Sieglitzhof
Sieglitzhof Kreisfreie Stadt Erlangen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4756)&title=Sieglitzhof 49° 36′ N, 11° 2′ O
{{#coordinates:49,601388888889|11,040277777778|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Sieglitzhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 280–300 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,22 km² | |||||
| Einwohner: | 4756 (2025)<ref name="Einwohner">Demografiemonitoring 2025 der Stadt Erlangen - Bezirk 22. (PDF) S. 4, abgerufen am 16. April 2026.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 3.898 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 91054 | |||||
| Vorwahl: | 09131 | |||||
Der Statistische Bezirk 22 (Sieglitzhof) im Stadtteil Nord (oben rechts) in Erlangen
| ||||||
Sieglitzhof (fränkisch Ziggladshuf<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 275. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dsiglɐdshûf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern)<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> und der Name des Statistischen Bezirks 22. Sieglitzhof liegt in der Gemarkung Erlangen.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. September 2025.</ref>
Lage
Südlich des Stadtteils fließt die Schwabach. Im Norden grenzt der Meilwald an. Die Staatsstraße 2242 führt nach Burgberg (2,5 km westlich) bzw. nach Spardorf (1,2 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Buckenhofer Siedlung zur Staatsstraße 2240 (0,7 km südlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. September 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1341 als „Siglaczhofen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Sigolt.
Im 16. Jahrhundert bestand Sieglitzhof aus drei Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Oberamt Baiersdorf aus, was von der Reichsstadt Nürnberg angefochten wurde. Das Niedergericht stand der Nürnberger Amtshauptmannschaft Buckenhof zu. Grundherren waren das Landesalmosenamt Nürnberg (1 Hof), und die Nürnberger Eigenherren Schürstab (1 Gut) und von Haller (1 Hof). Im Dreißigjährigen Krieg wurde Sieglitzhof vollständig zerstört.<ref>D. Fastnacht: Erlangen, S. 273ff.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Sieglitzhof aus fünf Bauernhöfen, einem Hirtenhaus und einer Wirtschaft. Sieglitzhof war ein Ausflugsziel der Erlanger Bevölkerung. Die Gaststätte Brücken-Paulus war sehr beliebt und war zugleich Exkneipe von Burschenschaften, unter anderem der Burschenschaft Germania Erlangen.<ref name="BvH636">B. v. Haller: Sieglitzhof, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 636.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Sieglitzhof dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Uttenreuth<ref name="OV 1818"/> und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Spardorf zugewiesen.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 32 (Digitalisat).</ref> Am 1. Mai 1919 wurde Sieglitzhof nach Erlangen eingemeindet.<ref>Erlangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 15. September 2025.</ref>
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde um 1955 die Wohnbebauung in Sieglitzhof im Zuge des starken Bevölkerungswachstums in Erlangen forciert. Die ursprünglichen Bauernhöfe, die den Ort ausmachten, sind mittlerweile alle aufgegeben.<ref name="BvH636"/>
Die Heinrich-Kirchner-Statue wurde im Jahr 1973 auf dem First der Sankt-Theresia-Kirche aufgestellt. Zwischen Dezember 2009 und 2012 wurde eine weitere Statue von Heinrich Kirchner in der Kirche aufgestellt. Diese wurde leihweise überlassen.
Baudenkmäler
In Sieglitzhof gibt es zwei Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Erlangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Schronfeld 63, 63 a: Bauernhaus
- Schronfeld 74: Gasthaus Brücken-Paulus
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Sieglitzhof war ab 1435 nach Erlangen-Altstadt gepfarrt<ref name="BvH636"/> und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt, seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei St. Markus (Erlangen) zuständig.<ref name="OV 1961"/><ref>D. Fastnacht: Erlangen, S. 273.</ref>
Infolge des starken Zuzugs von Katholiken wurde 1967 zunächst eine Notkirche in Sieglitzhof gebaut. Die römisch-katholische Kirche St. Theresia wurde im Jahr 1973 fertiggestellt. Die Weihe der Kirche und des Pfarrzentrums mit dem Jugendclub Orange erfolgte am 20. Oktober 1973. Am 1. März 1979 wurde St. Theresia zur selbständigen Pfarrei erhoben.<ref>Andreas Jakob: Theresia, kath. Gemeinde. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2 (online).</ref>
Städtepartnerschaften
Neben den Städtepartnerschaften von Erlangen unterhält Sieglitzhof noch weitere Partnerschaften:
- Venzone (Italien), seit 1976
- Chechlo (Polen), seit 1981
- Eberswalde-Finow, seit 1989
- Pișchia/Timișoara (Temeswar) und Jasi (Rumänien), seit 1990
Sport
Im Norden von Sieglitzhof befindet sich die BMX-Bahn des Radsportvereins RC 50 Erlangen, und im denkmalgeschützten Ensemble Brücken-Paulus etablierte sich vor 25 Jahren die zeitgenössische Tanzschule Tanzstelle.<ref>25 Jahre Tanzstelle Abgerufen am 2. April 2014</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Siglitzhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 334 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769668698 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Gebessler Stadt und Landkreis Erlangen
- Bertold Frhr. von Haller: Sieglitzhof. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 636 (online).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Sieglitzhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Sieglitzhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Am Anger | Alterlangen | Bruck | Büchenbach | Buckenhofer Siedlung | Burgberg | Dechsendorf | Eltersdorf | Frauenaurach | Häusling | Hüttendorf | Innenstadt | Königsmühle | Kosbach | Kriegenbrunn | Neuses | Neumühle | Röthelheimpark | Schallershof | Sebaldussiedlung | Sieglitzhof | Steudach | Tennenlohe
Ehemalige Gemeindeteile: Großdechsendorf | Kleindechsendorf