Zum Inhalt springen

Leo Biaggi de Blasys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 08:30 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Leo Biaggi de Blasys (* 1906 in Genua; † 15. November 1979 in Escalona bei Toledo) war ein Schweizer Zuckerfabrikant und Sportfunktionär.<ref name=abc19801115>ABC, 1980/11/15. Primer aniversario</ref>

Leben

Datei:WP Eichmann Passport.jpg
Adolf Eichmanns Rotkreuz-Ausweis, ausgestellt auf den Tarnnamen Riccardo Klement und signiert von Leo Biaggi de Blasys

Die Familie von Leo Biaggi de Blasys stammt aus der italienischsprachigen Schweiz und lebte seit den 1930er großteils in Genua. Leo Biaggi de Blasys fungierte von 1943 bis 1976 auch als Delegierter des Internationalen Roten Kreuzes für Italien. Leo und sein Vater Giovanni, der Schweizer Konsul in Genua, halfen 1943–1945 wiederholt auch verfolgten Juden.<ref>Alexander Stille: Benevolence and Betrayal: Five Italian Jewish Families under Fascism. 1991, S. 260</ref>

Durch Vermittlung von Valerio Benuzzi, Vertrauensperson von Walter Rauff, traf der IKRK-Delegierte für Norditalien Hans Bon im Januar 1945 Karl Wolff, Alfredo Ildefonso Schuster und Rudolf Rahn. Die Verhandlungen über den Besuch des Durchgangslager Bozen durch das IKRK verliefen zunächst positiv, auch eine Befreiung der Juden aus dem KZ Bozen wurde besprochen. Wegen Krankheit der Delegierten Bon und Biaggi de Blasys fand die KZ-Visite jedoch nicht statt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.julius-lewy-foundation.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive ) (PDF; 179 kB) S. 20, FN 131.</ref> Als IKRK-Delegierter war Leo anscheinend auch an der Flucht mehrerer prominenter Nazis beteiligt.<ref>Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht: wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen. 2008, S. 310, 313f.</ref>

Im Jahr 1959 war er Vorsitzender der Federation-Internationale-Tir-Armes-Sportives-Chasse (Verband der Jagdschützen).<ref name=abc19590516>ABC, 16. Mai 1959 – Luto en el Carambolo.</ref> Er brachte seine S.P.I.C.A.-YAUIS in die Sindicato nazionale zuccherifici ein<ref>legislature.camera.it L'Industria saccarifera in Italia (PDF; 885 kB), S. 204.</ref> und kaufte sich 1961 für 14 Millionen Peseten die königliche Jagd im Coto de Doñana.<ref name=discoveringdonana>Doñana: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />A Royal Hunting Ground (Memento vom 9. April 2009 im Internet Archive)</ref> Am 21. Juni 1961 wurde er mit dem Grande Ufficiale Ordine al Merito della Repubblica Italiana (Verdienstorden der Italienischen Republik)<ref name=quirinale>Dettaglio decorato Scrivi alla Presidenza della Repubblica: Biaggi de Blasys Dott. Leo (italienisch)</ref> und im März 1974 mit der ICRC-Silbermedaille dekoriert.<ref>International review of the red cross (PDF; 2,7 MB) Analytical Index 1961–1974.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein