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Minuskel 93

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Manuskripte des Neuen Testaments
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Minuskel 93
Name Codex Graevii
Text Neues Testament (ohne Evangelien)
Sprache griechisch
Datum 10. Jahrhundert
Lagerort Bibliothèque nationale de France
Größe 22,8 × 17,7 cm
Typ Byzantinischer Texttyp
Kategorie V

Minuskel 93 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), α 51 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 270 Pergamentblättern (22,8 × 17,7 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 10. Jahrhundert datiert. Die Handschrift ist nicht vollständig.<ref name = Aland>K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 52. </ref>

Beschreibung

Die Handschrift enthält den Text des Neuen Testaments außer den Evangelien mit Lücken (Römerbrief 16,17–27; 1 Korintherbrief 1,1–7; Hebräerbrief 13,15–25; Offenbarung 1,1–5). Der Text der Offenbarung 1:1–5 wurde durch eine spätere Hand ergänzt.<ref name = Scrivener/> Die Reihenfolge der Bücher ist: Apostelgeschichte, Katholische Briefe, Paulusbriefe und Offenbarung des Johannes.<ref name = Scrivener/><ref name = Gregory/>

Der Text wurde einspaltig mit je 27 Zeilen geschrieben.<ref name = Aland/> Die Handschrift enthält Prolegomena, Tabellen der κεφαλαια, κεφαλαια, τιτλοι, Lektionar-Markierungen, incipits, Unterschriften, στιχοι und Synaxarion.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. Band 1. London 1894, S. 285 (Internet Archive).</ref><ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Band 1. Leipzig 1900, S. 264 (Internet Archive).</ref>

Die Handschrift enthält zusätzliches Material: Leben der Propheten und Abhandlung von Pseudo-Dorotheus über 12 Apostel und 70 Jünger Jesu (wie in Kodex 82).<ref name = Gregory/>

Text

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Byzantinischen Texttyp. Kurt Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.<ref>Kurt und Barbara Aland, Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 141.</ref>

In den Katholischen Briefen enthält der Kodex 20 bis 30 % nicht-byzantinische Lesarten.<ref>Minuskel 93 in der Encyclopedia Textual Criticism</ref>

Geschichte

Ein Mönch Antonius kaufte die Handschrift im Jahr 1079. Sie wurde in Konstantinopel aufbewahrt und von Pierre Séguier (1588–1672) erworben.<ref name = Gregory/>

Die Handschrift wurde durch Bernard de Montfaucon<ref>Bernard de Montfaucon, Bibliotheca Coisliniana olim Segueriana, Ludovicus Guerin & Carolus Robustel, Paris 1715.</ref> und Johann Jakob Wettstein untersucht.<ref name = Gregory/> Herman C. Hoskier kollationierte den Text der Apokalypse.<ref>Herman C. Hoskier, Concerning the Text of the Apocalypse: Collation of All Existing Available Greek Documents with the Standard Text of Stephen’s Third Edition Together with the Testimony of Versions, Commentaries and Fathers. Bernard Quaritch, London 1929, S. 37. </ref>

Der Kodex befindet sich in der Bibliothèque nationale de France (Coislin Gr. 205) in Paris.<ref name = Aland/>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

  • R. Waltz, Minuscule 93 in der Encyclopedia of Textual Criticism