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Mahmud Iskandar Al-Haj

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Sultan Mahmud Iskandar Al-Haj ibni Ismail Al-Khalidi<ref name="JohorSultanate">JOHOR (Sultanate), abgerufen am 3. Januar 2009.</ref><ref>Negara Brunei Darussalam: A Biographical Dictionary (1860–1996), A. V. M. Horton, 1996, ISBN 0-9524831-0-6, S. 290.</ref><ref>Siapa kebal, Mahathir atau raja-raja Melayu? von Yahaya Ismail, hrsg. von Dinamika Kreatif, 1993, S. 42.</ref> (* 8. April 1932 in Johor Bahru, Malaysia; † 22. Januar 2010 ebenda<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New Straits Times: The public, leaders pay last respects to Sultan Iskandar (Memento vom 26. Januar 2010 im Internet Archive)</ref>) war vom 26. April 1984 bis 25. April 1989 der achte Yang di-Pertuan Agong<ref>Auswärtiges Amt | Malaysia</ref> (König von Malaysia). Von 1981 bis zu seinem Tod war er der 24. Sultan von Johor. Er galt als Liebhaber von Polo, Golf und der Jagd.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Malaysian Insider: Sultan Iskandar of Johor dies (Memento vom 25. Januar 2010 im Internet Archive), abgerufen am 24. Januar 2010.</ref>

Leben

Iskandar von Johor wurde 1932 als Sohn von Sultan Ismail geboren und war somit ein Nachfahre von Sultan Abu Bakar.<ref>Malays/Muslims in Singapore: Selected Readings in History, 1819–1965, von Kay Kim Khoo, Elinah Abdullah, Meng Hao Wan, Association of Muslim Professionals (Singapur), Centre for Research on Islamic & Malay Affairs (Singapur), hrsg. von Pelanduk Publications, 2006, S. 43.</ref> 1956 heiratete er die Britin Josephine Trevorrow, die Ehe wurde 1962 wieder geschieden. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Kurz vor der Scheidung von seiner ersten Ehefrau heiratete er Tengku Zanariah, die aus der adligen Kelantan-Familie stammte.

Am 11. Mai 1981 wurde er zum 24. Sultan von Johor ausgerufen und am 9. Februar 1984 wurde er turnusgemäß für fünf Jahre zum König von Malaysia gewählt.

Putschpläne

Kurz vor seiner Wahl zum Yang-di-Pertuan Agong 1984 kamen im Jahre 1983 Berichte über angebliche Putschpläne auf. Es sollte ein Ausnahmezustand über das Land verhängt und die Regierung damit gestürzt werden. Es wurde auch berichtet, der Sultan unterhalte enge Beziehungen zu Schlüsselfiguren des Militärs. Diese Berichte erreichten den damaligen Premierminister Mahathir bin Mohamad. Infolgedessen kam es zu Plänen zur Änderung der malaysischen Verfassung, die unter anderem eine Beschneidung der Macht des Königs beim Gesetzgebungsprozess vorsahen. Das führte 1983 zur Verfassungskrise.<ref>Malaysian Politics Under Mahathir, Milne, Mauzy, S. 32–33.</ref> Trotzdem versicherte Iskandar bei seiner Antrittsrede 1984, er werde die geplanten Verfassungsänderungen unterstützen.<ref>Malay Political Leadership, von Anthony S. K. Shome, Tony Shome, hrsg. von Routledge, 2002, ISBN 0-7007-1629-7, S. 137.</ref>

Gomez-Vorfall

Im Jahre 1992 war der Sultan direkt und indirekt in zwei Affären verwickelt. Die eine Affäre betraf seinen Sohn Tunku Abdul Majid Idris, der aus Ärger über die Niederlage in einem Hockey-Spiel den Torwart der gegnerischen Mannschaft mit einem Hockeyschläger angriff.<ref>Government and Society in Malaysia, Crouch, S. 146–7.</ref><ref>Michael Richardson: Malaysia Prepares To Strip Sultans Of Their Immunity. International Herald Tribune, 15. Dezember 1992, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Mai 2008; abgerufen am 8. Februar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iht.com</ref> Der malaysische Hockeyverband nahm sich des Falles an und schließlich bekam der Sohn von Iskandar eine fünfjährige Spielsperre.<ref>MHF ban Tunku Majid for five years, von Lazarus Rokk, 19. Oktober 1992, New Straits Times</ref> Bei einem Strafverfahren wurde Tunku Abdul Majid zu einem Jahr Zuchthaus und zur Zahlung von 2000 Ringgit verurteilt. Er wurde auf Kaution freigelassen und aufgrund seiner Immunität, die zum Tatzeitpunkt noch galt, wurden sämtliche Anklagepunkte fallengelassen.<ref name="Asian_Bulletin">Asian Bulletin, Asian Peoples' Anti-Communist League, Asian Peoples' Anti-Communist League (China: Republic: 1949– ), Asian-Pacific Anti-Communist League, APLFD (Organization), APACL Publications, 1993, S. 30.</ref>

Als Antwort auf die gegen seinen Sohn ausgesprochene Spielsperre übte der Sultan Druck auf die Behörden aus, dass Hockeyteams aus Johor den nationalen Wettkämpfen fernblieben. Ein Trainer eines Hockeyteams aus dem Bundesstaat Johor, Douglas Gomez, äußerte Missfallen im November 1992 über das erzwungene Fernbleiben von nationalen Wettkämpfen. Als der Sultan dies erfuhr, zitierte er den Trainer zu seinem Palast und griff ihn anschließend tätlich an. Der Angegriffene erlitt Verletzungen im Bauch und Gesicht.<ref>Bending the rulers: Sultan's behaviour raises doubts over role of royalty. (PDF; 838 kB) FAR EASTERN ECONOMIC REVIEW, 1994, S. F20, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. März 2009; abgerufen am 8. Februar 2021 (Originalwebseite nicht mehr verfügbar).</ref><ref>New Straits Times Gomez: Sultan beat me, S. 1–3, 7. Dezember 1992</ref> Dieser Vorfall wurde national als „Gomez-Vorfall“ bekannt.

Am 22. Januar 2010 starb Iskandar im Alter von 77 Jahren in seinem Geburtsort Johor Bahru.

Nach Iskandar benannte Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

Gebäude

Datei:SultanIskandarCIQ.JPG
Bangunan Sultan Iskandar – Die Einrichtung wurde im Dezember 2008 eröffnet

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Iskandar von Johor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
VorgängerAmtNachfolger
Ahmad Shah Al-Mustain BillahYang di-Pertuan Agong
1984–1989
Azlan Muhibbuddin Shah

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