Zum Inhalt springen

Glasgravurraster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 19:02 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Glasgravurraster.jpg
Schema eines Glasgravurrasters
Datei:Moiré2.png
Entstehung des Moiré-Effektes durch die Überlagerung zweier Punktmuster

Ein Glasgravurraster dient zum Zerlegen von Halbtonaufnahmen auf fotografischem Wege in druckbare Rasterpunkte und wurde 1881 von Georg Meisenbach erfunden. In der Drucktechnik ist prinzipiell nur möglich, einen Vollton zu drucken. Bei allen Zwischen- oder sogenannten Halbtönen wird das menschliche Auge getäuscht, indem der Vollton in größere oder kleinere Punkte zerlegt, also aufgerastert wird. Dieser Effekt wird fotografisch durch das Vorschalten eines Glasgravurrasters erzielt.<ref name="Raster">@1@2Vorlage:Toter Link/www.hell-kiel.deGrundlagen Rastertechniken (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Abgerufen am 17. Januar 2010.</ref>

Technologie

In zwei runde Glasscheiben werden eng nebeneinander liegende dünne parallele Linien mit einem Diamant eingeritzt und mit Asphalt geschwärzt. Die beiden Glasplatten werden anschließend rechtwinklig zueinander zusammengekittet, so dass winzige quadratische Fenster entstehen. In der Reproduktionskamera befindet sich eine Haltevorrichtung mit einer Gradeinteilung für die verschiedenen Drehungen des Glasgravurrasters, bei einem Vierfarbdruck üblicherweise 0° für Gelb (Y), 15° für Magenta (M), 45° für Schwarz (K) und 75° für Cyan (C). Die Rasterdrehung ist notwendig, damit kein Moiré entsteht. Die Rasterscheibe befindet sich im Strahlengang der Kamera in kurzem Abstand vor dem zu belichtenden Film.<ref name="Raster"/>

Der Abstand der Linien im Glasgravurraster wird in Linien pro cm (lpcm) gemessen. Man spricht zum Beispiel von einem 60er-Raster, wenn sich 60 Linien auf einem cm befinden. Durch den Rasterabstand zwischen Rasterscheibe und Film wird der einzelne Rasterpunkt kreisförmig von der Mitte her aufgebaut. Er ist also in der Mitte am dunkelsten und wird zum Rand hin immer heller. Das ist notwendig, um die einzelnen Tonwerte anschließend mit Farmerschen Abschwächer bearbeiten zu können. Bis zur Einführung der elektronischen Bildverarbeitung waren die fotografisch erstellten Farbauszüge selten perfekt und mussten manuell nachgebessert werden.<ref name="Rasterweite"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Autotypischer Raster (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Januar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.artikel-welt.de. Abgerufen am 17. Januar 2010.</ref>

Literatur

  • Helmut Kipphan (Hrsg.): Handbuch der Printmedien. Springer-Verlag, 2000, ISBN 3-540-66941-8.

Einzelnachweise

<references/>