrnehmung dieses bewussten Gegenentwurfs zur Schaffermahlzeit ist im Vergleich zu dieser trotz der von Parlamenten und Gesetzgebung hoch eingestuften gesellschaftlichen Zielsetzungen<ref>Anm.: Artikel 3 (2) des deutschen Grundgesetzes enthält seit 1994 den Zusatz: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“</ref> und renommierter, teils weithin bekannter Referentinnen wie Jutta Limbach, Margot Käßmann oder Heide Simonis sehr viel geringer.<ref>Weser Kurier: Ein Treffen mit Überraschungseffekt. Bremer Begegnungen: Die Landesfrauenbeauftragte Ulrike Hauffe trifft den Vorsteher von Haus Seefahrt, Michael Schroiff. Ausgabe vom 10. Juli 2009, S. 11.</ref>

Die Referentinnen und ihre Themen seit 1975

Die Liste entspricht der Aufstellung auf der Homepage der AsF Bremen.<ref name="AsFHomepage" />

Jahr Referentin Themen (Stichwortsortierung)
1975 Das internationale Jahr der Frau
1976 Die Rolle der Frau in Beruf und Gesellschaft
1977 Die Frauen in der Männerwelt
1978 Vorurteile gegen Frauen – Hindernis für Chancengleichheit
1979 Gleichberechtigung von Frauen
1980 Frauen müssen selber kämpfen
1981 Rechte der Frauen in der EG
1982 Gemeinsam wären wir stark
1983 Arbeitsmarktpolitik
1984 Das Recht der Frauen nach der Wende
1985 Schritte zur Gleichheit
1986 Arbeitsplätze statt Arbeitslosenhilfe
1987 Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft
1988 Frauenrecht ist Menschenrecht
1989 Das Alter als Chance
1990 / Angelika Barbe Frauendialog Ost/West
1991 Frauen auf neuen Wegen – zu neuen Zielen
1992 Recht auf Arbeit ist auch Frauenrecht
1993 Unseren Kindern eine gesunde Gegenwart und Zukunft
1994 Frauen im Recht
1995 Frauen verwandeln die Welt – solidarisch vor Ort, solidarisch weltweit
1996 Mit Frauen rechnen
1997 Europa – eine Chance für Frauen?
1998 Frauen zwischen Arbeit, Ehrenamt und Selbsthilfe
1999 Frauenförderung ist HochschulreformFrauenforschung ist Wissenschaftskritik
2000 Weiblichkeit ist keine Krankheit, oder: Was ist für Frauen gesund?
2001 Wertewandel im Leben von Frauen
2002 Die Kulturarbeit ist weiblich – Frauen in der Kulturarbeit
2003 Frauen im Sport
2004 <ref>Prof. Dr. Ruth Becker. Technische Universität Dortmund – Fakultät Raumplanung. Frauenforschung und Wohnungswesen in der Raumplanung. Internetseite des Netzwerks Frauenforschung NRW; abgerufen am 20. November 2010.</ref> Stadtplanung in Frauenhand
2005 Demografische Entwicklung – Herausforderung für die Politik in den Kommunen
2006 Frauen und Dienstleistungen
2007 FRAUEN WOLLEN MEE(H)R
2008 Frauen in den Medien
2009 Der Feminismus im 21. Jahrhundert
2010 Ehrenamt – typisch Frau?
2011 Vielfalt leben – gemeinsam mehr erreichen
2012 Wir lassen uns nicht (be-)hindern: Frauen in Bewegung diskutieren die UN-Behindertenrechtskonvention
2013 , Bärbel Ehrmann-Köpke Was Frauen anrichten – wir kochen schon wieder
2014 40 Jahre – (k)ein Grund zum Feiern?
2015 Frauenberufe – ein Reichtum unserer Gesellschaft
2016 Frauen sind unschlagbar
2017 Arbeit der Zukunft – eine Frauensicht
2018 100 Jahre Frauenwahlrecht
2021 Halbe/Halbe – Uns gehört die Hälfte von allem
2022 Wir können auch Kunst
2023 „Wir verdienen mehr!“ – Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern
2024 Unsichtbare Heldinnen – An- und Zugehörige in der Pflege

Weblinks

Schafferinenmahl 2018:

Schafferinnenmahl 2016:

Schafferinnenmahl 2014

Schafferinnenmahl 2013

Schafferinnenmahl 2012

Schafferinnenmahl 2010

Schafferinnenmahl 2009:

Schafferinnenmahl 2001

Schafferinnenmahl 1995

Schafferinnenmahl 1992:

Schafferinnenmahl 1975

Einzelnachweise

<references />