Sumpf-Labkraut
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| Sumpf-Labkraut | ||||||||||||
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| Datei:GaliumPalustre.jpg
Sumpf-Labkraut (Galium palustre) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Galium palustre | ||||||||||||
| L. |
Das Sumpf-Labkraut (Galium palustre) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter (Galium) in der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).
Beschreibung
Das Sumpf-Labkraut ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 8 bis 30<ref name="FloraNHMwien" />, selten bis zu 150 cm erreicht. Die dünnen Stängel sind durch abwärts gerichtete stachelige Trichome etwas rau, nur selten sind sie auch glatt. Die Laubblätter sind gerundet. Die mittleren Laubblätter sind 5 bis 15 mm lang<ref name="FloraNHMwien" />.
Die Blütezeit liegt je nach Standort zwischen Mai und Juli oder September. Die Blütenstände sind locker, die Teilblütenstände sind reichblütig. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die meist vierzipfelige, weiße Krone weist einen Durchmesser von 2 bis 3,5 mm auf<ref name="FloraNHMwien" />. Charakteristisch sind vor allem die roten Staubbeutel.
Die an geraden Fruchtstielen stehenden Früchte sind feinkörnig-rau.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="Oberdorfer2001" />
Verwechslungsmöglichkeiten
Das Sumpf-Labkraut kann leicht mit dem Hohen Labkraut (Galium elongatum) verwechselt werden. Manche Autoren fassen auch beide Arten als Unterarten einer Art zusammen, die dann den wissenschaftlichen Namen Galium palustre L. s. l. trägt. Man kann das Sumpf-Labkraut an seinem nicht weißkantigen Stängel und seinen Blüten, die höchstens 4 Millimeter breit sind, unterscheiden. Seine Chromosomenzahl ist auch 2n = 24, während das Hohe Labkraut die Zahl 2n = 96 hat.
Ökologie
Beim Sumpf-Labkraut handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Blüten sind vormännlich. Spontane Selbstbestäubung ist möglich.<ref name="Düll2011" />
Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Sumpf-Labkrauts reicht von Europa bis ins westliche Sibirien, von Grönland bis Maryland und umfasst die Azoren und das nordwestliche Afrika.<ref name="WCSP" /> Das Sumpf-Labkraut gedeiht von der collinen bis montanen oder hochmontanen Höhenstufe in Höhenlagen bis zu 1850 Metern, so am Tümpel an der Seehütte am Nordwestfuß des Kleinen Rappenkopfs in den Allgäuer Alpen von Bayern.<ref name="Dörr und Lippert" /> Es wächst in Nasswiesen, Großseggenrieden, Röhrichten, Ufern, Gräben und lichten Feuchtwäldern. Die bevorzugten Böden sind nasse, zum Teil zeitweise überschwemmte, mäßig nährstoffreiche Ton- und Sumpfhumusböden. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Magnocaricion.<ref name="Oberdorfer2001" />
Das Sumpf-Labkraut ist in allen österreichischen Bundesländern häufig vorhanden.<ref name="FloraNHMwien" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w (sehr feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 3 (montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie und Systematik
Die Erstveröffentlichung von Galium palustre erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 105. Es gibt die Homonyme: Galium palustre <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Bieb. in Flora Taurico-Caucasica, 1, 1808, S. 103 und Galium palustre <templatestyles src="Person/styles.css" />Pourr. ex Willk. & Lange in Prodromus Florae Hispanicae, 2, 1868, S. 322.<ref name="tropicos" /> Synonyme für Galium palustre <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind<ref name="Kew" />: Rubia palustris <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Baill., Galium palustre var. genuinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Cout., Galium diffusum <templatestyles src="Person/styles.css" />Gilib., Galium incarnatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Gilib., Galium montanum <templatestyles src="Person/styles.css" />With., Galium witheringii <templatestyles src="Person/styles.css" />Sm., Galium glomeratum <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill. ex Roem. & Schult., Galium palustre var. brachyphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Opiz, Galium palustre var. rupicola <templatestyles src="Person/styles.css" />Desm., Galium fontinale <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Koch, Galium rupicola <templatestyles src="Person/styles.css" />(Desm.) Boreau, Galium palustre var. umbrosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Asch., Galium palustre var. majus <templatestyles src="Person/styles.css" />Schur, Galium palustre var. witheringii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sm.) Nyman, Galium palustre var. maximum <templatestyles src="Person/styles.css" />Heinr.Braun, Galium rumelicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Formánek, Galium palustre var. morisianum <templatestyles src="Person/styles.css" />Rouy, Galium palustre f. submersum <templatestyles src="Person/styles.css" />Glück, Galium vayredae <templatestyles src="Person/styles.css" />Sennen, Galium masferreri <templatestyles src="Person/styles.css" />Sennen, Galium palustre subsp. tetraploideum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.R.Clapham, Galium palustre var. balticum <templatestyles src="Person/styles.css" />Apelgren, Galium tetraploideum <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.R.Clapham) G.H.Loos.
Literatur
- Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
- Galium palustre L. s. l., Sumpf-Labkraut - Galium palustre agg.. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Galium palustre L. s. str., Sumpf-Labkraut. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references> <ref name="tropicos"> Galium palustre bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Kew"> Eintrag bei Kew.</ref> <ref name="FloraNHMwien"> Eigentliches Sumpf-Labkraut - Galium palustre s.str. 8. Februar 2011 Datenblatt bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol</ref> <ref name="Düll2011"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 509.</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="InfoFlora">Galium palustre L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>
Weblinks
- Galium palustre L. s. str., Sumpf-Labkraut. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Galium palustre L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Thomas Meyer: Labkraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)