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Spiesen-Elversberg

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Spiesen-Elversberg.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 19′ N, 7° 8′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|10043117}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 19′ N, 7° 8′ O
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  }}
Bundesland: Saarland
Landkreis: Neunkirchen
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|10043117}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 66583
Vorwahlen: 06821, 06894 (Spiesermühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NK, OTW
Gemeindeschlüssel: 10 0 43 117
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 116
66583 Spiesen-Elversberg
Website: www.spiesen-elversberg.de
Bürgermeister: Bernd Huf (parteilos)
Lage der Gemeinde Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen
<imagemap>

Bild:Spiesen-Elversberg_in_NK.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 1052 410 996 274 953 328 800 318 794 231 591 155 479 225 406 228 303 334 233 341 170 281 44 477 127 590 100 672 173 676 226 915 349 944 362 1077 429 1180 555 1104 644 1124 605 948 611 805 760 679 790 613 857 616 983 440 Eppelborn poly 1052 410 989 440 860 616 797 609 760 669 611 805 608 944 654 1130 760 1127 774 1230 840 1226 1036 1047 1168 1051 1175 948 1102 855 1374 881 1391 812 1324 745 1547 639 1553 533 1424 417 1341 420 1258 470 1082 473 Illingen (Saar) poly 1102 855 1374 881 1404 1037 1268 1187 1294 1276 1215 1276 1195 1478 1109 1482 1099 1323 1016 1299 973 1200 840 1223 1039 1044 1178 1051 1175 934 Merchweiler poly 1321 742 1543 636 1653 676 1686 762 1775 762 1762 958 1699 1034 1676 1200 1556 1376 1420 1386 1294 1273 1265 1190 1404 1037 1377 875 1397 812 Schiffweiler poly 1344 424 1424 420 1553 523 1547 633 1653 672 1689 755 1772 759 1921 689 1978 769 2061 666 2193 639 2220 702 2289 626 2376 613 2425 503 2538 500 2565 583 2674 536 2764 536 2813 480 2681 281 2558 271 2508 175 2402 238 2193 66 1799 397 1626 361 1570 248 1457 238 1344 420 Ottweiler poly 1500 1561 1477 1661 1706 1847 1785 1847 1818 1820 1888 1873 1945 1800 2011 1790 2074 1830 2057 1624 1974 1538 Spiesen-Elversberg poly 1772 762 1765 964 1696 1044 1679 1200 1497 1439 1503 1555 1978 1535 2061 1628 2077 1827 2041 1943 2067 2012 2502 1774 2525 1681 2585 1654 2644 1522 2618 1459 2551 1485 2459 1435 2419 1253 2455 1163 2399 1067 2283 1047 2283 928 2382 885 2406 742 2508 709 2512 619 2565 586 2542 503 2435 503 2379 609 2286 626 2216 702 2187 639 2074 666 1974 765 1908 689 1779 762 Neunkirchen (Saar) poly 2469 0 2515 62 2498 178 2551 261 2687 288 2843 583 2790 676 2870 726 2867 29 2462 3 Rheinland-Pfalz poly 538 0 601 152 797 235 797 311 946 328 999 274 1082 473 1258 467 1341 420 1450 241 1573 251 1626 361 1799 394 2193 72 2412 238 2505 185 2518 62 2465 0 Landkreis St. Wendel poly 1 3 545 3 601 155 472 221 396 228 296 328 220 334 177 288 41 470 117 593 91 672 180 672 223 908 163 931 170 1041 91 1034 4 1173 Landkreis Saarlouis poly 1 1177 4 2032 1328 2039 1304 1926 1391 1813 1560 1730 1474 1654 1490 1439 1550 1379 1407 1392 1301 1279 1218 1279 1198 1475 1105 1478 1102 1326 1003 1293 959 1200 777 1233 764 1127 648 1130 565 1094 432 1180 356 1070 346 948 236 908 157 934 167 1034 100 1037 Regionalverband Saarbrücken poly 1331 2039 1308 1929 1394 1810 1560 1740 1716 1857 1792 1860 1882 1870 1948 1800 2024 1794 2081 1833 2034 1939 2071 2012 2498 1777 2585 1654 2641 1522 2618 1455 2548 1488 2455 1435 2422 1253 2455 1167 2392 1061 2280 1034 2286 938 2382 885 2409 742 2505 709 2505 613 2668 536 2764 536 2813 483 2833 593 2794 676 2867 719 2870 2019 Saarpfalz-Kreis desc bottom-right </imagemap>

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:Galgenbergturm 1 (fcm).jpg
Der Galgenbergturm zwischen Spiesen und Elversberg
Datei:Pan elversberg.jpg
Panorama des Ortsteils Elversberg

Spiesen-Elversberg (<phonos file="LL-Q188 (deu)-Frank C. Müller-Spiesen-Elversberg.wav">anhören</phonos>/?) ist eine saarländische Gemeinde im Landkreis Neunkirchen, rund 15 km nordöstlich von Saarbrücken.

Geographie

Geographische Lage

Spiesen-Elversberg liegt 1 km südwestlich der Kreisstadt Neunkirchen, 2 km nördlich von St. Ingbert, 3 km nördlich vom St. Ingberter Stadtteil Rohrbach und 2 km östlich von Friedrichsthal. In der Umgebung gibt es zahlreiche Wälder, die Teil des Saarkohlenwaldes sind.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Spiesen und Elversberg.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind die Städte Neunkirchen (Landkreis Neunkirchen), Friedrichsthal und Sulzbach (Regionalverband Saarbrücken) sowie St. Ingbert (Saarpfalz-Kreis).

Geschichte

Antike und Mittelalter

Das Gebiet wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Zur Römerzeit befanden sich im Ortsteil Spiesen Waldbauernhöfe, mehrere Heiligtümer nebst Gräberfeld und eine Villa rustica am Freidelbrunnen. Eine wirtschaftliche Beziehung zum Kännelkohlenabbau des Flöz Tauentzien in Heinitz ist wahrscheinlich.

Im Mittelalter erwarben das Kloster Neumünster (heute Stadtteil von Ottweiler) und die Abtei Wadgassen Besitzungen in Spiesen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Auf: www.saarland-lexikon.de, abgerufen am 3. Juli 2012.</ref>

Die erste urkundliche Erwähnung Spiesens im Jahre 1195 findet sich in einem Dokument, in dem Graf Ludwig I. der Ältere von Saarwerden der Abtei Wadgassen eine Hufe bei Spizze schenkt. Zwei Jahre später bestätigt Papst Coelestin III. dem Kloster Wadgassen seine Rechte an einem Mansus (Hufe) bei Spize. 1286 wurde erstmals eine Kirche zu Spizzen erwähnt, deren Pfarrbesetzungsrecht in einem Vertrag zwischen dem Kloster Neumünster und dem Ritter Friedrich von Stein geregelt wurde. Dieser Ritter und seine Frau verkauften 1295 ihre Eigentümer in Spizzen der Abtei Wadgassen. Über das Patronatsrecht der Kirche (ecclesie de Spissa) brach ein Streit zwischen Ritter Joffried von Saarbrücken und den Abteien Wadgassen und Neumünster aus, der 1307 beigelegt wurde. 1345 trugen Joffried von Saarbrücken und Frau Sophie dem Erzbischof Balduin von Trier ihr Eigengut in Spiesen zu Lehen auf. Fünf Jahre später, im Jahr 1350, übertrug Joffried sein Viertel am Patronat der Kirche zu Spiesen auf ewig an die Abtei Wadgassen. Ohne Wissen des bischöflichen Lehnsherrn verkaufte Joffried 1357 seinen Teil an Spiesen an Graf Walram II. von Zweibrücken. Dieser Teil wurde 1366 von Graf Eberhard II. von Zweibrücken an Wadgassen übergeben. Die lehnsherrliche Zustimmung hierfür gab Erzbischof Otto von Trier erst 1419. 1377 übergab Mechthilde von Spiesen (Metza) sich und ihre Eigentümer in Spiesen dem Kloster Neumünster. Damit besaß Wadgassen drei Viertel und Neumünster ein Viertel aller Güter und Rechte<ref name="geschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zeittafel zur Geschichte von Spiesen-Elversberg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spiesen-elversberg.info Auf: www.spiesen-elversberg.info, abgerufen am 3. Juli 2012.</ref>.

Kriegsknechte Herzog Ludwigs I. von Pfalz-Zweibrücken, genannt der Schwarze, überfielen 1454 Spiesen, plünderten den Ort und vertrieben das Vieh<ref name="geschichte" />.

Frühe Neuzeit

1538 wurde auf der Spieser Gemarkung eine Mühle erbaut, die Spiesermühle.

In den Jahren von 1549 bis 1573 kam es zu einem Grenzstreit mit Rohrbach um Bottenberg, Eulenbronnen (die heutige Lindenquelle nahe dem Glashütter Weiher) und Spieser Mühle.

Graf Albrecht von Nassau-Weilburg, dem durch Neumünster die Hoheit über Spiesen zukam, führte 1575 die Reformation ein. Das Kloster Neumünster wurde 1576 säkularisiert und seine Güter in Spiesen eingezogen. 1592 wurde die katholische Pfarrei von Spiesen durch Graf Albrecht offiziell aufgehoben, 1605 die katholische Kirche von Amts wegen geschlossen.<ref name="geschichte" />

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Spiesen 1631 von schwedischen Truppen besetzt. Graf Wilhelm Ludwig von Nassau-Saarbrücken zog im gleichen Jahr die wadgassischen Besitzungen in Spiesen ein.<ref name="geschichte" />

1634 begann ein 150-jähriger Grenzstreit mit St. Ingbert.

Durch die Kriegsereignisse (am 25. Juli 1635 brandschatzten und zerstörten kaiserliche Kriegsvölker (Kroaten) Dorf und Kirche), Pest und Hungersnöte hatte Spiesen im Dezember des Jahres 1635 nur noch eine Haushaltung<ref name="geschichte" /> und noch höchstens vier Einwohner.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Auf: www.saarland-lexikon.de, abgerufen am 3. Juli 2012.</ref>

Eine Wiederbesiedlung wurde 1677 durch Verwüstung im Holländischen Krieg zunächst zunichtegemacht. Erst 1687 konnte mit der Neubesiedlung wieder begonnen werden. Ebenfalls 1687 setzte sich Wadgassen wieder in den Besitz seiner Güter und Rechte in Spiesen ein, verlor aber 1691 vor dem Präsidialgericht in Saarlouis gegen Graf Friedrich Ludwig von Nassau-Ottweiler. Die Katholiken Spiesens gehörten ab 1705 zur Pfarrei St. Ingbert. Ein Grenzvertrag von 1739 zwischen den Fürsten von Nassau-Saarbrücken und den Reichsgrafen von der Leyen regelte die Grenzziehung zwischen Spiesen und St. Ingbert. Eine Grenzregulierung zwischen Spiesen und St. Ingbert gab es 1744.<ref name="geschichte" />

1789 begann die Französische Revolution, in deren Folge ab 1792 die Koalitionskriege ausbrachen. In diesem Zusammenhang marschierten 1793 französische Revolutionstruppen durch Spiesen. Ein Freiheitsbaum wurde errichtet, der Fürst von Nassau-Saarbrücken floh. 1794 kam es zu Kämpfen in und um Spiesen, bei denen zunächst der preußische Feldherr von Blücher gegen die Franzosen vorrückte, jedoch bald wieder zurückweichen musste. Das linke Rheinufer, und damit auch Spiesen, wurde von Frankreich besetzt und in der Folge annektiert.<ref name="geschichte" />

Neuere Geschichte

Datei:Atlas des concessions du terrain houiller de la Sarre (feuille 37).jpg
Elbersberg 1810 (rechter Bildrand)

Im Jahr 1800 wurde eine neue katholische Kirche, 1803 ein dazugehöriges Pfarrhaus erbaut. 1813 wurde die Spieser Mühle wieder errichtet.

Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Spiesen preußisch und gehörte zur Bürgermeisterei Neunkirchen im neugebildeten Kreis Ottweiler.

1847 wurde der Heinitzstollen angehauen. Elversberg entstand nach 1852 als Kolonistensiedlung für diese nahe gelegene neue Kohlengrube Heinitz. 1872 wurde durch eine Kabinettsorder von König Wilhelm I. von Preußen aus gleich großen Bannteilen der Gemeinden Neunkirchen und Spiesen eine neue Gemeinde unter dem Namen „Elversberg“ gebildet<ref name="geschichte" />.

1899 wurde das Wasserwerk Spiesermühltal gebaut und 1902 das Gaswerk des Gasverbandes Spiesen-Elversberg.

Neueste Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg führten die Bestimmungen des Friedensvertrag von Versailles von 1919 dazu, dass Spiesen und Elversberg von 1920 bis 1935 im Saargebiet lagen, das mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt wurde. In dieser Zeit existierte hier auch eine Domanialschule.<ref>Arnold Ilgemann: »Franzosenschulen« – Die französischen Domanialschulen in der Völkerbundszeit. (PDF) MELUSINE – Literarische Gesellschaft Saar-Lor-Lux-Elsass e. V., 22. Juni 1993, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. März 2017; abgerufen am 27. September 2019 (Vortragsmanuskript).</ref>

1922 schieden Spiesen und Elversberg aus der Bürgermeisterei Neunkirchen aus und bildeten eine eigene Bürgermeisterei (Amt). 1926 wurde die Straßenbahnlinie Saarbrücken–Spiesen der Straßenbahn Saarbrücken gebaut und die Gemeinde mit elektrischem Strom versorgt. Eine weitere Straßenbahnlinie (Neunkirchen–Spiesen) der Straßenbahn Neunkirchen wurde 1927 eingerichtet.<ref name="geschichte" />

Nach der Volksabstimmung im Saargebiet 1935 wurde das Saargebiet dem Deutschen Reich angegliedert. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde der Adolf-Hitler-Turm gebaut (heute Galgenbergturm). Er ist das wichtigste Symbol des Ortes und seit Ende 2007 als abstrahierte Silhouette auf dem Signet der Gemeinde zu finden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen Spiesen und Elversberg zunächst in der französischen Besatzungszone, bevor die Orte 1946 bis Ende 1956 Teil des Saarprotektorats wurden.

Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 wurde das Amt Spiesen-Elversberg aufgelöst. Die beiden Verwaltungen wurden getrennt. 1969 begann der Bau des Rathauses in der Ortsmitte von Spiesen.

Die heutige Doppelgemeinde wurde am 1. Januar 1974 im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform aus den bisher selbständigen Gemeinden Spiesen und Elversberg gebildet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Bei der ersten Direktwahl des Bürgermeisters 2004 wurde Reiner Pirrung (CDU) mit 58,9 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.<ref name="geschichte" />

Einwohnerentwicklung

Spiesen

  • 1861: 0 etwa893 Einwohner
  • 1885:  etwa3171 Einwohner
  • 1905:  etwak. A.
  • 1961:  etwa6422 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1970:  etwa6883 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 2007: etwa 6800 Einwohner

Elversberg

  • 1858: etwa 0600 Einwohner
  • 1885: etwa 3000 Einwohner
  • 1905: etwa 5000 Einwohner
  • 1961:  etwa9691 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1970:  etwa9728 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 2007: etwa 7900 Einwohner
Datei:Elversberg Kirche.jpg
Die Pfarrkirche Herz Jesu in Elversberg

Religion

In Spiesen-Elversberg besteht die katholische Pfarrei und Kirchengemeinde „St. Ludwig - Herz-Jesu Spiesen-Elversberg“.<ref name="kirchen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kirchengemeinden (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spiesen-elversberg.info Auf: www.spiesen-elversberg.info, abgerufen am 3. Juli 2012.</ref> Die zuvor eigenständigen Pfarreien und Kirchengemeinden „St. Ludwig“ (Spiesen) und „Herz-Jesu“ (Elversberg) wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 zu einer gemeinsamen zusammengeschlossen.<ref>Guter Rat aus Neunkirchen für den Bischof. In: Saarbrücker Zeitung. Saarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, 24. Juni 2020, abgerufen am 11. März 2022.</ref> Sie liegt im Dekanat Neunkirchen, das zum Bistum Trier gehört<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfarreien im Bistum, Dekanat Neunkirchen (Memento vom 30. März 2013 im Internet Archive) Auf: www.bistum-trier.de, abgerufen am 3. Juli 2012.</ref>.

Für die evangelischen Christen bestehen die „Evangelische Kirchengemeinde Elversberg-Spiesen-Heinitz“, die zum Kirchenkreis Saar-Ost der Rheinischen Landeskirche gehört,<ref name="kirchen" /><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.evks-data.deEvangelische Kirchengemeinde Elversberg (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Auf: www.evks-data.de (Evangelisch im Saarland), abgerufen am 3. Juli 2012.</ref> und die „Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Martin“, die Teil des Pfarrbezirks Saarbrücken-Spiesen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ist.<ref name="kirchen" /><ref>Pfarrbezirk Saarbrücken-Spiesen. Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Martin, abgerufen am 11. März 2022.</ref>

Darüber hinaus gibt es eine Neuapostolische Kirche und eine Evangelisch-Methodistische Kirchengemeinde<ref name="kirchen" />.

Politik

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

Kommunalwahl 2024
Wahlbeteiligung: 60,5 % (2019: 66,0 %)
 %
30
20
10
0
23,6 %
23,0 %
21,1 %
17,1 %
6,6 %
5,1 %
3,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−8,0 %p
−11,5 %p
+21,1 %p
+17,1 %p
−7,8 %p
−4,3 %p
−6,5 %p

Gemeinderat

Der Gemeinderat mit 33 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 wie folgt zusammen:<ref>Landeswahlleiterin, Statistisches Amt Saarland: Ergebnis der Gemeinderatswahl 2024 – Spiesen-Elversberg</ref>

SPD:   8 Sitze (− 2)
CDU:   8 Sitze (− 4)
Stimmen für Spiesen-Elversberg:   7 Sitze (+ 7)
AfD:   6 Sitze (+ 6)
LINKE:   2 Sitze (− 3)
FDP:   1 Sitz (− 2)
GRÜNE:   1 Sitz (− 2)

Bürgermeister

Ortsvorsteher Spiesen

1860–1874 Friedrich Wilhelm Hoppstädter
1875–1889 Mathias Raber
1890–1900 Gräber
1901–1920 Peter Kiefer
1921–1923 Bayer
1924–1926 Johannes Nikolaus Poth
1927–1929 Bayer
1929–1935 Ruffing
1935–1945 Otto Heinrichs
1946–1956 Nikolaus Noll
1956–1964 Herbert Recktenwald
1963–1973 Heinrich Kohler
1974–1989 Alois Kohler
1989–1994 Josef Hoffmann
1994–2004 Fritz Berwanger
2004–2014 Thomas Thiel

Der Gemeinderat entschied, 2014 die Gemeindebezirke aufzulösen, wodurch es seither keine Ortsräte und keine Ortsvorsteher mehr gibt.<ref>Bürgermeister Pirrung verabschiedet ehemalige Gemeinde- und Ortsräte. Spiesen-Elversberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. April 2015; abgerufen am 7. April 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spiesen-elversberg.info</ref>

Ortsvorsteher Elversberg

1872–1873 Wilhelm Sondermann
1873–1901 Alexander Wittig
1901–1914 August Blümer
1914–1920 Moritz
1920–1926 Johannes Heidinger
1926–1933 Jakob Wallacher
1933–1935 Baptist Schmitt
1935–1945 Johann
1946–1955 Franz Becker
1956–1960 Johannes Haußler
1960–1962 Paul Schommer
1963–1973 Johann Blatt
1974–1994 Karl Friedrich Kausch
1994–2004 Norbert Welker
2004–2014 Lothar Engelbreth

Der Gemeinderat entschied, 2014 die Gemeindebezirke aufzulösen, wodurch es seither keine Ortsräte und keine Ortsvorsteher mehr gibt.

Amtsvorsteher Spiesen und Elversberg

1922–1923 Nicola
1923–1945 Otto Heinrichs
1946–1947 Hermann Trittelvitz, SPD
1947–1952 Theodor Okon
1952–1963 Johann Blatt

Bürgermeister Spiesen-Elversberg

1974–1984 Heinrich Kohler, CDU
1984–1994 Friedhelm Pfeifer, CDU
1994–2004 Karl Friedrich Kausch, SPD
2004–2019 Reiner Pirrung, CDU
seit 2019 Bernd Huf, parteilos

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 wurde der parteilose Kandidat Bernd Huf mit 58 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Spiesen-Elversberg gewählt. Die anderen Kandidaten Heike Morgenthal (SPD) und Thomas Thiel (CDU) konnten 21,1 (Morgenthal) und 20,9 (Thiel) Prozent für sich gewinnen.<ref>SR.de: Huf wird neuer Bürgermeister von Spiesen-Elversberg.</ref>

Wappen und Gemeindefarben

Auf Antrag der Gemeinde vom 26. April 1976 an den Innenminister und nach Zustimmung des Landesarchivs vom 18. Mai 1976 erfolgte die Verleihung des neuen Gemeindewappens mit Urkunde vom 31. Mai 1976. Gleichzeitig wurden auch die Farben Rot und Gelb als Gemeindefarben verliehen.

Blasonierung

„In Rot eine goldene Spitze, belegt mit einem gekrönten roten Löwen, der in der rechten Pranke eine schwarze Grubenlampe mit silbernem Glas und roter Flamme hält; die Spitze beiderseits begleitet von je einem durchgehenden goldenen Kreuz. Das Wappen symbolisiert mit der Spitze den Ortsnamen.“<ref>Gemeindewappen. In: Gemeinde Spiesen-Elversberg. Abgerufen am 25. Dezember 2020.</ref>

Der rote Löwe im goldenen Feld war das Wappen der ersten Grafen von Saarbrücken, die in und um Spiesen ursprünglich einmal Grundherren waren. Die beiden Klöster Wadgassen und Neumünster, die sich später den Grundbesitz von Spiesen teilten, werden durch die beiden Kreuze symbolisiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Denkmäler

Datei:Gaenselieselbrunnen (fcm).jpg
Gänselieselbrunnen (am ursprünglichen Standort)
  • Gänselieseldenkmal – 1935 als Brunnen erbaut, stand „das Gänseliesel“ ursprünglich gegenüber der katholischen St.-Ludwig-Kirche. Die Statue wurde versetzt und steht nun als Denkmal 50 Meter weiter östlich auf dem Gänselieselplatz. Die Überbleibsel des Brunnens (Brunnenbecken) sind noch immer an seinem alten Platz zu sehen. Das kleine Standbild gedenkt eines Mädchens, das die Dorfbewohner im Dreißigjährigen Krieg vor dem Hungertod bewahrt haben soll: „Das“ Gänseliesel versteckte die Gänseschar des Dorfes im Wald und rettete sie so vor den durchziehenden plündernden Truppen.
  • Galgenbergturm – Der als „Adolf-Hitler-Turm“ gebaute Turm wurde am 8. Juli 1939 eingeweiht.
  • Elversberger Kaiserlinde – 1913 gepflanzte Kaiserlinde (2015 entwurzelt und umgestürzt)

Museen

Datei:Heimatmuseum (fcm).jpg
Heimatmuseum Spiesen
  • Heimatmuseum Spiesen – Das Heimatmuseum wurde 1998 im ältesten Haus der Gemeinde an der Ecke Hauptstraße/Marktstraße eingerichtet und befindet sich seit 2015 im „Lions Haus“ am Gänselieselplatz.
  • Maritimes Heimatmuseum Spiesen – Das Maritime Heimatmuseum befindet sich Ecke Hauptstraße/Marktstraße in den ehemaligen Räumen des allgemeinen Heimatmuseums.
  • Heimatstube Elversberg – Die Heimatstube in Elversberg befindet sich in der St. Ingberter Straße, schräg gegenüber der Glück-Auf-Halle.

Naherholungsgebiete

Veranstaltungsorte

  • Festhalle und Glückauf-Halle.
  • CFK – Centrum für Freizeit und Kommunikation der Lebenshilfe gGmbH
  • Ursapharm-Arena

Sport

Die Sportvereinigung 07 Elversberg, die in der 2. Fußball-Bundesliga sowie in der Fußball-Regionalliga Südwest der Frauen spielt, trägt ihre Heimspiele im Waldstadion Kaiserlinde (Ursapharm-Arena) aus. Außerdem spielen in Spiesen der SV Borussia 09 Spiesen (Landesliga Nordost) und in Elversberg die DJK Elversberg.

Der Billardclub 1921 Elversberg spielt in der Bundesliga.

Für den Breiten- und Wettkampfsport gibt es neben Freiluftsportplätzen auch zwei Sporthallen.

2021 bewarb sich die Gemeinde als Host Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation der Special Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeberin für Special Olympics Hellas und Special Olympics Republik Kongo ausgewählt.<ref>Special Olympics: Host Towns. Special Olympics, März 2023, abgerufen am 13. April 2023.</ref> Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.<ref>Host Town Program. Abgerufen am 14. April 2023.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Spiesen-Elversberg ist durch die Bundesstraße 41 (SaarbrückenBad Kreuznach) und die Bundesautobahn 8 an das überregionale Straßennetz angebunden. Die Buslinie 709 der Neunkircher Verkehrs-Gesellschaft verbindet es mit Neunkirchen (Saar). Die Linien der ehemaligen Straßenbahn Saarbrücken (Linie 9 Saarbrücken Neumarkt–Spiesen) und Straßenbahn Neunkirchen (Neunkirchen–Spiesen) gibt es nicht mehr.

Rundfunkanlagen

Am 13. Dezember 2007 startete im Saarland das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T. Der Sender Spiesen, der als Antennenträger einen Ende 2007 auf der „Spieser Höhe“ errichteten freistehenden Stahlfachwerkturm verwendet, ging allerdings erst am 8. Februar 2008 in Betrieb. Im März 2017 erfolgte die Umstellung auf DVB-T2 im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network).

Kanal Frequenz 
(MHz)
Multiplex Programme im Multiplex ERP 
(kW)
Sendediagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/
vertikal (V)
Modulations-
verfahren
FEC Guard-
intervall
Bitrate 
(MBit/s)
SFN
32 562 ARD Digital

(SR Mux 1)

25 D V 64-QAM 
(32-k-Modus)
3/5 19/256 24,66<ref>DVB-T2_Deutschland.pdf. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. April 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.dropbox.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Saarbrücken-Halberg, Göttelborner Höhe, Spiesen

Seit dem 1. Oktober 2021 wird über den Standort auch der DAB+ Mux des SR ausgestrahlt.<ref>SR.de</ref>

Block Programme ERP 
(in kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/
gerichtet (D)
Gleichwellennetz (SFN)
9A
Saarland 1
(D__00238)
DAB+ Block des SR 5 D Bliestal (Webenheim-Hahnen), Felsberg, Mettlach (St. Gangolf), Moseltal (Oberperl-Hammelsberg), Saarbrücken (Göttelborner Höhe), Saarbrücken (Halberg), Spiesen, Tholey (Schaumberg)


9C
Saarland DAB+
(D__00204)
Vorlage:DAB Belegung Kanal 9C Saarland 2 D Vorlage:DAB Gleichwellennetz Kanal 9C Saarland

Eigentümer und Betreiber des Sendeturms ist der Saarländische Rundfunk.

Siehe auch: Liste von Sendeanlagen im Saarland

Bildungseinrichtungen

Grundschule, Gemeinschaftsschule, Kindergarten, Volkshochschule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Johannes Ries (1887–1945), römisch-katholischer Priester und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
  • Just Dillgardt (1889–1960), Politiker (NSDAP) und Oberbürgermeister von Essen
  • Max Kellmayer (1901–1971), geboren in Spiesen, Kaufmann und Politiker
  • Leo Gottesleben (1909–1983), Politiker (CDU) und Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Josef Lutz (1912–1963), Politiker (SPD) und Mitglied des Saarländischen Landtags
  • Fritz Schuster (1916–1988), Politiker (DPS, CDU), saarländischer Innenminister und Oberbürgermeister von Saarbrücken
  • Horst Claus Recktenwald (1920–1990), Professor für Volkswirtschaft in Nürnberg
  • Wilhelm Rammo (1925–2009), Boxer
  • Elisabeth Bosslet (1931–2017), Malerin
  • Rudolf Malter (1937–1994), Philosoph und Professor in Mainz
  • Hans Albert Lauer (1942–2021), geboren in Spiesen, Politiker (SPD), Mitglied des Saarländischen Landtags
  • Wolfgang Klein (* 1946 in Spiesen), Linguist
  • Klaus Jürgen Herrmann (1947–2016), Historiker, Stadtarchivar von Schwäbisch Gmünd
  • Anne-Karin (* 1948 in Elversberg), (eigentlich Anne-Karin Mayer), Schlagersängerin sowie Moderatorin bei Hörfunk und Fernsehen
  • Gerhard Bungert (1948–2025), Autor und Moderator beim Hörfunk
  • Alfred Louis (1949–2024, geboren in Elversberg), Professor für Angewandte Mathematik in Saarbrücken
  • Schorsch Seitz (* 1952 in Elversberg), Musiker (Gesang, Gitarre, Entertainment, Moderation)
  • Michael Habermann (* 1955 in Elversberg), Politiker (SPD) und Mitglied des Deutschen Bundestages
  • Klaus Roth (* 1963), Politiker (CDU), Bürgermeister von Homburg, Mitglied des Saarländischen Landtages
  • Bernhard Pack (1964–1992), Dokumentarfilmer und Höhlentaucher

Sonstige

Weblinks

Commons: Spiesen-Elversberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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