Minuskel 90
| Minuskel 90 | |
|---|---|
| Name | Codex Jo. Fabri |
| Text | Neues Testament (ohne Offenbarung) |
| Sprache | griechisch |
| Datum | 16. Jahrhundert |
| Lagerort | Universität von Amsterdam |
| Größe | 20,5 × 14,3 cm |
| Typ | Byzantinischer Texttyp |
| Kategorie | V |
Minuskel 90 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), δ 652 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf in zwei Bänden 227 + 253 Papierblättern (20,5 × 14,3 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 16. Jahrhundert datiert. Die Handschrift ist vollständig.<ref name = Aland>K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 52. </ref>
Beschreibung
Die Handschrift enthält den Text des Neuen Testaments außer der Offenbarung des Johannes. Er wurde einspaltig mit je 17–30 Zeilen geschrieben.<ref name = Aland/> Die Handschrift enthält κεφαλαια (Griechisch und Latein), τιτλοι, Ammonianische Abschnitte, den Eusebischen Kanon, Lektionar-Markierungen, und Synaxarion.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. Band 1. London 1894, S. 206 (Internet Archive).</ref><ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Band 1. Leipzig 1900, S. 149 (Internet Archive).</ref>
Die Reihenfolge der Bücher ist: Evangelium nach Johannes, Lukas, Matthäus, Markus, Apostelgeschichte, Katholische Briefe, und Paulusbriefe. Der Hebräerbrief ist als letztes Buch von Paulus aufgeführt. Der Judasbrief ist in zwei Abschriften von verschiedenen Kopien enthalten.<ref name = Scrivener/><ref name = Gregory/>
Text
Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Byzantinischen Texttyp. Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.<ref>Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 324.</ref>
Geschichte
Vielleicht wurde das Manuskript von Minuskel 74 kopiert.<ref name = Gregory/>
Die Handschrift wurde durch Johann Jakob Wettstein kollationiert.<ref name = Gregory/>
Früher wurde es in Hamburg aufbewahrt. Der Kodex befindet sich zurzeit in der Universitätsbibliothek der Universität von Amsterdam (Remonstr. 186).<ref name = Aland/>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Franz Delitzsch, "Handschriftliche Funde", Leipzig 1862, Heft 2, S. 54–57.