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Blankenheim (Bebra)

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Blankenheim
Stadt Bebra
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(395)&title=Blankenheim 50° 56′ N, 9° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(395) 50° 56′ 22″ N, 9° 46′ 32″ O
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Höhe: 193 m ü. NHN
Fläche: 9,28 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 395 (2. Okt. 2018) HW+NW<ref name="DF">Haushaltsplan 2019. Statistische Daten. Einwohnerzahlen inkl. Zweitwohnsitz. S. 8 Vorbericht, abgerufen im Juni 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36179
Vorwahl: 06622

Blankenheim ist ein Ortsteil der Stadt Bebra im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt südwestlich der Kernstadt Bebra am Seulingswald an der Fulda. Westlich des Ortes führt die Bundesstraße 27 vorbei. Im Osten verläuft die Bahnstrecke Bebra–Göttingen.

Geschichte

Datei:Blankenheim Kapelle.jpg
Die Kirche
Datei:Kirche Blankenheim.jpg
Kirche vom ehemaligen Klosterhof aus gesehen

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1200.<ref name="lagis" /><ref>Laut der "Chronik Blankenheim", herausgegeben aus Anlass der 800-Jahrfeier am 22.–25. August 1975, stammt die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1155.</ref> 1190 wurde als Tochterkloster der Abtei Hersfeld ein Augustinerinnenkloster in Aua errichtet, das bereits 1229 nach Blankenheim verlegt wurde. Die Kirche des ehemaligen Klosters Blankenheim ist teilweise erhalten geblieben.

Von 1627 und bis 1834 gehörte der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Rotenburg.

Die evangelische Kirchengemeinde bewahrt einen spätmittelalterlichen Kelch auf, mit dem nach einer Restaurierung seit 2016 wieder das Abendmahl gefeiert wird.<ref>Götz J. Pfeiffer, Alexander Schulgin: Ein kostbares Fenster in die Vergangenheit. Der spätmittelalterliche Kelch in Blankenheim, seine Restaurierung, Geschichte und Symbolik. In: Rund um den Alheimer. Band 38, 2017, S. 24–32.</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Blankenheim zum 31. Dezember 1971 zusammen mit weiteren Gemeinden auf freiwilliger Basis in die Stadt Bebra eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 13. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Für Blankenheim und die weiteren ehemaligen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 88 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Bebra, abgerufen im Juni 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Blankenheim angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Blankenheim 390 Einwohner. Darunter waren 3 (0,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 60 Einwohner unter 18 Jahren, 144 zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 64 und 96 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 165 Haushalten. Davon waren 39 Singlehaushalte, 63 Paare ohne Kinder und 45 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Blankenheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2018
Jahr  Einwohner
1834
  
313
1840
  
319
1846
  
342
1852
  
337
1858
  
338
1864
  
328
1871
  
290
1875
  
296
1885
  
311
1895
  
300
1905
  
307
1910
  
353
1925
  
400
1939
  
387
1946
  
575
1950
  
579
1956
  
545
1961
  
512
1967
  
518
1970
  
494
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
390
2018
  
395
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Bebra<ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 286 evangelische (= 99,65 %), ein katholischer (=0,25 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 480 evangelische (= 93,75 %), 32 katholische (= 6,25 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Blankenheim besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Blankenheim) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 61,72 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Blankenheim“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Blankenheim. In: Votemanager. Stadt Bebra, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Reinhold Sippel zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat der Stadt Bebra. In: Webauftritt. Stadt Bebra, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Oktober 2023; abgerufen im September 2023.</ref>

Literatur

  • Johannes Burkardt: Blankenheim. In: Friedhelm Jürgensmeier u. a.: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen (Germania Benedictina 7 Hessen), Eos, St. Ottilien 2004, S. 66–72. ISBN 3-8306-7199-7.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> Blankenheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 45 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 78, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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