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Hans Hansen (Fotograf)

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Hans Hansen (* 1940 in Bielefeld<ref group="97a" name="S.44">S. 44</ref>) ist ein deutscher Fotograf. Er ist Ehrenmitglied des Bundes Freischaffender Foto-Designer (BFF), Mitglied des Art Directors Club Deutschland (ADC) und berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Hansen lebt und arbeitet seit 1967 in Hamburg.<ref group="97a" name="S.44" />

Ausbildung

Hansen bildete sich als Lithograph aus und studierte Ende der 1950er Jahre Angewandte Grafik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Walter Breker.<ref group="97a" name="S.44" /> Als Fotograf ist Hansen Autodidakt.<ref group="97a" name="S.44" /> Während Fotografie in der nordamerikanischen Werbung bereits ein anerkannter Teil der Gestaltung war, wurde in der Klasse für Angewandte Grafik zwar mit grafischen, aber nicht mit fotografischen Mittel gearbeitet. Weil Hansen jedoch an der Verbindung von Grafik und Fotografie interessiert war, begann er, die von ihm benötigten Fotografien selbst aufzunehmen.<ref group="97a" name="S.46">S. 46</ref>

Zu Hansens Kommilitonen gehörten Hilla und Bernd Becher, die sich zu dieser Zeit bereits mit der Fotografie von Fachwerkhäusern beschäftigten.<ref group="97a" name="S.46" /> Zwar leitete Hilla Becher anfangs Hansen in der Dunkelkammer an; Hansen berichtete jedoch später, er habe seinerzeit „das, was die Bechers gemacht haben, in seiner Konsequenz und Bedeutung überhaupt nicht verstanden“.<ref group="97a" name="S.46" />

Hansen wollte nach dem Abschluss der Akademie zunächst nicht für die Werbung fotografieren, traf jedoch in Düsseldorf auf Jack Piccolo, einen New Yorker Art Director der Agentur DDB, der Hansen in Gesprächen über einzelne Fotografien dazu verhalf, seine Vorbehalte gegenüber dem Medium der Werbung abzubauen.<ref group="97a" name="S.51f">Seiten 51 f.</ref>

Werk

Seit 1962 ist Hansen als selbständiger Fotograf tätig.<ref group="97a" name="S.44" />

Mitte der 1960er Jahre begann Hansen, unter dem Werbeleiter Hans G. Conrad für Kampagnen der Lufthansa zu fotografieren.<ref group="97a" name="S.53A">Abbildungen Plakate, S. 53</ref> Die Arbeit für den Auftraggeber Lufthansa dauerte über Jahrzehnte an; die Fluggesellschaft griff später auch den für Hansen typischen Stil der Food-Fotografie für ihre Menükarten auf (Art Director: Klaus Wille).<ref group="97a" name="S.52">Abbildungen Menükarten, S. 52</ref>

Für Vitra fotografierte Hansen über Jahre hinweg Stühle und andere Produkte (darunter Entwürfe von Ray und Charles Eames und Verner Panton), mit immer gleicher Perspektive, Brennweite und gleichbleibendem Grundlicht und prägte so einen unverkennbaren, nüchtern und dokumentarisch erscheinenden Stil der Produktfotografie.<ref group="97a" name="S.48" /><ref group="97a" name="S.49A">Abbildungen Vitra, S. 49</ref> Hansen merkte dazu an:<ref group="97a" name="S.48" />

„[…] die Stühle werden vergleichbar. Dadurch entsteht eine Art von Dokumentation aus meiner Sicht. Eine sachliche Abbildung gibt es nicht, da jede Art von Foto dokumentierend und zugleich auch interpretierend ist. […] Meine Aufgabe bei ›Vitra‹ sehe ich darin, das Erscheinungsbild der Firma mit zu gestalten, indem ich die Dinge über Jahre immer wieder in gleicher Weise abbilde und dadurch einen ganz bestimmten Ausdruck erreiche. Mich interessiert die dokumentarische, sachliche Abbildung des Stuhls zunächst sekundär. Die Interpretation des Stuhls ist eine sehr persönliche.“

Hansen arbeitete für viele design-orientierte Firmen und Marken, darunter Akzo (heute AkzoNobel),<ref group="97a" name="S.56A">Vier Motive aus der Serie Viskose, S. 56</ref> ERCO, Franz Schneider Brakel (FSB), Siemens, Gebrüder Rasch,<ref group="97a" name="S.54A">Abbildung Zeitwände, S. 54</ref> Dibbern<ref group="97a" name="S.51A">Abbildungen Finnisches Glas, S. 51</ref> und Daimler-Benz<ref group="97a" name="S.57A">Abbildung aus der Konzern-Kampagne von 1988, S. 57</ref>,<ref group="97a" name="S.44" /> aber auch Sony, Bulthaup, American Express, Fiat, Perrier, Volkswagen, Porsche, Kodak, Joop und Jil Sander.

Daneben fotografierte er Reportagen und Stills für den Stern,<ref group="97a" name="S.47A">Abbildung S. 47</ref> das Zeit Magazin,<ref group="97a" name="S.48A1">Abbildung Anonymes Design, S. 48 oben</ref> die Zeitschrift Max<ref group="97a" name="S.48A2">Abbildung Persönliche Gegenstände von Prominenten, S. 48 Mitte</ref> und das Magazin der Süddeutschen Zeitung<ref group="97a" name="S.55A">Abbildung Implantate, S. 55</ref> sowie Harper’s Bazaar, Vogue, Feinschmecker und Architektur & Wohnen.

Hansen bezieht sich in eigenen Aussagen auf die Traditionen der Hochschule für Gestaltung Ulm und des Bauhauses, denn „die Arbeit dort war immer eingebettet in eine persönliche Haltung der Leute. Man hat dort eine bestimmte Idee verfolgt und nicht die Mode“.<ref group="97a" name="S.48">S. 48</ref>

Andere über Hansen

„Er hat eine Bildsprache entwickelt, die durch Auflösung und Abstraktion immer neue Sichten, neue Formen schafft.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />F. C. Gundlach

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Wolf Uecker: Deutschland deine Küchen. Steinhagen 1988 (Mit Fotografien von Hans Hansen).
  • Wolf Uecker: Das neue deutsche Kochbuch. Steinhagen 1990 (Mit Fotografien von Hans Hansen).

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

97a – Tammo F. Bruns, Frank Schulte, Karsten Unterberger: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Positionen zu Design, Werbung und Unternehmenskultur. Hrsg.: Hans Höger, Rat für Formgebung. Springer, Berlin / Heidelberg 1997, ISBN 3-540-61896-1, S. 44–57 (Gespräch mit Hans Hansen vom 15. Januar 1995 in Hamburg). <references group="97a" />

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