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Ammocharis

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Ammocharis
Datei:Ammocharis tinneana Serengeti Leyo brightened 1.jpg

Ammocharis tinneana

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Amaryllidoideae
Tribus: Amaryllideae
Gattung: Ammocharis
Wissenschaftlicher Name
Ammocharis
Herb.

Ammocharis ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die nur sieben Arten sind in Afrika weitverbreitet.

Beschreibung

Datei:Ammocharis coranica 139.jpg
Illustration von Ammocharis coranica
Datei:The Botanical register consisting of coloured figures of (1815) (14772831372).jpg
Illustration aus The Botanical register …, 1815 von Ammocharis longifolia
Datei:Ammocharis longifolia IMG 2285.JPG
Habitus, Blütenstand und Fruchtstand von Ammocharis longifolia im Habitat
Datei:Ammocharis longifolia 2013 03 19 2393.JPG
Ausschnitt eines Blütenstandes von Ammocharis longifolia
Datei:Ammocharis nerinoides 1DS-II 1-C5421.jpg
Blütenstand von Ammocharis nerinoides

Vegetative Merkmale

Ammocharis-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden als Überdauerungsorgane relativ große Zwiebeln. Die oft zweizeilig und leicht fächerförmig angeordneten Laubblätter sind sichelförmig und am oberen Ende stumpf. Sie sind ausdauernd, trocknen während Dürrezeiten allerdings teilweise zurück. Eine Mittelrippe fehlt<ref name="Nordal2001" />.<ref name="Kubitzki1998" />

Generative Merkmale

Die Blütenstände sind vielblütig und weisen zwei unverwachsenen Tragblätter auf. Die lang gestielten Blüten sind zwittrig und dreizählig. Die Kronröhre ist lang und schmal und länger bis geringfügig kürzer<ref name="Kubitzki1998" /> als die linealischen, ausgebreiteten und zurückgebogenen Kronblattabschnitte. Die sechs Staubblätter sind frei<ref name="Kubitzki1998" />. Die Staubfäden sind fadenförmig. Die Narben sind ungeteilt<ref name="Kubitzki1998" />. Der dreikammerige Fruchtknoten weist je Fach vier bis dreißig Samenanlagen auf.<ref name="Nordal2001" />

Die annähernd runde bis stumpf geschnäbelte<ref name="Kubitzki1998" />, fleischige Kapselfrucht und öffnet sich unregelmäßig. Die Samen sind fleischig, annähernd rund und hellgrün.<ref name="Nordal2001" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="Kubitzki1998" />

Systematik und Verbreitung

Die Gattung Ammocharis wurde 1821 von William Herbert aufgestellt. Typusart ist die – von Carl von Linné ursprünglich als Amaryllis-Art beschriebene – Ammocharis longifolia<ref name="Tropicos" />. Der Gattungsname Ammocharis bedeutet so viel wie „Sand-Anmut“ (griechisch ἄμμος ámmos für „Sand“, χάρις cháris für „Anmut, Freude“).<ref name="Genaust1996" /> Synonyme von Ammocharis <templatestyles src="Person/styles.css" />Herb. sind: Cybistetes <templatestyles src="Person/styles.css" />Milne-Redh. & Schweick., Palinetes <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb., Stenolirion <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Ammocharis gehört zur Subtribus Crininae aus der Tribus Amaryllideae in der Unterfamilie Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllidaceae. Sie ist damit eng verwandt mit den beiden Gattungen Hakenlilien (Crinum) sowie mit Cybistetes<ref name="Kubitzki1998" />. Früher wurde sie auch in die Familie der Liliaceae eingeordnet.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Ammocharis ist in Afrika südlich der Sahara weitverbreitet.<ref name="Kubitzki1998" /> Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Norden vom Sudan und Äthiopien bis nach Südafrika im Süden.<ref name="Nordal2001" />

Die Gattung Ammocharis umfasst etwa sieben Arten:<ref name="WCSP" />

  • Ammocharis angolensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Baker) Milne-Redh. & Schweick. (Syn.: Ammocharis heterostyla <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bullock) Milne-Redh. & Schweick.): Sie ist von Uganda bis Angola verbreitet.
  • Ammocharis baumii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Harms) Milne-Redh. & Schweick.: Sie ist vom südlichen tropisches Afrika bis Namibia verbreitet.
  • Ammocharis coranica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ker Gawl.) Herb. (Syn.: Ammocharis coccinea <templatestyles src="Person/styles.css" />Pax, Ammocharis taveliana <templatestyles src="Person/styles.css" />Schinz): Sie ist im tropischen und südlichen Afrika weitverbreitet.
  • Ammocharis deserticola <templatestyles src="Person/styles.css" />Snijman & Kolberg: Sie wurde 2011 aus dem nordwestlichen Namibia erstbeschrieben.
  • Ammocharis longifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Herb. (Syn.: Ammocharis falcata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Jacq.) Herb., Ammocharis herrei <templatestyles src="Person/styles.css" />F.M.Leight.): Sie ist vom südwestlichen Namibia bis zum westlichen und südwestlichen Südafrika verbreitet.
  • Ammocharis nerinoides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Baker) Lehmiller: Sie kommt in Namibia vor.
  • Ammocharis tinneana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kotschy & Peyr.) Milne-Redh. & Schweick.: Sie ist vom südlichen Sudan bis Namibia verbreitet.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Ammocharis longifolia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Kubitzki1998"> Alan W. Meerow, Deirdré Anne Snijman: Amaryllidaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants – Volume III – Flowering Plants – Monocotyledons: Lilianae (except Orchidaceae), 1998, S. 97, ISBN 3-540-64060-6</ref> <ref name="Nordal2001"> Inger Nordal: Amaryllidaceae. In: Flora of Somalia, Volume 4, 2001, online bei JSTOR. </ref> <ref name="Genaust1996"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6 (Nachdruck ISBN 3-937872-16-7). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ammocharis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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