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Mohammed bin Naif

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Datei:Prince Mohammed bin Naif bin Abdulaziz 2013-01-16 (2).jpg
Mohammed ibn Naif, 2013

Prinz Mohammed bin Naif bin Abdulaziz Al Saud (arabisch محمد بن نايف بن عبد العزيز آل سعود, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kurz auch Mohammed bin Naif, tituliert Prinz Mohammed; * 30. August 1959 in Dschidda) war Innenminister von Saudi-Arabien. Er ist ein Sohn des früheren saudischen Innenministers Naif ibn Abd al-Aziz und ein Enkel des Staatsgründers Abd al-Aziz ibn Saud. Nach dem Tod von König Abdullah ibn Abd al-Aziz im Januar 2015 ernannte ihn der neue König Salman ibn Abd al-Aziz zum stellvertretenden Kronprinzen,<ref>Saudi-Arabien nach Abdullahs Tod: Vorgänger, Nachfolger und Herausforderungen. In: derStandard.at. 24. Januar 2015, abgerufen am 21. Juni 2017.</ref> am 29. April 2015 zum neuen Kronprinzen.<ref name= April>Salman setzt neuen Kronprinzen ein. In: Tagesschau online. 29. April 2015, abgerufen am 29. April 2015.</ref> Bis Juni 2017 stand er dadurch in der Thronfolge von Saudi-Arabien an erster Stelle, verlor dann jedoch diesen Status.

Im März 2020 wurde Mohammed ibn Naif sowie des Königs Bruder Ahmed ibn Abd al-Aziz unter dem Vorwurf des Verrats (der angeblichen Vorbereitung eines Putsches zur Entmachtung des Königs und dessen neuen Kronprinzen Mohammed bin Salman) auf Befehl eben dieses Prinzen festgenommen.<ref>Der Spiegel: Saudi-Arabien: Kronprinz Mohamed lässt mehrere Prinzen festnehmen – Der Spiegel – Politik. Abgerufen am 7. März 2020.</ref><ref>Kronprinz Muhammad Bin Salman: Mehrere Prinzen in Saudi-Arabien wegen Putsch-Plänen festgenommen. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. März 2020]).</ref>

Leben

Mohammed studierte in Riad und den Vereinigten Staaten, wo er 1981 den Bachelor of Arts in Politikwissenschaften erhielt. Nachdem er in der Privatwirtschaft gearbeitet hatte, wurde er am 13. Mai 1999 zum Staatssekretär im Innenministerium ernannt, sechs Jahre später wurde er in den Rang eines stellvertretenden Innenministers befördert, den er bis zum 20. Juni 2017 innehatte.

In beiden Funktionen war Mohammed für Fragen der Inneren Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung verantwortlich. Dabei erwarb er sich internationales Ansehen für seine Anti-Terrorprogramme.<ref>Saudi Arabia’s ambitious al-Qaida fighter. In: msnbc.msn.com. 11. Juli 2005, abgerufen am 21. Juni 2017.</ref>

Am 27. August 2009 überlebte er ein Attentat der AQAP. Ein Selbstmordattentäter, der in Saudi-Arabien wegen Terrorismus gesuchte Abdullah al-Asiri, hatte zuvor telefonisch angekündigt, sich stellen zu wollen. Prinz Mohammed stimmte einem Treffen zu. Bei einem Empfang im Büro von Prinz Mohammed zündete der Attentäter eine in seinem Körper versteckte Sprengladung.<ref>Saudi-Prinz überlebt Mordanschlag im eigenen Büro. In: Spiegel online. 28. August 2009, abgerufen am 21. Juni 2017; Yassin Musharbash: Al-Qaidas Bombenbauer: Terrorist Nummer 40 und die Bombe im Rektum. In: Spiegel Online. 7. Juli 2011.</ref>

Am 5. November 2012 wurde Mohammed als Nachfolger von Ahmed ibn Abd al-Aziz zum Innenminister ernannt.<ref>Next-generation Saudi prince takes key Interior post. In: Reuters. 5. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Februar 2014; abgerufen am 19. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem Tod von König Abdullah wurde Mohammed ibn Naif am 23. Januar 2015 vom neuen König Salman zum stellvertretenden Kronprinzen und zweiten stellvertretenden Premierminister ernannt. Er stand damit hinter Salman und Kronprinz Muqrin an dritter Stelle im Staat.<ref>Smooth transition as Salman becomes new king. In: arabnews.com. 23. Januar 2015, abgerufen am 23. Juni 2017 (englisch).</ref> Im April 2015 setzte ihn der König als neuen Kronprinzen ein. Seine Aufgaben als Innenminister nahm er weiterhin wahr. Er gilt als der Antiterrorismusexperte seines Landes und Freund der USA.<ref name="April" />

Am 4. März 2016 verlieh der französische Staatspräsident François Hollande ihm den Orden der Ehrenlegion.<ref>Georg Blume: Hollandes Selbstaufgabe. In: zeit.de. 8. März 2016, abgerufen am 22. Juni 2017.</ref>

Laut den Panama Papers hatte er zwei Firmen in Panama und auf den Britischen Jungferninseln.<ref>Panama Papers. Abgerufen am 21. Juni 2023.</ref><ref>Mohammad Bin Naif Bin Abdulaziz Al Saud | ICIJ Offshore Leaks Database. Abgerufen am 21. Juni 2023.</ref>

Am 20. Juni 2017 änderte der König Salman die Thronfolge erneut. Prinz Mohammed ibn Naif verlor dadurch seinen Status als Kronprinz an Prinz Mohammed bin Salman, einen Sohn von Salman, und musste außerdem von seinem Amt als Innenminister zurücktreten.<ref>Saudi-Arabien tauscht seinen Kronprinzen aus. In: welt.de. 21. Juni 2017, abgerufen am 22. Juni 2017.</ref>

Seine Mutter, al-Jawhara, stammt aus dem Jiluwi-Zweig der saudischen Herrscherfamilie.

Mohammed ist verheiratet und hat zwei Töchter.<ref>Family Tree of Muhammad bin Nayif bin Abd al-Aziz Al Saud. In: datarabia.com. Abgerufen am 22. Juni 2017 (englisch).</ref>

Weblinks

Commons: Mohammed ibn Naif – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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