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Delta Scuti

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Stern
δ Scuti
DeltaSctLightCurve.png
{{{Kartentext}}}
Vorlage:AladinLite
Beobachtungsdaten
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Sternbild Schild
Rektaszension Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="Simbad">del Sct. In: SIMBAD. Centre de Données astronomiques de Strasbourg, abgerufen am 31. Oktober 2018.</ref>
Deklination Vorlage:DeklinationEasy <ref name="Simbad">del Sct. In: SIMBAD. Centre de Données astronomiques de Strasbourg, abgerufen am 31. Oktober 2018.</ref>
Winkelausdehnung {{{Winkel}}} mas
Bekannte Exoplaneten {{{Planeten}}}
Helligkeiten
Scheinbare Helligkeit 4,71 (4,6 bis 4,79) mag<ref name="Simbad" /><ref name="VSXEntry">del Sct. In: VSX. AAVSO, abgerufen am 31. Oktober 2018.</ref>
Helligkeit (U-Band) {{{magU}}} mag
Helligkeit (B-Band) {{{magB}}} mag
Helligkeit (V-Band) {{{magV}}} mag
Helligkeit (R-Band) {{{magR}}} mag
Helligkeit (I-Band) {{{magI}}} mag
Helligkeit (J-Band) {{{magJ}}} mag
Helligkeit (H-Band) {{{magH}}} mag
Helligkeit (K-Band)  mag
G-Band-Magnitude  mag
Spektrum und Indices
Veränderlicher Sterntyp DSCT<ref name="VSXEntry" />
B−V-Farbindex +0,35<ref name="clpl99">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
U−B-Farbindex +0,16<ref name="clpl99" />
R−I-Index +0,19<ref name="hr">Bright Star Catalogue</ref>
Spektralklasse F3 IIIp<ref name="VSXEntry" />
Astrometrie
Radialgeschwindigkeit (−45,1 ± 0,6) km/s<ref name="Pulkovo">Pulkovo radial velocities for 35493 HIP stars</ref>
Parallaxe (16,36 ± 0,20) mas<ref name="Simbad" />
Entfernung (199 ± 3) Lj
(61,1 ± 0,8) pc
Visuelle Absolute Helligkeit Mvis ca. +0,7 mag<ref group="Anm" name="ber" />
Bolometrische Absolute Helligkeit Mbol {{{Absolut-bol}}} mag<ref group="Anm" name="ber" />
Eigenbewegung<ref name="Simbad" />
Rek.-Anteil: (+7,18 ± 0,32) mas/a
Dekl.-Anteil: (+2,00 ± 0,27) mas/a
Physikalische Eigenschaften
Masse (2 bis 2,2) M<ref name="Kaler">Delta Scuti. In: STARS. Jim Kaler, abgerufen am 6. Februar 2021.</ref>
Radius (4,1) R<ref name="Kaler" />
Leuchtkraft

(39) L<ref name="Kaler" />

Effektive Temperatur 7000 K<ref name="mnras359">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Metallizität [Fe/H]
Rotationsdauer (< 6,4 d)<ref name="Kaler" />
Alter  a
Andere Bezeichnungen und Katalogeinträge
Bayer-Bezeichnungδ Scuti
Flamsteed-Bezeichnung2 Scuti
Bonner DurchmusterungBD −9° 4796
Bright-Star-Katalog HR 7020 [1]
Henry-Draper-KatalogHD 172748 [2]
Hipparcos-KatalogHIP 91726 [3]
SAO-KatalogSAO 142515 [4]
Tycho-KatalogTYC 5692-2505-1[5]Vorlage:Infobox Stern/Wartung/AngabeTYC-Katalog
2MASS-Katalog2MASS J18421642-0903092[6]
Weitere Bezeichnungen FK5 1486
Anmerkung
<references group="Anm"><ref name="ber">aus scheinbarer Helligkeit und Entfernung abgeschätzt</ref></references>

Delta Scuti (δ Sct / δ Scuti) ist ein ungefähr 200 Lichtjahre von der Erde entfernter Riesenstern der Spektralklasse F im Sternbild Schild. Delta Scuti ist der Prototyp und Namensgeber der Delta-Scuti-Sterne, einer Unterklasse der pulsationsveränderlichen Sterne. Delta Scuti wird voraussichtlich in etwas mehr als 1 Million Jahre zum hellsten Stern am Nachthimmel werden.

Entdeckung

Die Entdeckung von Delta Scuti geht auf die Wissenschaftler William W. Campbell und William H. Wright vom Lick-Observatorium zurück.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2 Aufgelistet als 2 Scuti auf Seite 256.</ref>

Mit Hilfe des Mills-Spektrographen maßen die beiden im Jahre 1900 stichprobenartig die Radialgeschwindigkeit von diversen mäßig hellen Sternen und fanden darunter einige, deren Radialgeschwindigkeit mit der Zeit variierte. Bei einem von ihnen, der zu diesem Zeitpunkt als „2 Scuti“ bezeichnet wurde, konnten sie Änderung bei seiner Radialgeschwindigkeit mit Amplituden von mehreren Kilometern pro Sekunde beobachten.

Mehr als 30 Jahre danach untersuchten Edward Fath und Attilio Colacevich dieses Objekt erneut und veröffentlichten eine kurze Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse in der Publications of the Astronomical Society of the Pacific. Fath führte dabei eine fotometrische Studie durch, während Colacevich den Mills-Spektrographen verwendete, um die Amplitude der Radialgeschwindigkeit des Sterns genauer zu messen.

Beide ermittelten eine Periode von 0,1937 Tage und Colacevich behauptete, dass es sich, bei einer derartigen Kombination des Amplituden- und Periodenwertes der Radialgeschwindigkeit, nicht um einen spektroskopischen Doppelstern handeln könne. Fath stellte in seinen Schriften von 1935 zudem fotometrische Amplitudenvariationen fest und im Jahr 1937 entdeckte man innerhalb der fotometrischen Daten sogar mehrere Perioden. Anhand dieser Periodenvariabilität sowie der Veränderungen der Leuchtkraft von 0,2 Magnituden wiesen sie im Jahre 1935 nach, dass es sich hierbei um eine intrinsische Variabilität handeln musste, also, dass die Leuchtkraftänderung des Sterns ihren Ursprung „von innen her kommend“ hat und eben nicht das Ergebnis eines spektroskopischen Doppelsterns war.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Eigenschaften

Im Jahr 1938 untersuchte der Harvardprofessor Theodore Sterne, ob eventuell radiale Pulsationen für die mehrfachen Perioden verantwortlich sein könnten, die bei diesem Stern zu beobachten waren.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dabei wurde eine zweite Periode entdeckt und es wurde eine Theorie vorgeschlagen, die das Pulsieren dieser Variante beschreiben sollte.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Gemäß dieser Theorie sind die Helligkeitsschwankungen auf eine abwechselnde Ausdehnung und Kontraktion der Sternatmosphäre zurückzuführen.

Seitdem hat sich bei der Beobachtung von Delta Scuti gezeigt, dass der Stern in mehreren diskreten radialen und nichtradialen Perioden pulsiert. Die stärkste Periode hat eine Frequenz von 59,731 μHz, die nächst stärkere einen Wert von 61,936 μHz, und so weiter. Insgesamt konnten acht verschiedene Frequenzen bei diesem Stern ermittelt werden.<ref name="apj114">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Die Helligkeitsschwankungen von Delta Scuti gehen über eine Amplitude von etwa 0,2 mag, die beiden dominierenden Schwingungsperioden betragen 4,65 und 4,48 Stunden. Die weiteren werden mit Werten von 2,79, 2,28, 2,89 sowie 20,11 Stunden angegeben.<ref> https://www.daviddarling.info/encyclopedia/D/Delta_Scuti_star.html</ref> Der Stern zeigt zudem Auffälligkeiten in der Metallhäufigkeit, welche denjenigen von Am-Sternen ähneln.<ref name="mnras359" />

Er besitzt zwei optische Begleiter. Das erste ist ein Stern der Helligkeit +12,2, der 15,2 Bogensekunden von Delta Scuti entfernt ist. Der zweite ist ein Stern der Größenordnung +9,2, der sich in einem Abstand von 53 Bogensekunden zum Hauptstern befindet.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Einzelnachweise

<references/>