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Seleukeia (Pamphylien)

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Seleukeia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war eine antike Stadt in der kleinasiatischen Landschaft Pamphylien an der heutigen türkischen Südküste.

Die Stadt wurde lange mit einer im Bergland gelegenen Ruinenstätte etwa 23 km nördlich von Side identifiziert, doch handelt es sich dabei wahrscheinlich um Lyrbe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Seleukeia wird einzig im Stadiasmus Maris Magni genannt und lag danach 80 Stadien von Side und 100 Stadien vom Eurymedon entfernt am Meer.<ref>Stadiasmus Maris Magni 216.</ref> Johannes Nollé lokalisierte den Ort etwa auf halber Strecke zwischen Side und der Mündung des Eurymedon, 15 km westlich von Side an der Mündung des kleinen Flusses Peri bei dem Dorf Kısalar.<ref>Johannes Nollé: Forschungen in Selge und Ostpamphylien. In: VI. Araştırma Sonuçları Toplantısı. Ankara 1988, S. 257–259 (Digitalisat); Johannes Nollé: Side im Altertum. Geschichte und Zeugnisse Band 1 (= Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien. Band 43). Habelt, Bonn 1993, ISBN 3-7749-1932-1, S. 21–23. Siehe aber Hartwin Brandt: Geschichte und Wirtschaft Pamphyliens und Pisidiens im Altertum (= Asia Minor Studien Band 7). Habelt, Bonn 1992, ISBN 3-7749-2554-2, S. 57–59 (Digitalisat).</ref> Dort gibt es eine Fruchtebene und einen Ankerplatz, an dem sich auf einer niedrigen Felskuppe ein Siedlungsplatz mit Keramik und frühbyzantinischen Hausruinen befindet.

Geschichte

Der Name der Stadt weist auf die Gründung durch einen Herrscher der Seleukiden-Dynastie in hellenistischer Zeit hin. Da es keinerlei weitere Erwähnungen des Ortes in der römischen Kaiserzeit gibt und die Stadt auch keine Münzen geprägt hat, dürfte sie von keiner Bedeutung mehr gewesen sein, wenn sie überhaupt weiterexistierte.

In der Spätantike wird der Ort ein einziges Mal als Bischofssitz genannt, der Bischof Quintianos nahm 325 am Konzil von Nikaia teil.<ref>Ernest Honigmann: La liste originale des pères de Nicée. In: Byzantion. Band 14, 1939, S. 17–76, hier S. 48 Nr. 149.</ref> In den späteren Bistumsverzeichnissen kommt der Ort nicht vor<ref>Jean Darrouzès: Notitiae episcopatuum Ecclesiae Constantinopolitanae (= Géographie ecclésiastique de l’empire byzantin. Band 1). Paris 1981.</ref>, ebenso wenig in der Städteliste des Hierokles aus dem 6. Jahrhundert.<ref>Hiéroklès: Le Synekdèmos d’Hiéroklès et l’opuscule géographique de Georges de Chypre. Hrsg.: Ernest Honigmann. Institut de Philologie et d’Histoire Orientales et Slaves, Brüssel 1939.</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references />