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Hans Rudolf Henche

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Hans Rudolf Henche (* 29. Juni 1940 in Neu-Isenburg, Hessen; † 20. Januar 2024 in Lörrach, Baden-Württemberg)<ref>laut LCCN-Datensatz</ref><ref>Stefan Ammann: Trauer um früheren Rheinfelder Chefarzt Hans Rudolf Henche. In: Badische Zeitung. 27. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref><ref>Hans-Rudolf Renche – Nachruf. In: BZtrauer. 27. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref> war ein deutscher orthopädischer Chirurg. Seine Spezialgebiete waren die Arthroskopie der Gelenke, insbesondere des Kniegelenks, zu deren Pionieren in Deutschland er gehörte,<ref>J. Dronsella, J. Felderhoff, S. Brunnemann: Radiocarpal and intercarpal arthroscopy. In: Der Orthopäde. Band 28, Nr. 10, Oktober 1999, S. 840–845, doi:10.1007/PL00003557.</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Michael Strobel: Arthroskopische Chirurgie, Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1998, S. 4, ISBN 3-540-63571-8.</ref> sowie Knieprothesen, der endoskopische Kreuzbandersatz und die Meniskuschirurgie.<ref>Focus Online: Wegweiser zum Spezialisten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. August 2016; abgerufen am 5. August 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de</ref>

Leben

Thema von Henches Dissertation im Jahr 1968 an der Medizinischen Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt am Main waren Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes bei Delirium tremens.

Ab 1970 arbeitete Henche an der Orthopädischen Klinik, Department für Chirurgie der Universität Basel, wo er mit ersten arthroskopischen Eingriffen begann.<ref>Fritz Povacz: Geschichte der Unfallchirurgie, Springer Medizinverlag, Heidelberg 2. Aufl. 2007, S. 260, ISBN 978-3-540-74844-1.</ref> Hans Rudolf Henche erhielt seine orthopädisch-traumatologische Ausbildung an der Universität Basel bei den Professoren Chapchal, Morscher, Allgöwer, W. Müller und anderen in den Jahren 1970 bis 1977. 1970 wurde die erste Kniegelenkarthroskopie in der Orthopädischen Klinik Basel ausgeführt und in den folgenden Jahren das diagnostische und therapeutische System weiterentwickelt. 1973 entstand ein preisgekrönter Film über die Kniegelenkarthroskopie, 1974 die erste Veröffentlichung über Technik und Ergebnisse der Arthroskopie. 1977 gründete Henche die Abteilung (später Klinik) für Orthopädie des Kreiskrankenhauses Rheinfelden (Baden).<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivlink (Memento vom 23. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref> Unter Henches Leitung entwickelte sich die Klinik zu einem überregional bekannten Zentrum für arthroskopische Chirurgie und Gelenkersatz. 2002 wurden die Abteilungen Orthopädie und Unfallchirurgie zu einer Klinik für Orthopädische Chirurgie zusammengeführt. Bis Mitte 2005 war Henche Chefarzt dieser Klinik, die heute Teil der Kliniken des Landkreises Lörrach ist.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.medfuehrer.dePDF bei www.medfuehrer.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Henche absolvierte zahlreiche Aufenthalte im Entwicklungsdienst in Osteuropa, Afrika und Asien. Das 1978 erstmals erschienene Buch Die Arthroskopie des Kniegelenks war die erste deutschsprachige Monographie zu diesem Thema<ref>Orthopädische Chirurgie in den Kliniken des Landkreises Lörrach. Abgerufen am 5. August 2020.</ref> und fand im deutschsprachigen Raum weite Verbreitung. 1981 wurde der erste deutschsprachige Arthroskopiekurs von H. R. Henche in Arosa, Schweiz, organisiert. Anlässlich des zweiten Kurses erfolgte die Gründung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA), deren Präsident Henche in den Jahren 1988 und 1989 war.

Henche habilitierte sich 1985 an der Universität Basel über Flächenpressung im femoropatellaren Gleitlager. 1988 erfolgte die Gründung der Zeitschrift Arthroskopie im Springer Verlag Heidelberg. Henche hielt zahlreiche internationale und nationale Vorträge und publizierte über orthopädisch-traumatologische Themen, häufig mit dem Schwerpunkt Kniegelenk. Er wurde 1995 zum ao. Professor der Universität Basel ernannt.

Außerdem war er bis 2012 Vorsitzender der 2006 gegründeten Bürgerstiftung Rheinfelden und bis 2020 Vorsitzender des Fördervereins Kreiskrankenhaus Rheinfelden e. V.

Von 2008 bis 2012 und noch einmal von 2014 bis 2017 war Henche zudem als Vorsitzender der Altherrenschaft der Alten Straßburger Burschenschaft Germania ehrenamtlich engagiert, deren Mitglied er seit seiner Studienzeit in Tübingen 1960 war.<ref>Straßburger Germanenzeitung 2/2007</ref>

Henche war langjähriges Mitglied des Rotary Clubs Lörrach. Für seinen mehrmaligen, ehrenamtlichen Einsatz in der Entwicklungshilfe wurde er von Rotary International mit der Paul-Harris-Medaille ausgezeichnet.

Veröffentlichungen

Neben zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften<ref>Eine Auswahl findet sich hier. Eine erste wegweisende Publikation war: Indikation, Technik und Resultate der Arthroskopie des Kniegelenkes nach Traumatisierung. In: Orthopädie, H. 3, S. 178–183, 1974.</ref> gehört Henche zu den Verfassern bzw. Herausgebern mehrerer Monografien:

  • Die Arthroskopie des Kniegelenks: Diagnostik und Operationstechniken, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New-York/Paris/Tokio. Erstauflage 1978, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage 1988, deutsche Ausgabe: ISBN 3-540-08380-4, englische Ausgabe unter dem Titel Arthroscopy of the knee joint: ISBN 0-387-08380-4, auch ins japanische übersetzt.
  • Sonographie in der Orthopädie und Sportmedizin, hrsg. von H. R. Henche und W. Hey. Buchreihe für Orthopädie und orthopädische Grenzgebiete; 14. Medizinisch-Literarische Verlagsgesellschaft, Uelzen 1987. ISBN 3-88136-120-0.
  • Diagnostik und Therapie von Kapselbandläsionen am Kniegelenk, zusammen mit Werner Hackenbruch. Eular-Verlag, Basel 1981, ISBN 3-7177-0019-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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