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Gaisweiler

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Gaisweiler
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(121)&title=Gaisweiler 47° 56′ N, 9° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(121) 47° 55′ 33″ N, 9° 12′ 48″ O
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Höhe: 636 m ü. NN
Fläche: 3,55 km²
Einwohner: 121 (31. Dez. 2024)<ref>www.pfullendorf.de</ref>
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88630
Vorwahl: 07552
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Gaisweiler ist eine von sieben Ortschaften<ref>Ortsteile auf der Internetseite der Stadt Pfullendorf, abgerufen am 3. Juni 2015</ref> der Stadt Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Das kleine Dorf Gaisweiler liegt auf einer Höhe von 642 m ü. NN<ref name="Ortsbuch">Vgl. Gaisweiler. In: Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012. Verlag De Gruyter, Berlin/Boston 2012. ISBN 978-3-11-027420-2. S. 408.</ref> am Rand der Niederterrasse<ref name="Amtliche Beschreibung">Vgl. Pfullendorf c) Gaisweiler. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 834–841, hier S. 836.</ref> an der rechten Seite des Kehlbachtales<ref name="Genzmer">Gaisweiler. In: Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2; Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 115.</ref>, 3,5 Kilometer westlich von Pfullendorf<ref name="Amtliche Beschreibung" /><ref name="Genzmer" />. Gaisweiler ist ein Straßendorf an der Landesstraße 212<ref name="SZ Porträt">Anthia Schmitt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kreuzung ist den Bürgern ein wichtiges Anliegen. Ortsvorsteher Olaf-Peter Krom stellt die Gemeinde Gaisweiler/Tautenbronn vor (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwaebische.de. In: Schwäbische Zeitung vom 31. August 2012</ref> an dessen Ortseingang sich das Gewerbe konzentriert<ref name="SK Porträt">Kirsten Johanson (kaj): Gaisweiler-Tautenbronn: Hüben Verkehrslärm, drüben Natur pur. In: Südkurier vom 30. Juni 2015</ref>.

Ausdehnung des Gebiets

Die Gesamtfläche der Altgemeinde Gaisweiler umfasst 366 Hektar<ref group="A">Die 355 Hektar (Stand: 1948) sind nicht mehr aktuell (Vgl. Gaisweiler. In: Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2; Kreis Sigmaringen, W. Speemann, Stuttgart 1948. S. 115).</ref> (Stand: 1. Januar 1973)<ref name="Statistisches Landesamt">Landkreis Sigmaringen. (= Die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs in Wort und Zahl; Heft 58). Hrsg. vom Innenministerium und Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Bearbeitung und Druck Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 1972. S. 27</ref>, die der Gemarkung Gaisweiler 190 Hektar (Stand: 1838)<ref>Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Württembergische Jahrbücher für vaterländische Geschichte, Geographie, Statistik und Topographie. Jahrgang 1838. Erstes Heft. J. G. Cotta’schen Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1839. S. 326.</ref> und die der Gemarkung Tautenbronn 152 Hektar (Stand: 1939).<ref>Vgl. Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich auf Grund der Volkszählung 1939. (= Statistik des Deutschen Reichs. Band 550). Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft u. Statistik, Paul Schmidt, Berlin, 1940. S. 31.</ref><ref group="A">1838: 457 Morgen; Vgl. Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Württembergische Jahrbücher für vaterländische Geschichte, Geographie, Statistik und Topographie. Jahrgang 1838. Erstes Heft. J. G. Cotta’schen Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1839. S. 326.</ref>

Teilorte

Zur Ortschaft Gaisweiler gehören das Dorf Gaisweiler, der Weiler Tautenbronn und das Gehöft Bethlehem. Des Weiteren die Wüstung Haidach.<ref name="Amtliche Beschreibung" />

Geschichte

Bis 1975 bildeten die Dörfer die selbständige Gemeinde Gaisweiler. Die Gemeinde gehörte ab 1806 zu den Hohenzollerischen Landen und war dem hohenzollerischen Oberamt Wald, später dem „alten“ Landkreis Sigmaringen zugeordnet. Zum 1. Januar 1969 wurde sie dem Landkreis Überlingen angeschlossen, kehrte aber bei der Kreisreform 1973 zum neuen Landkreis Sigmaringen zurück.<ref name="SK Porträt" />

Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gaisweiler mit dem Dorf Gaisweiler, dem Weiler Tautenbronn und dem Gehöft Bethlehem mit Wirkung vom 1. Januar 1975 in die Stadt Pfullendorf eingemeindet.<ref></ref><ref>Gemeinsames Amtsblatt für Baden-Württemberg 1974, S. 803.</ref>

Gaisweiler

Erstmals genannt wurde Gaisweiler 1257. Der Ort lag ursprünglich im Linzgau, noch in späterer Zeit beanspruchte die Grafschaft Heiligenberg das Hochgericht. 1257 und 1267 erfolgte die Vergabe des Dorfes an das Kloster Wald unter Zustimmung des Lehnsherren Hugo von Montfort. Von 1806 an durch die Säkularisation des Klosters aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses gehörte Gaisweiler zum fürstlichen und seit 1850 als Teil der Hohenzollernschen Lande bis 1862 zum preußischen Oberamt Wald, seitdem zum Oberamt und später Kreis Sigmaringen.

Tautenbronn

Das Ortsgebiet bildete eine hohenzollerische Exklave in Baden. Erstmals genannt wurde Tautenbronn 1420 bei der Übergabe des Dorfes von Konrad von Gammerschwang an das Kloster Wald. 1806 kam der Weiler zusammen mit Wald an Hohenzollern-Sigmaringen.

Einwohnerentwicklung

In der Ortschaft Gaisweiler leben aktuell 121 Einwohner (Stand: Juni 2015), 74 in Gaisweiler und 47 in Tautenbronn. Gaisweiler ist damit Pfullendorfs kleinster Stadtteil.<ref name="Geschichte, Zahlen und Fakten">Jürgen Witt (jüw): Jägerhof und Drachenfliegerin. In: Südkurier vom 30. Juni 2015</ref>

Stand Einwohner
1961, 6. Juni 104<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>
1970, 27. Mai 106<ref name="Statistisches Landesamt" />
2012 119<ref name="Ortsbuch" />
2015, Juni 121<ref name="SK Porträt" />

Religion

Kirchlich gehörte Gaisweiler bis 1818 zur römisch-katholischen Pfarrei Pfullendorf, heute zur Pfarrei Wald.<ref name="Amtliche Beschreibung" /> Tautenbronn gehörte ebenfalls zur Pfarrei Pfullendorf, wurde aber infolge Ordinariatserlasses vom 18. Januar 1839 zur Pfarrei Wald und seit 1878 zu Pfarrei Aftholderberg (Gemeinde Herdwangen-Schönach, Ortsteil Großschönach) eingepfarrt.<ref name="Amtliche Beschreibung" /> Evangelische Christen gehören zu Ostrach.<ref name="Amtliche Beschreibung" />

Politik

Ehemalige Bürgermeister

  • Karl Bezikofer

Ortschaftsrat

Die Ortschaft Gaisweiler hat einen eigenen Ortschaftsrat, der aus sechs ehrenamtlich tätigen Ortschaftsräten inklusive eines Ortsvorstehers als Vorsitzenden besteht. Der Ortschaftsrat wird direkt vom Volk gewählt. Die Wahlperiode dauert fünf Jahre.

Ortsvorsteher

  • 1984–2009: Helmut Kirchmann<ref name="SK Porträt" />
  • seit 2009: Olaf-Peter Krom (Freie Wähler)<ref name="SK Porträt" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Das Ehemalige Rathaus in Gaisweiler wurde vor einigen Jahren von der Stadt zum Bürgerhaus umgebaut. Hier befindet sich der Sitzungssaal des Ortschaftsrats und der Wahlraum. Im Dachgeschoss wurde ein großer Bürgersaal mit 50 Sitzplätzen und Küche eingebaut, der für private Feiern angemietet werden kann. Zudem haben hier auch die „Kehlbachfrösche“, nach der Eingliederung der Feuerwehr in die Abteilung Aach-Linz im Jahr 2007 der einzige Verein im Dorf, ihren Versammlungsraum.<ref name="SZ Porträt" /><ref name="SK Porträt" />
  • Gaststätten: Früher gab es im Dorf Gaisweiler die „Linde“ (1982 geschlossen) und das „Café Linzgau“ (abgebrannt), in Tautenbrunn die „Tannenburg“, heute ein Wohnhaus, war als Ausflugs- und Tanzlokal für seine Waldbühne bekannt. Heute gibt es in Gaisweiler den „Jägerhof“ mit Biergarten und Vesperstube, der einige Jahre lang als Erlebnistierpark Jägerhof ein ganzjährig geöffneter Tierpark war.<ref name="SZ Porträt" /><ref name="SK Porträt" />

Parks

  • Am östlichen Ortsausgang befinden sich der Parkplatz und der Eingang West des Seeparks Linzgau. Daneben befindet sich die „Abenteuer-Golfanlage“, sie zählte in der Saison 2014 32.500 Besucher, die benachbarte „Fußball-Golfanlage“ 21.500 Besucher.<ref name="SK Porträt" />

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Ortschaft gibt es aktuell fünf Gewerbebetriebe (Stand: August 2012): Auf Gaisweiler Gemarkung drei, auf Tautenbronner Gemarkung mit dem Kieswerk zwei. Landwirtschaftliche Betriebe sind rar, die beiden ursprünglich bäuerlich geprägten Teilorte wurden zu reinen Wohngemeinden.<ref name="SZ Porträt" />

Bildung

Einen Kindergarten oder eine Grundschule gibt es nicht. Früher konnten die Kinder die Grundschule in Hippetsweiler besuchen, heute sind Aach-Linz, Pfullendorf oder Wald die Optionen.<ref name="SK Porträt" />

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Gaisweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references group="A" />

Einzelnachweise

<references />

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