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Knut Blind

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Dezember 2024 um 14:09 Uhr durch imported>T. Wirbitzki (Einzelnachweise: lk Handelsblatt (Ersatz durch Archiv, Archivlink bestätigt, Linkbeschriftung), pressestelle.tu-berlin.de; 2x https; abruf statt zugriff).
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Knut Blind (* 1965) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er befasst sich mit generellen Fragen der Innovationsforschung, insbesondere mit dem Einfluss regulativer Rahmenbedingungen auf Innovationen.

Leben

Blind studierte Volkswirtschaftslehre, Politologie und Psychologie an der Universität Freiburg und der Brock University in Kanada. Er war als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Finanzwissenschaft in Freiburg tätig und wurde dort bei Hans-Hermann Francke promoviert. Er habilitierte sich an der Universität Kassel.<ref name="aw">Darstellung des akademischen Werdegangs der Fakultät Wirtschaft & Management der TU Berlin [1] (abgerufen am 21. Februar 2020)</ref> Seit 2006 ist er Professor für das Fachgebiet Innovationsökonomie an der Technischen Universität Berlin. Dieses Fachgebiet im Institut für Technologie und Management der Fakultät Wirtschaft und Management wurde 2006 gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe eingerichtet. Von 2008 bis 2016 war er Inhaber des Stiftungslehrstuhls Standardisierung an der Rotterdam School of Management der Erasmus-Universität Rotterdam.<ref name="aw" />

Von 1996 bis 2010 war Blind in leitenden Funktionen am (ISI) in Karlsruhe tätig. 2010 wechselte er zum Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin, von wo er im Oktober 2019 zum ISI in Karlsruhe zurückkehrte, wo er die Leitung des Geschäftsfeldes Innovation und Regulierung übernahm.<ref name="aw" />

Werk

Blind veröffentlichte in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften, darunter in Research Policy, Technovation, Journal of Technology Transfer, Industrial an Corporate Change, IEEE Transactions on Engineering Management, Telecommunications Policy und Journal of Productivity Analysis, Industry & Innovation und R&D Management.<ref>Knut Blind. In: scholar.google.com. Abgerufen am 3. Mai 2023.</ref> Für seine Lebensleistung wird er seit 2009 im Handelsblatt Betriebswirte-Ranking, welches 2018 von der Wirtschaftswoche übernommen wurde, zu den führenden deutschen Betriebswirten gerechnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Top 200 - Lebenswerk. (Memento vom 7. Februar 2011 im Internet Archive) Handelsblatt Betriebswirte-Ranking 2009: In: Handelsblatt online.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Top 100 Forscher aktuell. (Memento vom 19. Oktober 2012 im Internet Archive) Handelsblatt-Ranking Betriebswirtschaftslehre 2012. In: Handelsblatt online (abgerufen am 3. Dezember 2012).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Top 250. (Memento vom 25. Juni 2016 im Internet Archive) Handelsblatt BWL-Ranking 2014 – Lebenswerk. In: Handelsblatt online (abgerufen am 12. Mai 2015).</ref><ref>Forschungsmonitoring. Abgerufen am 28. Januar 2019.</ref><ref>Forschungsstarke Betriebswirte. 3. Januar 2023, abgerufen am 2. Februar 2023.</ref> Im Ranking von Research.com wurde er im Februar 2022 unter den Top 10 der deutschen Betriebswirte auf Basis des Hirsch-Indexes gelistet.<ref>World's Top Business and Management Scientists: H-Index Business and Management Science Ranking in Germany. Abgerufen am 7. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ferner wurde er im F.A.Z.-Ökonomenranking 2013 der einflussreichsten deutschen Ökonomen gelistet.<ref>TU Berlin: Platz 3 im F.A.Z.-Ökonomenranking, Pressemitteilung der TU Berlin, 14. Oktober 2013.</ref> Blinds Dissertation wurde mit dem F. A. v. Hayek-Preis der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg ausgezeichnet.<ref name="aw" />

Im Jahr 2012 hat er wie das Berliner Innovationspanel initiiert.<ref>BIP - Berliner Innovationspanel. In: tu.berlin. Abgerufen am 3. Mai 2023.</ref> Es wird jährlich vom Leibniz Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) parallel zu dem für die Bundesrepublik Deutschland erhobenen Innovationspanel durchgeführt<ref>ZEW - Forschungsansatz, Finanzierung, Kurzinformation. In: zew.de. Abgerufen am 3. Mai 2023.</ref> und erfasst empirische Daten zum Innovationsgeschehen der Berliner Wirtschaft.<ref>Innovationsbericht Berlin 2013 – Berliner Wirtschaft sehr innovationsorientiert. In: zew.de. Abgerufen am 23. Mai 2016.</ref><ref>Innovationsstudie: Warum Start-ups spezielle Nachbarn brauchen - WiWo Gründer. In: WiWo Gründer. 17. Januar 2017 (wiwo.de [abgerufen am 18. Januar 2017]).</ref>

Knut Blind hat im Jahr 2012 das Deutsche Normungspanel (DNP) initiiert,<ref>Deutsches Normungspanel - TU Berlin - DNP. In: normungspanel.de. 9. August 2018, abgerufen am 3. Mai 2023.</ref> das mit Unterstützung des Deutschen Instituts für Normung (DIN e. V.) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) in DIN und VDE<ref>Über uns. In: dke.de. 2. Juni 2014, abgerufen am 3. Mai 2023.</ref> unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz eine jährliche Befragung von Organisationen zum Thema Normung und Standardisierung durchführt. Im April 2023 wurde er von der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission beauftragt, das Europäische Normungspanel durchzuführen<ref>Commission Plans to launch a European Standardisation Panel survey. Abgerufen am 2. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Auszeichnungen und Preise

  • 2017: Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)<ref>acatech: News Detail. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Februar 2017; abgerufen am 31. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2016: ISPIM Knut Holt Best Paper Award für "To Standardize or to Patent? Development of a Decision Making Tool and Recommendations for Young Companies" zusammen mit Nizar Abdelkafi, Sergiy Makhotin, Marina Thuns und Anna Pohle vom Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie<ref>ISPIM Awards. In: ISPIM - International Society for Professional Innovation Management. (ispim.org [abgerufen am 28. November 2016]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ISPIM Awards (Memento vom 25. November 2016 im Internet Archive)</ref>
  • 2015: Auszeichnung für zweitbestes Paper "Regulation and Standardization of Data Protection in Cloud Computing" zusammen mit Martin Löhe (Technische Universität Berlin, Deutschland) bei der ITU Kaleidoscope 2015 Konferenz "Trust in the Information Society"<ref>Trust in the Information Society. In: ITU. Abgerufen am 28. November 2016.</ref>
  • 2013: WISU Prof-Homepage des Monats Oktober 2013
  • 2012: IEC-IEEE 2. Preis für das Paper "The benefits of standards and standardization in the German electric and electronic industry" zusammen mit Dr. Axel Mangelsdorf<ref>IEEE-SA - IEC-IEEE Challenge: First Prize Awarded to University of Colorado for Academic Publication on Cloud Computing Standardization. In: standards.ieee.org. Abgerufen am 28. November 2016.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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