Gagel (Altmark)
Gagel Gemeinde Altmärkische Höhe
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(100)&title=Gagel 52° 51′ N, 11° 35′ O
{{#coordinates:52,846111111111|11,580555555556|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Gagel | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 34 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 7,33 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 100 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39606 | |||||
| Vorwahl: | 039391 | |||||
Lage von Gagel in Sachsen-Anhalt
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Gagel ist ein Ortsteil der Gemeinde Altmärkische Höhe im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Gagel, ein Straßendorf mit Kirche, liegt im Norden der Altmark, nur wenige Kilometer südöstlich der Kleinstadt Arendsee (Altmark) am Landgraben Neulingen.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Gagel wurde im Jahre 1255 als Gawele erstmals erwähnt.<ref name="Krabbo Regesten" /><ref name="Riedel-25" /> Fast 100 Jahre später, 1340 heißt der Ort Chawel und 1342 ville Gawel.<ref name="HOB-12" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Gauwol aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Es gab einen Schulzen. 17½ Hufen gehörten dem Kloster Arendsee. Weitere Nennungen sind 1541 Gabell, 1600 Gawel, 1687 Gagell<ref name="HOB-12" /> und schließlich 1804 Gagel.<ref name="Bratring-1" />
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Bretsch auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />
Die Gemeinde Gagel kam am 25. Juli 1952 in den Kreis Osterburg. Am 1. Juli 1994 wurde die Gemeinde dem Landkreis Stendal zugeordnet.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Bis zum 31. Dezember 2009 war Gagel eine selbständige Gemeinde und gehörte der jetzt aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Seehausen (Altmark) an.
Durch einen Gebietsänderungsvertrag haben die Gemeinderäte der Gemeinden Boock (am 20. Mai 2009), Bretsch (am 30. Juni 2009), Gagel (am 12. Januar 2009), Heiligenfelde (am 21. Januar 2009), Kossebau (am 16. Juni 2009), Losse (am 23. Januar 2009) und Lückstedt (am 12. Januar 2009) beschlossen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Altmärkische Höhe vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL-Gebiet" />
Einwohnerentwicklung
|
|
|
|
Quelle, falls nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Gagel gehörte früher zur Pfarrei Höwisch.<ref name="Almanach1903" /> Sie wird heute betreut vom Pfarrbereich Kossebau im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Bürgermeister
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Gagel war Detlef Manecke.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Gagel, eine Feldsteinkirche, ist am Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut worden.<ref name="Altmarkkirchen" /> Als Schutzheilige der Kirche wird Maria Magdalena angesehen, deren Bild auch auf dem altar ausgeschnitzet stehet,<ref name="Beckmann-2" /> wie Beckmann 1753 berichtete. Im Jahre 1706 wurde im Altar ein Pergament gefunden, in dem über die Weihe des Altars am 12. Oktober 1517 durch Christophorus, Bruder des Predigers und Suffraganbischof von Bremen und Verden berichtet wird.<ref name="Beckmann-2" /> Der alte Altar wurde 1896 verkauft. Die 1898 eingebaute Orgel stammt vom Orgelbauer Voigt aus Stendal.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
- In Gagel steht ein Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege, ein aufgerichteter Granitblock auf stufenförmigem Betonsockel.<ref name="Denkmalprojekt" />
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Von Gagel führt eine Straßenverbindung nach Leppin an der Bundesstraße 190 (Anschluss nach Salzwedel und Seehausen (Altmark)).
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Gagel auf seehausen-altmark.de
- Gagel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-SDL-Gebiet">Landkreis Stendal: Öffentliche Bekanntmachung Gebietsänderungsvertrag. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17, 12. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 207–210 (landkreis-stendal.de [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 19. April 2020]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Beckmann-2">Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2. Berlin 1753, S. 59, 5. Teil, 1. Buch, V. Kapitel, Spalten 59–60, 62 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 28. Dezember 2020.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 341 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Denkmalprojekt">Gagel. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. August 2014, abgerufen am 1. Oktober 2022.</ref>
<ref name="EW-2011-2012">Andreas Puls: Orte verlieren 122 Einwohner in 12 Monaten. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 21. Februar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 19. Juni 2019]).</ref>
<ref name="EW-2021">Ralf Franke: Seehausen hat mehr Zuzügler. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 14. Januar 2022, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Karina Hoppe: Seehausen lässt weiter Federn. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 26. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 17.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Gemeinde Altmärkische Höhe: Hauptsatzung der Gemeinde Altmärkische Höhe. 17. Juni 2019 (seehausen-altmark.de [PDF; abgerufen am 3. Januar 2021]).</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, abgerufen am 3. August 2019.</ref>
<ref name="Krabbo Regesten">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 182, Nr. 785 (uni-potsdam.de).</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 391 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 19. April 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Kossebau. In: ekmd.de. Abgerufen am 3. März 2023.</ref>
<ref name="Riedel-25">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Boock | Bretsch | Dewitz | Drüsedau | Einwinkel | Gagel | Heiligenfelde | Kossebau | Losse | Lückstedt | Priemern | Rathsleben | Stapel | Wohlenberg Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein