Zum Inhalt springen

Habsthal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Dezember 2025 um 08:20 Uhr durch imported>PatrickBrauns (Tourismusrouten und Pilgerwege).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Habsthal
Gemeinde Ostrach
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(123)&title=Habsthal 48° 0′ N, 9° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(123) 47° 59′ 31″ N, 9° 19′ 22″ O
 {{#coordinates:47,991944444444|9,3227777777778|primary
dim=10000 globe= name=Habsthal region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 618 m ü. NHN
Fläche: 6,35 km²
Einwohner: 123 (31. Juli 2014)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 88356
Vorwahl: 07585

Habsthal ist ein Teilort Weitharts, eine von acht Ortschaften der baden-württembergischen Gemeinde Ostrach<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Ortschaften von Ostrach (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ostrach.de; abgerufen am 9. Februar 2015</ref> im Landkreis Sigmaringen.

Geographie

Geographische Lage

Habsthal liegt etwas mehr als sechs Kilometer<ref>Top25 Viewer [Top. Karte 1:100000 Baden-Württemberg]</ref> nordwestlich vom Hauptort Ostrach. Im Süden grenzt Habsthal an den Ostracher Teilort Levertsweiler, im Westen an das Waldgebiet Weithart und Hausen am Andelsbach (zu Krauchenwies), im Norden an Rosna (zu Mengen) sowie im Osten an die Ostracher Teilorte Eimühle und Bernweiler.

Ausdehnung des Gebiets

Nach Zusammenlegung der Gemarkungen, Neuvermessung und Feldwegregulierung umfasst die gesamte Markungsfläche Habsthals seit dem Jahr 1903 635 Hektar.

Schutzgebiete

Biotope

In Habsthal sind einige Biotope – bestimmte Lebensräume einer in diesem Gebiet vorkommenden Lebensgemeinschaft (Biozönose) – ausgewiesen, kleinste Einheiten der Biosphäre. Im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden Biotope aus pragmatischen Gesichtspunkten zu Biotoptypen zugeordnet. Der Biotopschutz ist eine Strategie innerhalb des Naturschutzes. Sein Ziel ist in der Regel die Erhaltung von Populationen gefährdeter und schutzwürdiger Tier- und Pflanzenarten durch besonderen Schutz und Erhalt ihrer Lebensräume.

Die folgende, noch unvollständige, sortierbare Liste führt die Biotope innerhalb Habsthals, Namen und Nummern entsprechen den amtlichen Bezeichnungen.

SG-Nr. Name Größe
(ha)
Höhe
(ü NN)
NR KO Erfassung Bemerkung/en Bild
180214370932 Feldhecke nordöstlich von Habsthal 0,0787 590
bis
610
DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.99739|9.32614 name=Feldhecke nordöstlich von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 17. August 1996
17. September 2011
Geschlossene, fünf Meter hohe von Schlehe und Hasel geprägte Feldhecke.
180214370933 Feldhecke an der K8240 nordöstlich von Habsthal 0,0173 587 DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.99774|9.33053 name=Feldhecke an der K8240 nordöstlich von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 17. August 1996
17. September 2011
2 Teilflächen.
Geschlossene straßenbegleitende Feldhecke auf einer flachen ost-exponierten Böschung.
180214370935 Feldhecke II an der L286 nördlich bis östlich von Habsthal 0,3035 620
bis
627
DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.995121|9.321455 name=Feldhecke II an der L286 ördlich bis östlich von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 17. August 1996
17. September 2011
6 Teilflächen.
Gehölzartenreiche straßenbegleitende Feldhecken auf zum Teil sehr steilen Böschungen mit artenreicher Saumvegetation.
Datei:D-BW-SIG-Ostrach-Habsthal - Biotop 'Feldhecke II an der L286 nördlich bis östlich Habsthal' 001.jpg
180214370936 Feldhecke nordwestlich von Habsthal 0,0388 638 DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.993978|9.319186 name=Feldhecke nordwestlich von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 18. August 1996
17. September 2011
Lückige Feldhecke auf einer süd-exponierten Böschung entlang eines asphaltierten Wirtschaftswegs.
Datei:D-BW-SIG-Ostrach-Habsthal - Biotop 'Feldhecke nordwestlich von Habsthal' 001.jpg
180214370937 Hohlweg und Feldgehölz am nordwestlichen Ortsrand von Habsthal 0,6641 620
bis
635
DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.993934|9.321299 name=Hohlweg und Feldgehölz am nordwestlichen Ortsrand von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 18. August 1996
17. September 2011
Der Biotop ist ein Gebiet von lokaler Bedeutung und guter Ausprägung, der gut ausgeprägte, etwa zehn bis fünfzehn Meter tief eingeschnittene Hohlweg stellt ein Beispiel für eine historische Nutzungsform dar.
Datei:D-BW-SIG-Ostrach-Habsthal - Hohlweg 001.JPG
180214370942 Feldhecke III östlich von Habsthal 0,0100 611 DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.993755|9.321922 name=Feldhecke III östlich von Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 18. August 1996
17. September 2011
Dichte Feldhecke auf einer rund sechs Meter breiten und bis fünf Meter hohen, recht steilen ost-exponierten Böschung entlang eines asphaltierten Wirtschaftsweges an einem nordost-exponierten Hang.
180214370944 Feldgehölz westlich des Klosters Habsthal 0,3552 631 DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.9246|9.32025 name=Feldgehölz westlich des Klosters Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 18. August 1996
17. September 2011
Geschlossenes, etwa 15 Meter breites Feldgehölz von prägender Bedeutung für das Landschaftsbild auf einer nordost-exponierten Böschung an einem ebenso exponierten Hang.
280214370051 Feuchtgebiet W Habsthal 0,2420 647 DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.99271|9.31238 name=Feuchtgebiet W Habsthal|region=DE-BW|type=landmark}} 5. Februar 1990 Moorbereich und Feuchtbiotop.
280214370361 Buchenwälder NW Habstal 2,4675 620
bis
647
DAP Datei:Erioll world.svg{{#coordinates:47.99787|9.31556 name=Buchenwälder NW Habstal|region=DE-BW|type=landmark}} 6. Mai 2000 2 Teilflächen.
Seltene naturnahe Waldgesellschaft.

Geschichte

Datei:D-BW-SIG - Beschreibung des ostrachischen Bezirks, 1697.jpg
Habsthal auf einer Karte mit der „Beschreibung des ostrachischen Bezirks“ aus dem Jahr 1697

Erste Spuren im Gebiet des heutigen Habsthals fanden sich nordwestlich im Gewann „Fohrenstock“. 1854 wurden durch Carl Freiherr von Mayenfisch, seit 1846 Leiter der Fürstlich Hohenzollerischen Sammlungen und der Bibliothek in Sigmaringen, hier drei Grabhügel geöffnet, die Grabbeigaben konnten der späten Hallstattzeit um 500 v. Chr. zugeordnet werden.

Die Römer unterwarfen 15 v. Chr. die im Alpenvorland zwischen Bodensee und Inn siedelnde keltische Stämmegruppe der Vindeliker und kultivierten das Gebiet. Zwei Römerstraßen führten am heutigen Habsthal vorbei: eine von Altshausen über Ostrach, Wangen, Bernweiler, Habsthal und Krauchenwies nach Sigmaringen, eine andere von Pfullendorf über Mottschieß nach Mengen. 1894 wurde beim Habsthaler Wirtshaus ein aus Bronze gefertigter römischer Sporn (ursprünglich ‚Spieß‘, allgemein ‚ein Werkzeug zum Stoßen oder Stechen‘) gefunden.

Im Jahr 1259 schenkte Pfalzgraf Hugo von Tübingen den Ort an die Dominikanerinnen des Klosters Mengen, das wahrscheinlich unmittelbar danach nach Habsthal verlegt wurde und in der Folgezeit mit Rosna und Bernweiler eine eigene Herrschaft bildete.

1806 gelangten Habsthal und das Kloster durch die Rheinbundakte in das Eigentum der Herrschaft Hohenzollern-Sigmaringen. In den Jahren 1829 bis 1833 wurde die Leibeigenschaft der Bewohner Habsthals aufgehoben, zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Zehnt abgelöst.

1903 legte man oberhalb des „Herrenbrünneles“ einen neuen Friedhof für die Gemeinden Rosna und Habsthal an. Der alte Friedhof an der Klostermauer seitlich des unteren Tors, der seit 1680 als Grablege gedient hatte, wurde geschlossen und 1966 eingeebnet. Heute befindet sich an der Stelle eine kleine Grünanlage mit zwei Kriegerdenkmalen (siehe unten).

Das im Jahr zuvor erbaute Schulhaus und sieben Anlieger bekamen 1907 Wasseranschlüsse. 1932 erhielt der Ort eine Kanalisation. Erst 1965 wurde Habsthal an die heutige Wasserversorgung mit einem Brunnen im Habsthaler Ried und einem Hochbehälter auf dem Habsthaler Spitz angeschlossen.

Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde die Gemeinde Habsthal mit dem Ort Bernweiler am 1. Oktober 1974 nach Ostrach eingemeindet<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982-549"></ref> und bildet seitdem zusammen mit Einhart und Levertsweiler die Ortschaft Weithart.

Ortsname

Auf „thal“ endende Ortsnamen sind meist mit der Person der einstigen Besitzer verbunden, so ist Habsthal offenbar das alte Habuchestal. Habuccho oder Habech erinnert wahrscheinlich an das Anwesen des Habesch. Folgende Ortsnamen werden in den vergangenen Jahrhunderten genannt: Habuchotal (786), Habechental (1012), Habechesdal (1059), Habstal (1259), Habsthaal (1259), Habestal (1276), Hapstal (1302), Habchstal (1358), Hapchstal (1362), Habstall (1520) sowie Haabsthall<ref>Plan des Weitharts von 1740 Habsthal in der Deutschen Digitalen Bibliothek, abgerufen am 3. Dezember 2015</ref> (1740).

Einwohnerentwicklung

In Habsthal wurden 1875 132 Einwohner gezählt, 1905 181<ref>Volkszählung 1905</ref>, 1961 waren es 220<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982-533"></ref>, 1992 100, 135 im Jahr 2010 und 123 im Jahr 2014.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohnerzahlen der Gemeinde Ostrach (Stand: 31. Juli 2014) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. März 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ostrach.de</ref>

1875 1905 1961 1970 1992 2010 2014
132 181 220 177 100 135 123

Politik

Ortsvorsteher

Ortsvorsteher Habsthals ist Alois Müller, sein Vertreter ist Dominic Osswald. Beide wurden im Mai 2014 vom Ortschaftsrat gewählt und bestätigt.

Ehemalige Bürgermeister

1875 war Anton Burkart Bürgermeister und Standesbeamter, Gemeinderat und -rechner E. Frick sein Stellvertreter. Nachdem die Stelle des Bürgermeisters zuvor sieben Jahre nicht besetzt war, wurde Schmiedemeister Franz Burkhart 1902 in das Amt gewählt. Burkhart wohnte im Haus der ehemaligen Klosterschmiede beim alten Gottesacker.<ref>Otto H. Becker: Möchte doch Habsthal wieder ein Gotteshaus werden!. In: Hohenzollerischer Geschichtsverein (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hohenzollerische Heimat, 42. Jahrgang, Nr. 3/September 1992 (S. 47) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de</ref>

Wappen

Wappen des Ostracher Teilorts Habsthal
Wappen des Ostracher Teilorts Habsthal
Blasonierung: „In geteiltem Schild oben in Gold eine dreilatzige rote Fahne, unten in Rot ein stehender goldener Hirsch.“
Wappenbegründung: Die rote Fahne auf goldenem Grund im 1951 vom Innenministerium Württemberg-Hohenzollern verliehenen Wappen ist das Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen, auf deren Besitz 1259 das Habsthaler Kloster angesiedelt wurde, der Hirsch deutet auf die spätere Herrschaft der Grafschaft Sigmaringen.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Datei:Habsthal außen 2.jpg
Kloster Habsthal

Denkmale

Zwischen Ziegelbühl und Klosterstraße stehen zwei Kriegerdenkmale. Das eine, aus einem Granit-Findling hergestellt, erinnert an die „bis zum Jahr 1903 Verstorbenen und im Kriege 1870/71 Gefallenen der Gemeinden Habsthal-Rosna“, das andere wurde „den Gefallenen und Vermissten von 1914–1918 und 1939–1945“ errichtet.

Infrastruktur und Tourismus

Verkehr

Habsthal befindet sich mit Ostrach im Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) und seit dem 1. Januar 2009 auch im Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo).

Tourismusrouten und Pilgerwege

Habsthal ist eine Station der Oberschwäbischen Barockstraße.

Neben einigen von der Gemeinde Ostrach ausgeschilderten lokalen Wanderwegen verlaufen durch Habsthal die „Schleife 2“ und die „Schleife 3“ des Oberschwäbischen Pilgerwegs sowie der „Habsthaler Jakobsweg“, eine Etappe des Via Beuronensis.

Persönlichkeiten

  • Franz Xaver Mezler (1756–1812), Mediziner, eröffnete 1807 eine „Erziehungsanstalt für bürgerliche Mädchen“ in Habsthal
  • Karl Ruggaber (1886–1936), SPD-Landtagsabgeordneter, Opfer des Nationalsozialismus
  • Tutilo Gröner (1899–1977), Benediktiner und Maler der Beuroner Kunstschule

Literatur

Weblinks

Commons: Habsthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende


Vorlage:Hinweisbaustein