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George Hotz

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Datei:George Hotz at TechCrunch Disrupt.jpg
George Hotz 2016 bei TechCrunch Disrupt

George Francis Hotz (* 2. Oktober 1989 in Glen Rock, New Jersey), auch bekannt unter dem Pseudonym geohot, ist ein US-amerikanischer Hacker, Unternehmer und Softwareentwickler. Bekanntheit erlangte er für die Entwicklung des ersten iOS-Jailbreaks, der Entschlüsselung der PlayStation 3 und der anschließenden Klage von Sony gegen ihn.

Lebenslauf

Datei:George Hotz speaks onstage during TechCrunch Disrupt SF 2016 01.jpg
George Hotz während der TechCrunch Disrupt

Hotz wuchs in Glen Rock im US-Bundesstaat New Jersey auf, wo er auch zur Schule ging und im Jahr 2007 seinen Highschool-Abschluss machte. Er hat eine Schwester. Bereits in der Grundschule interessierte er sich für technische Geräte, die er auseinanderbaute und nach eigenen Ideen in anderer Form wieder zusammensetzte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />George Hotz Biographie: Geohot mehr als nur der PS3 Hacker. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Februar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ps3-news.com ps3-news.com; abgerufen am 19. Februar 2010</ref> Im Jahr 2005 nahm Hotz am Wettbewerb der International Science and Engineering Fair (ISEF) der Firma Intel teil. Er erreichte mit seinem Projekt „The Googler“ die Endrunde. Im Jahr 2007 wurde sein Projekt „I want a Holodeck“ beim gleichen Wettbewerb mit mehreren Preisen ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seaborg SIYSS Award (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. November 2010 im Internet Archive; MS Word)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.societyforscience.org societyforscience.org</ref> Im Mai 2011 wurde George Hotz als Softwareentwickler bei Facebook eingestellt.<ref>Facebook heuert iPhone- und Playstation-Hacker an. In: Zeit Online. 28. Juni 2011, abgerufen am 28. Juni 2011.</ref><ref>Geohot: Der prominente Hacker George Hotz arbeitet jetzt bei Facebook. In: PC-Games.de. 27. Juni 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2011; abgerufen am 28. Juni 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pcgames.de</ref> Seit September 2015 arbeitet er an selbstfahrenden Autos in seiner Firma comma.ai.<ref name="Bohler">Peter Bohler: The First Person to Hack the iPhone Built a Self-Driving Car. In: Bloomberg Businessweek. 16. Dezember 2015, abgerufen am 10. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sicherheitsforschung

iOS

Im August 2007 gelang es George Hotz mit 17 Jahren als erster Person, die SIM-Sperre eines iPhones zu entfernen.<ref>David Kushner: Machine Politics. In: The New Yorker. 30. April 2012, ISSN 0028-792X (newyorker.com [abgerufen am 8. Juli 2023]).</ref> Hotz fuhr damit fort, die Sicherheitsvorkehrungen der nachfolgenden Versionen des iPhone zu umgehen, unter anderem veröffentlichte er im Oktober 2009 blackra1n, eine Software, die alle iPhone- und iPod Touch-Geräte mit iOS 3.1.2 jailbreaken konnte.<ref>David Martin: Blackra1n jailbreaks iPhone OS 3.1.2. In: CNET. Abgerufen am 8. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 13. Juli 2010 gab Hotz die Einstellung seiner Jailbreaking-Aktivitäten bekannt und begründete dies mit der Demotivation durch die Technologie und die unerwünschte persönliche Aufmerksamkeit.<ref>GeoHot says Goodbye to iPhone Community. In: Tech Exclusive. 13. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 8. Juli 2023.</ref> Dennoch veröffentlichte er bis Oktober 2010 weiterhin neue softwarebasierte Jailbreak-Techniken.<ref>Limera1n iOS 4.1 Jailbreak Released By Geohot. In: Geeky Gadgets. 16. Oktober 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 8. Juli 2023.</ref>

PlayStation 3

Exploit

Im Dezember 2009 kündigte Hotz seine ersten Absichten an, die Sicherheitsvorkehrungen der PlayStation 3 umgehen zu wollen.<ref>George Hotz: A Real Challenge. In: On the PlayStation 3. 26. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 8. Juli 2023.</ref> Am 22. Januar 2010 gab er bekannt, dass er Lese- und Schreibzugriff auf den Systemspeicher des Geräts sowie Zugriff auf Hypervisor-Ebene auf den Prozessor des Geräts erlangt hat.<ref>George Hotz: Hello hypervisor, I'm geohot. In: On the PlayStation 3. 22. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 8. Juli 2023.</ref>

Am 26. Januar 2010 veröffentlichte Hotz den Exploit der Öffentlichkeit. Am 28. März 2010 reagierte Sony mit der Ankündigung, ein Firmware-Update für die PlayStation 3 zu veröffentlichen, mit dem die OtherOS-Funktion aus allen Modellen entfernt werden sollte,<ref>PS3 Firmware (v3.21) Update. In: Playstation Blog. 28. März 2010, abgerufen am 8. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eine Funktion, die bei den neueren Slim-Versionen des Geräts bereits fehlte.<ref>Austin Modine: Sony explains PS3 Slim's loss of Linux option. In: The Register. Abgerufen am 8. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 13. Juli 2010 teilte Hotz auf seinem Twitter-Konto mit, dass er seine Bemühungen aufgegeben habe.<ref>Will Kenny: The PS3 just too difficult to crack. In: GamingBolt. Abgerufen am 8. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gerichtliche Auseinandersetzung mit Sony

Am 11. Januar 2011 verklagte Sony George Hotz und die fail0verflow-Mitglieder Hector Martin und Sven Peter.<ref>Nilay Patel: Sony follows up, officially sues Geohot and fail0verflow over PS3 jailbreak. In: engadget. Abgerufen am 8. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hotz sollte laut der Klageschrift von Sony gegen den Digital Millennium Copyright Act, das Urheberrecht sowie weitere Bundesgesetze und Gesetze des Staates Kalifornien gegen Computerbetrug etc. verstoßen haben.<ref>Klageschrift im Fall Sony Computer Entertainment America vs. Hotz et al., 11. Januar 2011, S. 1; archive.org (PDF; 1093 kB)</ref> Um Beweismaterial für diesen Prozess zu sammeln, erwirkte der Konzern Anfang März 2011 eine weitreichende gerichtliche Anordnung. Demnach sollte Sony umfassende Daten über die Besucher von Hotz’ Website bekommen. Der zuständige Internet-Provider wurde verpflichtet, die Logdateien an Sony herauszugeben, was für den Konzern die Möglichkeit bedeutete, die IP-Adressen der Besucher und deren Downloadverhalten seit Anfang 2009 feststellen zu können. Andere Unternehmen, die Auskunft über Besucher von durch Hotz veröffentlichte Webseiten oder Dateien geben mussten, waren Google, YouTube und Twitter. Auf YouTube hatte Hotz ein Video mit einer Anleitung für das Cracken der PS3 eingestellt. Die Electronic Frontier Foundation bezeichnete die Gerichtsentscheidung über diese Auskunftspflichten als unangemessen und wollte juristisch dagegen vorgehen.<ref>Sony erzwingt Information über Website-Besucher. Spiegel Online, 7. März 2011</ref><ref>David Kravets: Judge allows Sony to see IPs of those visiting PS3 Jailbreak-Site. arstechnica.com, 7. März 2011</ref>

Hotz teilte zwischenzeitlich über seine Website mit, dass er dank zahlreicher Spenden von Internet-Usern in der Lage sei, seine Anwaltskosten zu bezahlen. Er bat gleichzeitig Medien und Privatleute um Unterstützung, indem diese ihre Ablehnung des Vorgehens von Sony möglichst weit verbreiten sollten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Persönliche Website von George Hotz. (Memento vom 8. März 2011 auf WebCite) geohot.com, gespeicherter Stand vom 8. März 2011</ref>

Die gerichtliche Auseinandersetzung mit Sony wurde Ende März 2011 im gegenseitigen Einvernehmen eingestellt. Hotz akzeptierte eine einstweilige Verfügung, deren Inhalt geheim blieb. Die nicht benötigten Spenden in Höhe von 10.000 US-Dollar führte er der Electronic Frontier Foundation zu, die ihn unterstützt hatte.<ref>GeoHot spendet 10.000 Dollar an Bürgerrechtler. futurezone.at @1@2Vorlage:Toter Link/futurezone.at (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Anfang April 2011 legten Mitglieder der Anonymous-Bewegung als Vergeltung („Operation Sony“) für den „Missbrauch des Justizsystems“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Pressemitteilung“ von Anonymous. (Memento vom 6. April 2011 im Internet Archive) (englisch) abgerufen am 28. November 2015.</ref> mehrere Websites von Sony durch eine mit der Software Low Orbit Ion Cannon durchgeführte DDoS-Attacke still.<ref>isc.sans.edu Mitteilung über die DDOS-Attacke beim Internet Storm Center</ref>

Im Juni 2011 stahl und veröffentlichte die Hackergruppe Lulz Security vermutlich eine Million Nutzerdaten von der Website von Sony Pictures, als Motiv nannten sie Vergeltung für Hotz.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tupac hackers to Sony: 'Beginning of the end'.] CNET, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Juni 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

comma.ai

Im September 2015 gründete Hotz die Firma comma.ai und schon im Dezember stellte er in einem Interview erste Erfolge seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Software für selbstfahrende Fahrzeuge vor.<ref name="Bohler" /> Da er jedoch keine Autorisierung vom Kalifornischen Department of Motor Vehicles hatte, verlangten diese von ihm Unterlassung weiterer Tests.<ref>Danny Yadron: This 26-year-old hacker can make a self-driving car, but can he take on Tesla? In: The Guardian. 5. April 2016 (theguardian.com [abgerufen am 4. März 2020]).</ref> Hotz versuchte die Software an Tesla zu verkaufen, es kam jedoch zu keiner Übereinkunft.<ref name="Bohler" /><ref>Correction to article: “The First Person to Hack the iPhone Built a Self-Driving Car”. 16. Dezember 2015, abgerufen am 4. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Oktober 2016 sollte das comma one auf den Markt gebracht werden, welches mit einfacher auf Smartphonetechnologie basierender Hardware umfangreiche Selbststeuerungsfähigkeiten für verschiedene Honda-Modelle ermöglicht hätte. Der Verkauf wurde aber durch Anforderungen der National Highway Traffic Safety Administration unterbunden.<ref>2016-10-27 Special Order Directed to Comma.ai. Abgerufen am 4. März 2020.</ref><ref>Comma.ai cancels the Comma One following NHTSA letter. In: TechCrunch. Abgerufen am 4. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daraufhin veröffentlichte comma.ai die Software Ende November 2016 unter dem Namen openpilot auf Open-Source-Basis.<ref>Sean O'Kane: George Hotz is giving away the code behind his self-driving car project. 30. November 2016, abgerufen am 4. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Januar 2020 wurde das comma two für $999 vorgestellt, das ab Werk nur als Dashcam funktioniert, aber auf das auf einfache Weise openpilot heruntergeladen werden kann, welches nach 2016 für den US-Markt produzierten PKW umfangreiche Selbststeuerungsfähigkeiten verleiht.<ref>Emme Hall: We hit the road with Comma.ai’s assisted-driving tech at CES 2020. Abgerufen am 4. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />